Entdeckte Flugzeugteile : Beim Absturz der Piper-Cherokee starben 1968 drei Zürcher

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Entdeckte Flugzeugteile Beim Absturz der Piper-Cherokee starben 1968 drei Zürcher

Am Aletschgletscher wurden Teile eines abgestürzten Flugzeugs entdeckt. Der Absturz hat sich bereits vor Jahrzehnten ereignet. 

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Die Flugzeugteile sind auf dem Aletschgletscher gefunden worden.

Die Flugzeugteile sind auf dem Aletschgletscher gefunden worden.

Hüttenwarte Konkordiahütte/Rebecca Gresch und Stefan Gafner
Die Gletscherschmelze hat die Teile einer Piper Cherokee, die 1968 verunfallt ist, freigelegt.

Die Gletscherschmelze hat die Teile einer Piper Cherokee, die 1968 verunfallt ist, freigelegt.

Hüttenwarte Konkordiahütte/Rebecca Gresch und Stefan Gafner
 Die Teile lagen etwa in einem Radius von 200 Metern verstreut.

Die Teile lagen etwa in einem Radius von 200 Metern verstreut.

Hüttenwarte Konkordiahütte/Rebecca Gresch und Stefan Gafner

Darum gehts 

  • Ein Bergführer entdeckte auf dem Konkordiaplatz des Aletschgletschers Teile eines Flugzeugs. 

  • Die Trümmerteile des Kleinflugzeugs wurden aufgrund der Gletscherschmelze freigelegt. 

  • Sie stammen von einer Piper Cherokee, die 1968 verunglückte.

  • Drei Personen kamen damals ums Leben, darunter ein Chefarzt eines Zürcher Spitals.

Bei einem Gletschertrekking vom Jungfraujoch zur Konkordiahütte entdeckte ein Bergführer am vergangenen Dienstag Teile eines abgestürzten Flugzeuges. Laut Stefan Gafner, dem Wart der Konkordiahütte, stiess der Mann aufgrund einer neuen Routenführung auf die Trümmer. Gafner begab sich am Freitag selber vor Ort und schoss Fotos. «Wir wissen nicht, ob das Wrack unter dem Eis lag oder einfach vom Schnee bedeckt war. Die Teile sind etwa in einem Radius von 200 Metern verstreut», sagt er. Die Wrackteile des Kleinflugzeugs wurden aufgrund der Gletscherschmelze freigelegt. 

Nun hat die Kantonspolizei Wallis informiert, um welches Wrack es sich handelt. Laut ersten Abklärungen handelt es sich um eine Piper-Cherokee mit der Immatrikulation HB-OYL, die am 30. Juni 1968 südlich des Jungfraujochs über dem Aletschgletscher abstürzte. Die drei Insassen kamen dabei ums Leben, wie die NZZ damals berichtete. An Bord waren der Chefarzt eines Zürcher Spitals, dessen Sohn sowie ein Sekundarlehrer. Die Maschine war in Kloten gestartet. Die Rega flog die Leichen der Opfer nach Lauterbrunnen. Absturzursache soll ein Pilotenfehler gewesen sein. 

Ein Zeitgenosse, die Fliegerlegende Ty Rufer, erinnerte sich in einem Büchlein daran, wie er an den Unfallort gerufen worden sei. Sie seien 100 Meter neben dem Wrack gelandet: «In einem Winkel von 45 Grad steckte das verunfallte Flugzeug im tiefen und weichen Schnee, der Motor unter der Oberfläche.» Es stehe ihm nicht zu, Kritik zu üben, und er wolle nicht mutmassen, schreibt Rufer weiter. «Fehler macht jeder, aber ‹falsche Fehler› mag es eben nicht leiden.»

Abtransport mit Helikopter erst ab 60er-Jahren 

Für einen älteren Unfall hat auch gesprochen, dass überhaupt Trümmer zu finden waren: Aviatikexperte Peter Brotschi sagt: «Helikopter, die für den Abtransport von Trümmern eingesetzt werden konnten, gibt es erst seit den 60er- oder 70er-Jahren. Davor war es sehr schwierig, die Flugzeugteile aus unwegsamem Gebiet ins Tal zu bringen.» 

Nun sind die Bergungsarbeiten laut der Polizei in Planung und werden sobald als möglich in Angriff genommen. Durch die sommerliche Gletscherschmelze sei es möglich, dass die Gletscher weitere Wrackteile freigäben, schreibt die Polizei. «Es wird gebeten, die Wrackteile zu markieren und beim nächsten Polizeiposten zu melden, aber auf keinen Fall anzufassen, da Verletzungsgefahr bestehen kann.» 

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(sul)

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