Wissenschaftlich untersucht: Bekifft oder betrunken – wann ist der Sex besser?
Publiziert

Wissenschaftlich untersuchtBekifft oder betrunken – wann ist der Sex besser?

Im Namen der Forschung ist alles erlaubt – auch, Menschen zu ihren Erfahrungen mit benebelten Schäferstündchen zu befragen. Genau das wurde jetzt gemacht.

von
fee
1 / 4
Was ist schöner: Sex unter Cannabis- oder unter Alkoholeinfluss? Genau dieser Frage sind US-Forscher nachgegangen.

Was ist schöner: Sex unter Cannabis- oder unter Alkoholeinfluss? Genau dieser Frage sind US-Forscher nachgegangen.

Colourbox.com/Dmitri Maruta
Ihr Fazit: Geschlechtsverkehr fühlt sich bekifft besser an als betrunken.

Ihr Fazit: Geschlechtsverkehr fühlt sich bekifft besser an als betrunken.

DopeChef.com
Aber die Erinnerungen an Sex unter Marihuana- oder Alkohohl-Einfluss sind unterschiedlich: Weil Alkohol Menschen kontaktfreudiger macht, finden Angetrunkene zwar deutlich schneller einen Bettgespielen, allerdings gehen sie dabei weniger wählerisch vor - und sind am Morgen danach häufig unangenehm überrascht.

Aber die Erinnerungen an Sex unter Marihuana- oder Alkohohl-Einfluss sind unterschiedlich: Weil Alkohol Menschen kontaktfreudiger macht, finden Angetrunkene zwar deutlich schneller einen Bettgespielen, allerdings gehen sie dabei weniger wählerisch vor - und sind am Morgen danach häufig unangenehm überrascht.

Colourbox.com/Sinar 2

Alkohol und Cannabis erfreuen sich grosser Beliebtheit, ebenso Geschlechtsverkehr unter Einfluss von einem der beiden Rauschmittel. Welche Variante besser ist, haben nun Forscher der New York University untersucht.

Das Team um Joseph Palamar befragte dafür 24 heterosexuelle, gesunde Männer und Frauen zu ihren Erlebnissen. Alle Teilnehmer hatten bereits Erfahrungen mit den beiden Rauschmitteln gemacht.

Übelkeit und Blackouts

Ergebnis der in den «Archives of Sexual Behavior» veröffentlichten Studie: Alkoholisierte Menschen haben, was die Partnerwahl angeht, ein deutlich schlechteres Händchen als Marihuana-Konsumenten.

Weil Bier, Schnaps und Wein sie offener und kontaktfreudiger werden lassen, finden sie zwar deutlich schneller einen Bettgespielen, gehen dabei aber weniger wählerisch vor: Sie gaben häufiger an, am Morgen danach unangenehm überrascht gewesen zu sein, als diejenigen, die von ihren Erfahrungen mit Cannabis berichteten.

Weitere Mankos beim betrunkenen Sex: plötzlich auftretende Übelkeit oder richtiggehende Black-outs während des Akts. Weiter gaben die Probanden an, Alkohol verlängere zwar den Akt, sei aber vor allem für die weiblichen Teilnehmer nicht immer angenehmer. Die Alkohol-Konsumenten der Studie bereuten den Sex deshalb häufiger als die Gruppe der Kiffer.

Höhenflug und Höhepunkt

Ganz anders die Erfahrungen nach dem Cannabis-Konsum. Die Probanden gaben an, dass ihnen das High in der Regel zu intensiverem und schönerem Sex verhalf. Dies, weil sie bekifft sensibler seien, während Alkohol sie eher betäube. Der Sex fühle sich zudem länger an, weil das Zeitgefühl verlangsamt würde.

Ausserdem gaben einige Teilnehmer an, dass sie das Rauchen eher ängstlich und zurückhaltend werden lasse. «Sexuelle Begegnungen auf Marihuana finden daher eher mit bekannten Personen statt», wird Palamar in einer Mitteilung der Hochschule zitiert.

Nicht erhoben wurde, welche Cannabis-Sorte wie wirkt. Das soll in einer weiteren Studie untersucht werden.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit berauschtem Sex? Erzählen Sie uns davon in den Kommentaren.

Mehr Sex wegen Marihuana-Verbot

Die Untersuchung förderte auch Überraschendes zu Tage: «Einige Probanden erzählten, dass das Verbot von Marihuana ihnen dabei geholfen habe, sexuell aktiv zu werden», so Joseph Palamar. «Weil Kiffen in den meisten US-Staaten illegal ist, zieht sich, wer Cannabis konsumieren will, mit seinen Freunden auf Privatgrund zurück.» Ein solches Setting nutzten einige dann für Sex.

Deine Meinung