Drohende Amputation wegen Cannabiskonsum: Das sagt ihr

Aktualisiert

Krankheit wegen Cannabis-Konsum «Bekannte haben wegen Cannabis-Konsum ihren Job verloren»

Einem Mann droht die Amputation seiner Fingerspitzen – wegen zu starkem Cannabis-Konsum. Das denkt die 20-Minuten-Community darüber.

von
Gabriela Graber
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Cannabis-Konsum – insbesondere starker Konsum – kann schwerwiegende Folgen haben.

Cannabis-Konsum – insbesondere starker Konsum – kann schwerwiegende Folgen haben.

Unsplash
20 Minuten Triggerwarnung für Bildstrecken auf 20minuten.ch

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20 Minuten
Ein 49-jähriger Mann suchte mit  blau verfärbten Fingerspitzen und Geschwüren die Notaufnahme des Boston Medical Center auf.

Ein 49-jähriger Mann suchte mit  blau verfärbten Fingerspitzen und Geschwüren die Notaufnahme des Boston Medical Center auf.

Annals of Emergency Medicine 2022: A. Mittelman et al.

Darum gehts 

  • Ein Mann in den USA wurde mit der seltenen Krankheit Cannabis Arteriitis diagnostiziert. 

  • Dabei handelt es sich um eine Folge grossen Cannabis-Konsums. Schlimmstenfalls kann die Krankheit eine Amputation erfordern. 

  • Hier liest du, was die 20-Minuten-Community darüber denkt. 

Wegen blauen Fingerspitzen hat ein Mann aus den USA die Notaufnahme des Boston Medical Center aufgesucht. Dort stellten Medizinerinnen und Mediziner fest, dass er an einer Cannabis-Arteriitis leidet – eine sehr seltene Gefässerkrankung, die zum Absterben von Gewebe führen kann. Verursacht wurde die Erkrankung durch übermässigen Cannabis-Konsum. Wird sie nicht rechtzeitig erkannt, kann eine Amputation nötig werden.

Die Meinungen der 20-Minuten-Community dazu gehen weit auseinander.

«Die Dosis macht das Gift»

Mehrere Leserinnen und Leser denken, der Mann sei selber schuld, wenn er so viel Cannabis konsumiere. Doch User Jäjosoesches vermutet andere Gründe für die Erkrankung. Er ist überzeugt: «Cannabis alleine verursacht dies doch nicht.» User Krauthahn kann sich etwa Düngerrückstände oder andere Zusätze vorstellen.

«Die Dosis macht das Gift», findet dagegen Arania. «Es ist egal, was man nimmt, wenn man es übertreibt, rächt sich der Körper», denkt auch User Computerkobra. Er habe etwa schon von Personen, die grosse Schäden aufgrund von Redbull-Konsum erlitten haben, gelesen.

«Cannabis gehört verboten!»

Etliche Leserinnen und Leser geben an, gegen den Konsum von Cannabis und Drogen allgemein zu sein. So auch Leserin Fatima: «Schon seit Jahrzehnten weiss man über die negativen Auswirkungen von Cannabis.» Sie könne überhaupt nicht verstehen, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versuchen, Cannabis zu legalisieren.

User Hakan55 sagt: «Ich verstehe nicht, wie man Cannabis so verharmlosen kann! Bekannte von mir haben aufgrund von Cannabis-Konsum extrem an Leistungsfähigkeit einbüssen müssen – und gar ihren Job verloren! Cannabis gehört verboten – genau wie Kokain, Ecstasy etc.»

«Mir hilft Cannabis, wo die Chemie versagt»

In den Augen von User Basil79 ist eine legale Droge aus dem Supermarkt schlimmer als Cannabis: «Alkohol ist sehr, sehr schlecht für die Gesundheit – und leider mit Abstand das meist konsumierte Suchtmittel in der Schweiz.»

Mehrere 20-Minuten-Leserinnen und -Leser konsumieren Cannabis regelmässig selber. Einer von ihnen ist User SiLo12: «Ich kiffe seit 23 Jahren, zwei bis drei Gramm pro Tag und hatte meines Wissens noch nie gesundheitliche Probleme.»

«Für mich ist Cannabis Medizin. Er hilft mir, wo die Chemie versagt», sagt Gebt-Hanf-Frei. Zudem könne man mit Cannabis unzählige nachhaltige Produkte herstellen. «Sogar ein Auto von Henry Ford wurde unter anderem aus Hanffasern hergestellt!»

Die obenstehenden Aussagen sind Meinungen von Leser*innen und entsprechen nicht zwingend dem aktuellen Stand der Wissenschaft.

Hast du schon an negativen Folgen aufgrund von Drogenkonsum gelitten?  

Hast du oder hat jemand, den du kennst, ein Problem mit illegalen Drogen?

Hier findest du Hilfe:

Sucht Schweiz, Tel. 0800 104 104

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Feel-ok, Informationen für Jugendliche

Infodrog, Information und Substanzwarnungen

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Probleme mit Alkohol?

Hier findest du Hilfe:

Sucht Schweiz, Tel. 0800 104 104

Blaues Kreuz Schweiz, Beratungsstellen

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Feel-ok, Informationen für Jugendliche

My Drink Control, Selbsttest

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