Aktualisiert 25.05.2010 05:34

Barrage-Rückspiel

Bellinzona schafft den Klassenerhalt

Die AC Bellinzona spielt auch nächste Saison in der Axpo Super League. Die Tessiner erreichten im Barrage-Rückspiel gegen Lugano ein 0:0 und bleiben dank dem 2:1-Sieg im Hinspiel oberklassig.

von
mon

Die 2009 aufgestiegene AC Bellinzona bleibt erstklassig, weil sie in den beiden Tessiner Derbys der Auf-/Abstiegsbarrage mit dem Gesamtskore von 2:1 als Siegerin hervorging. Nach dem 2:1-Erfolg im Hinspiel vom Freitag genügte dem Neunten der Super League gegen den FC Lugano, dem Zweiten der Challenge League, ein glückhaftes, torloses Remis zum Verbleib in der Axpo Super League.

Lugano muss acht Jahren nach dem Zwangsabstieg weiter auf die Rückkehr in die oberste Liga warten. Dabei standen die Luganesi dem Sieg so nahe: In der Nachspielzeit trafen sie mit der letzten Aktion der Partie nach einem Freistoss durch Doudin (95.!) noch die Latte.

Bellinzona konzentrierte sich ganz auf die Verteidigung seines Vorsprungs aus dem Hinspiel. Zu keinem Zeitpuntk übernahm der ASL-Klub die Initiative oder unternahm den Versuch, zu zeigen, dass er eine Liga besser ist als der Gegner. Das Ziel rechtfertigte die Mittel, doch Werbung in eigener Sache machte die AC Bellinzona im Barrage-Rückspiel nicht. Sie liess sich vom Challenge-League-Klub phasenweise vorführen.

Zum Glück für das Team von Roberto Morini war der Einsatz der Spieler bei schwierigen, heissen Bedingungen (28 Grad) über alle Zweifel erhaben, und mit Goalie Matteo Gritti zeigte zumindest ein Bellinzona-Akteur Super-League-Niveau. Gritti gewann seine drei Duelle: Zweimal gegen Silvio (23. und 77.) und einmal gegen Sehar Fejzulahi (61.). Offensiv hatte Bellinzona die letzte bemerkenswerte Aktion in der 22. Minute nach einem Eckball verzeichnet.

Nach rein spielerischen Kriterien hätte Lugano den Aufstieg verdient gehabt. Die Südtessiner zeigten vor 6500 Zuschauern im eigenen Stadion technische Qualitäten und Angriffslust. Nur: Es fehlte die Abgeklärtheit im gegnerischen Strafraum. Allzu oft missriet der letzt Pass oder es fehlte die Nervenstärke in den entscheidenden Duellen.

Fussball: Auf-/Abstiegs-Barrage, Rückspiel.

Lugano - Bellinzona 0:0

Cornaredo. 6500 Zuschauer. SR Circhetta.

Lugano: Cordaz; Thrier, Montandon, Denicola, Perrier; Da Silva, Basic (65. Doudin), Maggetti, Felipe (74. Feussi); Fejzulahi (89. Portillo), Silvio.

Bellinzona: Gritti; Siquera-Barros, Diana, La Rocca, Thiesson; Kasami, Edusei (72. Mangiarratti), Diarra (46. Conti), Mihoubi; Hima (46. Lima Sola); Feltscher.

Bemerkungen: Lugano ohne Preisig (gesperrt) und Renfer (verletzt). Bellinzona ohne Sermeter, Mijatovic, Ciaramitaro, Rossini und Kalu (alle verletzt). 14. Pfostenschuss von Kasami. 82. Lugano-Trainer Schällibaum auf die Tribüne verwiesen. 90. Lima Sola verletzt ausgeschieden; Bellinzona nur noch zu zehnt. Verwarnungen: 4. La Rocca (Foul). 7. Silvio (Unsportlichkeit). 29. Diarra. 58. Thrier. 65. Kasami. 78. Mihoubi (alle Foul). 82. Feltscher (Unsportlichkeit). 84. Montandon. 87. Lima Sola (beide Foul).

LIVE-TICKER

mit Herbie Egli

95. Ende, Aus, Vorbei. Schiedsrichter Chirchetta pfeift das Barrage-Rückspiel ab. Bellinzona kann über den Klassenerhalt jubeln, Lugano ist enttäuscht, weil es mehr fürs Spiel machte, aber kein Tor zu stande brachte.

95. Lugano noch mit einem Latten-Kopfball. Aber auch der will nicht rein.

94. Nur noch eine Minute. Es sieht danach aus, dass Bellinzona in der Super League und Lugano in der Challenge League bleibt.

93. Lugano fordert nun auch noch einen Penalty, nachdem Thrier im Strafraum etwas hart angegangen worden war. Noch zwei Minuten.

93. Lugano versucht es nun meist über rechts. Bleibt aber immer hängen.

91. Noch vier Minuten. Ein Bellinzona-Spieler wurde verletzt vom Feld getragen. Weil das Auswechselkontingent erschöpft ist, muss der Super Ligist die Partie zu Zehnt fertig spielen.

90. Fünf Minuten lässt Schiedsrichter Chirchetta nachspielen. Reicht das Lugano oder kann sich Bellinzona durchmogeln?

89. Lugano wechselt zum letzten Mal. Portillo kommt für Fejzulahi.

87. Lugano muss sich nun etwas einfallen lassen. Bei diesem Spielstand ist ein Aufstieg kein Thema. Nur noch drei Minuten plus Nachspielzeit.

