Belgrader Polizeichef wegen Moschee-Brand entlassen

Aktualisiert

Belgrader Polizeichef wegen Moschee-Brand entlassen

Belgrads Polizeipräsident Milan Obradovic und der ebenfalls amtsenthobene Polizeichef des Zentralen Stadtbezirks wurden für das Niederbrennen der einzigen Moschee Belgrads durch eine aufgebrachte Menge verantwortlich gemacht.

Die beiden hätten entgegen den Anweisungen des Innenministeriums unzureichende Massnahmen zum Schutze des historischen islamischen Gotteshauses unternommen, heisst es in einer Stellungnahme des Innenministeriums vom Montag.

Hunderte von serbischen Extremisten hatten in der Nacht zum Donnerstag die Moscheen in Belgrad und der Industriestadt Nis niedergebrannt. Die Angriffe seien Reaktion auf die Übergriffe «albanischer Extremisten» im Kosovo gewesen, bei denen zuvor serbische Kirchen, Klöster und zahlreiche Häuser zerstört worden waren.

Wegen der Beteiligung an der Brandschatzung der Belgrader Moschee waren 18 Personen festgenommen worden. Gegen zehn sei Strafanzeige erstattet worden.

(sda)

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