Zürich: Beizen machen auf urchig und gemütlich
Aktualisiert

ZürichBeizen machen auf urchig und gemütlich

Deftige Kost, viel Holz und Stimmungsmusik: Gleich mehrere Zürcher Beizen holen neuerdings die Berge in die Stadt.

von
Roman Hodel
Markus Greiner und Milan Loncar vom Palavrion. (Foto: rom)

Markus Greiner und Milan Loncar vom Palavrion. (Foto: rom)

Urchig und gemütlich ist in Zürich im Trend. Aus dem Zic Zac beim Letzigrund wird bald der Bayerische Hof mit Biergarten, Weisswürsten und Hendl. «G'sellig i'kehre» heissts ab Freitag auch schräg gegenüber im neu umgebauten Restaurant Schlachthof, das ab nächster Woche jeweils schon um 6 Uhr öffnet. Dessen Alp­stübli wurde mit 200-jährigen Holzbalken aus einem ehemaligen Kloster gebaut. «Für ein feines Fondue in authentischer Atmosphäre muss man nicht mehr extra in die Berge», sagt Schlachthof-Betreiber Robert Soos. Besonders neckisch: Wer Brotnachschub benötigt, zieht einfach am Seil, und das Chörbli saust von der Decke herunter. Ebenfalls am Freitag eröffnet das Palavrion an der Beet­hovenstrasse die «einzige Skihütte mitten in Zürich». Bis sicher Ende Januar trifft man sich dort inmitten von Hirschgeweihen und Schlitten zu Fondue und Partymottos wie «Schneehäsli trifft Skilehrer». Barchef Milan Loncar sagt: «Wir holen die Berge in die Stadt.» Bereits seit Ende Oktober in Betrieb ist die Mausefalle an der Sihlporte; ein Stimmungslokal, das ebenso auf Alphüttencharme setzt.

«In einer grossen Stadt wie Zürich braucht es ständig neue Gastrokonzepte – die Leute wollen immer wieder etwas Neues», sagt Tobias Hüberli, Chefredaktor des Gastromagazins «Salz & Pfeffer». «Oftmals sind derartige Trendkonzepte aber schnell wieder out.»

Deine Meinung