Tamagotchi-Toaster: Beleidigter Toaster sucht sich neuen Besitzer
Aktualisiert

Tamagotchi-ToasterBeleidigter Toaster sucht sich neuen Besitzer

Brad ist ein emotionaler Toaster: Bekommt er nicht genügend Brot, reagiert er eingeschnappt und sucht sich selbstständig einen neuen Besitzer, der ihm mehr Aufmerksamkeit schenkt.

von
tob

Brad. So heisst ein Toaster, der vom italienischen Produktedesigner Simone Rebaudengo entworfen wurde. Das unscheinbare Gerät ist eine Mischung aus Küchenhilfe und Tamagotchi. Der smarte Toaster ist mit dem Internet verbunden und hält über ein sogenanntes Peer-Product-Network Kontakt zu anderen Geräten. Fünf solche Addicted-Toaster sind derzeit in Holland im Umlauf.

Im Umlauf deswegen, weil Brad ein intelligentes und launisches Gerät ist: Der Toaster kann zwar nicht vom Bett aus via Smartphone bedient werden, dafür merkt Brad, wenn er zu wenig zum Einsatz kommt. Der sensible Toaster gleicht dafür die Anzahl getoasteter Brote mit anderen Geräten ab. Hat der aktuelle Besitzer unterdurchschnittlich wenig getoastet, reagiert Brad eingeschnappt. «Er ist programmiert darauf, geliebt zu werden», sagt Rebaudengo.

Streichle den Toaster

Schenkt man dem Küchengerät zu lange keine Aufmerksamkeit, hat das Konsequenzen: Brad sucht im Internet nach einem neuen Besitzer. Abwenden kann man Brads Abschied allerdings, indem man das Gerät ab und zu streichelt.

Das Konzept für den intelligenten Toaster hat Rebaudengo im Jahr 2012 entwickelt und zielt damit in erster Linie auf die Wegwerf-Gesellschaft ab. Die Idee dahinter: Wer sich ein Gerät anschafft, sollte es auch brauchen und bei Nichtgebrauch nicht einfach wegschmeissen. Den intelligenten Toaster kann man übrigens nicht für Geld erwerben – er bleibt bis heute bloss ein Konzept.

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