Serie A: Beim Trio ist nur ein Duo glücklich
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Serie ABeim Trio ist nur ein Duo glücklich

Mit Valon Behrami, Gökhan Inler und Blerim Dzemaili stehen weiterhin drei Schweizer Nati-Spieler im Napoli-Kader. Platz im Mittelfeld hat es aber nur für zwei.

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pbt/ete

Blerim Dzemaili spricht über den italienischen Fussball. (Video: 20 Minuten)

Blerim Dzemaili ist neben Gökhan Inler und Valon Behrami einer von drei Schweizer Nati-Spielern, die bei Napoli im Mittelfeld zum Zug kommen. Meist spielen jedoch nur zwei.

Den Konkurrenzkampf findet Dzemaili normal. «Grosse Mannschaften brauchen nicht 14 oder 15 gute Spieler. Grosse Mannschaften brauchen 22 gute Spieler. Der Konkurrenzkampf fördert die Leistung aller.» Die Situation bei Napoli findet er aber «sehr speziell – weil wir drei Schweizer Nationalspieler sind». Jenen beiden die spielen, geht es gut, dem dritten nicht. «Aber der permanente Konkurrenzkampf bringt uns alle weiter, und davon profitiert auch die Nationalmannschaft.»

«Der italienische Fussball steckt in einer Krise»

Die Serie A bezeichnet Dzemaili als ausgeglichener als die Meisterschaften in anderen Topligen: «In der Bundesliga gewinnt fast jedes Jahr Bayern. Auch in der Premier League sind es immer wieder die zwei, drei gleichen Teams. In Italien ist die Liga ausgeglichener.» Aber Dzemaili hebt beim südlichen Nachbarn auch den Finger auf den wunden Punkt: «Die Bundesliga hat gegenüber Italien einen Vorteil: das sind die Stadien und Fans. Viele Klubs sparen in Italien. Die guten Spieler gingen weg, und das hängt auch mit den veralteten Stadien zusammen. Der italienische Fussball steckt hier in einer Krise, dass kann man nicht verstecken.»

Deshalb freut den Schweizer, dass es gelungen ist, mit Mario Gomez (Fiorentina) oder Gonzalo Higuaín (Napoli) wieder Stars in die Liga zu holen. «Persönlich finde ich die Liga immer noch eine der besten in Europa. Ich fühle mich sehr wohl in Italien.»

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