Aktualisiert 31.01.2012 22:46

Ramazotti

Belebt dieser Kopf das FCZ-Offensivspiel?

Seit Jahren sucht der FC Zürich einen gross gewachsenen Stürmer mit Köpfchen. Ist Rafael Ramazotti die Lösung?

von
Sandro Compagno

Der Brasilianer ist immerhin 193 cm gross und gilt als kopfballstark. «Ein solcher Spielertyp fehlte uns bisher», sagt FCZ-Präsident Ancillo Canepa. In der Tat wirbelten in der Neuzeit stets kleine Stürmer für den FCZ. Der legendäre Alhas­sane Keita (168 cm) zum Beispiel, der den FCZ 2006 zum Titel schoss, oder der nach Brest abgewanderte Alexandre Alphonse (174 cm, Schweizer Mei­ster 2006, 2007 und 2009).

Es gab auch grössere Angreifer: 2006/07 versuchte sich Christian Pouga, ein 193 cm grosser Kameruner bar jeglichen Ballgefühls. Und von 2007 bis 2011 bewies Eric Hassli (193 cm), dass Körpergrösse nicht zwingend im Zusammenhang mit Kopfballstärke stehen muss.

Nun also Ramazotti. Der Brasilianer soll das Angriffsspiel der Zürcher unberechenbar machen und gerade bei Standardsituationen seine Kopfballstärke ausspielen. Dass der FCZ von den Qualitäten des 23-Jährigen nicht restlos überzeugt ist, belegt der Vertrag: Laufzeit 6 Monate mit vereinsseitiger Option! «Ramazotti hatte auch Angebote aus Japan», sagt sein Berater, der frühere FCZ-Star César de Souza. Dort war Ramazotti im Herbst für Avispa Fukuoka (J-League) in sechs Spielen zum Einsatz gekommen und hatte dabei ein (Kopf-)Tor erzielt. César: «Aber für seine Karriere ist die Schweiz viel besser. Die Super League ist ein grosses Schaufenster.»

Ob der Stürmer schon am Samstag gegen den FC Luzern in der Vitrine steht, ist noch unklar. Er habe noch Trainingsrückstand, sagt Trainer Urs Fischer. «Ich bin nahe dran», findet Ramazotti.

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