84. Gelb für Montandon. Der Lugano-Verteidiger wird für ein Foul bestraft.

82. Marco Schällibaum wie er leibt und lebt. Nach einem Unterbruch will er auf dem Spielfeld den Ball blockieren und löst damit wieder ein kleines Handgemenge aus. Schiedsrichter Chirchetta schickt ihn auf die Tribüne.

80. Bellinzona im Moment nur zu Zehnt. Kasami muss nach einem Foul mit der Bahre vom Platz getragen werden.

78. Bellinzonas Mihoubi kassiert nach einem Foul Gelb.

75. Noch eine Viertelstunde. Lugano ist bemüht, das nötige 1:0 zu schiessen - agiert im Abschluss aber zu kompliziert. Bellinzona kann sich bei Goalie Gritti bedanken, dass es immer noch 0:0 steht. Vom Super Ligisten sieht man praktisch keine Torchancen.

74. Auswechslung Lugano. Feussi erbt den Platz von Martins.

72. Letzer Wechsel bei Bellinzona. Mangiarratti kommt für Edusei.

70. Sivio mit einer weiteren guten Chance für den Unterklassigen. Statt zu schiessen, legt er den Ball mit dem Absatz jedoch zurück. Doch es ist kein Teamkollege zur Stelle.

66. Luganos Da Silva mit einem guten Weitschuss. Gritti kann mit den Fäusten parieren.

65. Gelbe Karte gegen Bellinzonas Kasami.

64. Erster Wechsel bei Lugano. Doudin kommt für Basic.

61. Fejzulahi mit dem Führungstreffer auf dem Fuss. Der Lugano-Angreifer ist von einem Prellball allerdings überrascht und scheitert an Bellinzona-Goalie Gritti.

59. Gelbe Karte für Luganos Thrier nach einem Foul.

55. Bellinzona-Goalie Gritti eilt aus seinem Tor und kommt mit den Fäusten hauchdünn vor Da Silvas Kopf an den Ball.

53. Lugano bringt auch in der zweiten Halbzeit teils gefährliche Angriffe über die Seiten. Zum gewünschten Torerfolg haben diese aber immer noch nicht geführt. Bellinzona verteidigt clever und kann den Unterklassigen in Schach halten.

46. Bellinzona versuchts in der zweiten Halbzeit mit zwei neuen Spielern. Lima kommt für Hima und Conti für Diarra.

46. Weiter gehts im Tessin. Die zweite Halbzeit des Barrage-Rückspiels Lugano - Bellinzona hat begonnen.

45. Schiedsrichter Chirchetta pfeift zur Pause. Lugano hatte in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel und suchte den Führungstreffer. Gefallen ist er aber nicht und bei diesem Spielstand müsste Lugano auch nächste Saison in der Challenge League spielen. Bellinzona hätte mit einem 0:0 den Verbleib in der Super League gesichert. Noch sind aber 45 Minuten zu spielen und ein 1:0 für Lugano würde die ganze Situation auf den Kopf stellen.

40. Noch fünf Minuten in der ersten Halbzeit. Das Spiel plätschert seit längerem hin und her - Torchancen sind Mangelware.

36. Bellinzona-Trainer Morinini hat bereits zwei Spieler zum Einlaufen geschickt. Das bei dieser Hitze.

33. Die Emotionen kommen das erste Mal hoch. Nach einem Gerangel auf dem Feld muss Interim-Lugano-Trainer Marco Schällibaum sogar einen seiner Spieler vom Feld holen, um ihn zu beruhigen.

30. Gelb für Bellinzonas Diarra nach einem sehr harten Foul an da Silva.

23. Kuriose Szene am Rand. Ein Stadion-Angestellter spritzt die Fans mit einem Wasserschlauch ab. Diese geniessen das kühle Nass bei Temperaturen um 30 Grad.

22. Wieder ist es Silvio, der Bellinzonas Abwehr beunruhigt. Dieses Mal scheitert der Brasilianer an Bellinzona-Goalie Gritti.

20. Silvio mit einer guten Chance für Lugano. Er verzieht jedoch von der Strafraumgrenze aus.

14. Pfostenschuss für Bellinzona. Kasami haut den Ball volley ans Gehäuse. Die Flanke kam von Feltscher, der sich auf der linken Aussenbahn durchsetze.

10. Der Unterklassige Verein hat bis jetzt mehr vom Spiel. Lugano sucht das frühe 1:0.

8. Wieder Gelb. Diesmal für Luganos Silvio, der den Ball nach einer Flanke mit der Hand im Tor unter brachte.

5. Gelb für Bellinzonas La Rocca nach einem Foul an Fejzulahi.

1. Lugano gleich mit einem Freistoss aus guter Distanz von halb links. Da Silva haut den Ball aber in die Mauer.

1. Los gehts in Lugano. Schiedsrichter Claudio Chirchetta hat das Spiel freigegeben.

- Heiss ist nicht nur das Tessiner Derby, sondern auch die Temperatur im Cornaredo-Stadion in Lugano. 28 Grad Celsius zeigt das Thermometer beim letzten Spiel der Saison 09/10.

Vor dem Spiel

Das entscheidende Tor fiel im Hinspiel vom Freitag erst in der Nachspielzeit. Bellinzonas Frank Feltscher erzielte das 2:1 für den Super-League-Vertreter.

Damit ist Bellinzona im heutigen Rückspiel leicht im Vorteil. Doch Achtung: Dem Challenge-League-Zweiten Lugano reicht aufgrund der Auswärtstorregel ein 1:0-Sieg vor eigenem Publikum. Hochspannung ist also garantiert.

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