Feldberg Basel: Beizer geht per Facebook auf Einbrecherjagd
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Feldberg BaselBeizer geht per Facebook auf Einbrecherjagd

Via Facebook sucht Feldberg-Küchenchef Elias Buess den Einbrecher, der in der Nacht auf Dienstag ins Restaurant eingestiegen war. Die Staatsanwaltschaft unterstützt das Vorgehen.

von
huf
Der Aufruf auf der Facebook-Seite der Lady Bar.

Der Aufruf auf der Facebook-Seite der Lady Bar.

«Liebe Freunde und Bekannte! Heute Nacht wurde in die Küche des Restaurants Feldberg eingebrochen. Es wurde einiges verwüstet und ein Laptop geklaut! Wir suchen Hinweise und brauchen eure Hilfe.»

Mit diesem Eintrag auf Facebook machte sich Feldberg-Küchenchef Elias Buess am Dienstag auf die Suche nach Hinweisen. «Wir erreichen mit unserer Facebook-Seite über 2000 Leute, viele von ihnen sind nachts unterwegs und ich hoffe, dass jemand etwas gesehen hat», erklärt Buess sein Vorgehen. Und Feldberg-Initiant Thomas Brunner fügt an: «Alles andere bringt meistens sowieso nichts. Vielleicht gelingt es uns, den Täter in Bedrängnis zu bringen.»

Gefahr, dass der Täter gewarnt wird und Spuren vernichtet

Die Basler Staatsanwaltschaft gibt keine Empfehlung für den Einsatz von sozialen Medien bei der Tätersuche. «Wir weisen aber darauf hin, dass es Vor- und Nachteile gibt: Falls sich auf den Aufruf ein Zeuge meldet, dann kann es tatsächlich helfen, ein Verbrechen aufzuklären», sagt Kriminalkomissär Peter Gill. «Andererseits besteht bei solchen Aktionen auch die Gefahr, dass der Täter gewarnt wird und Spuren vernichtet oder sich ein Alibi für die Tatzeit verschafft.»

Laut Staatsanwaltschaft sei es in einzelnen Fällen bereits vorgekommen, dass aufgrund eines privaten Aufrufs via Facebook Hinweise eingegangen sind. Küchenchef Buess hat bisher noch keine konkreten Hinweise erhalten. «Vielleicht meldet sich noch jemand, ansonsten wars ein Versuch wert. Und vielleicht wirkt es auch präventiv, wenn die Leute merken, dass uns das Restaurant am Herz liegt und wir aktiv gegen Einbrecher vorgehen.»

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