Ben Becker: Notarztwagen ins Hospital
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Ben Becker: Notarztwagen ins Hospital

Das Fernseh-Rauhbein Ben Becker musste im Notarztwagen in ein Berliner Krankenhaus eingeliefert werden. Der Schauspieler wurde in seiner Wohnung leblos aufgefunden und musste reanimiert werden. Waren Drogen der Auslöser?

Der Theater- und Fernseh-Schauspieler ringt im Spital mit dem Tod, berichtete die «Berliner Morgenpost» heute Morgen. Er sei leblos in seiner Wohnung gefunden, reanimiert und eingeliefert worden. Die Berliner Polizei teilte auf Anfrage von 20 Minuten mit, es habe sich um einen Rettungseinsatz der Feuerwehr gehandelt und dass sie mit dem Fall nichts zu tun habe.

Das deutsche Hauptstadt-Blatt schreibt dagegen, bei dem 42-Jährigen sei Spritzbesteck gefunden worden. Die Kriminalpolizei soll jetzt ermitteln. Seine Sprecherin befindet sich zur Zeit auf dem Weg in das Berliner Krankenhaus. Sie habe die schlechte Neuigkeit durch die Presse erfahren und müsse sich erst selbst ein Bild machen. Inzwischen wurde mitgeteilt, der Künstler schwebe nicht mehr in Lebensgefahr.

Ehrlicher Charakterkopf

Der Charakterdarsteller hat sich für die Presse niemals verstellt. «Viele Künstler graben nach dem Abgrund, um zu sehen, wie das ist. Ich möchte das nicht missen. Die Abgründe sind manchmal das Schönste», sagte er unlängst in einem Interview mit dem deutschen Magazin «Bunte». Zuletzt geriet er in die Negativ-Schlagzeilen, als er vor rund einem Jahr wegen Körperverletzung angezeigt worden war.

Aufsehen erregte er, als er einem deutschen Politiker in einer Talkshow Haschisch anbot. Der Moderator fragte den FDP-Mann, ob er als Jugendlicher Drogen genommen hätte. Der habe «das so was von vehement verneint, dass ich ihm total spontan einen Pickel überreicht habe. Und da gab es dann auch wieder Ärger. Ich habe eine Anzeige bekommen: Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die wollten sogar meine Wohnung durchsuchen.»

Vom Rebell zum Familienvater

Ben Becker gehört zu den bekanntesten jüngeren Film-, Fernseh- und Theaterschauspielern Deutschlands. Zu seinen wichtigsten Filmen zählen «Schlafes Bruder», «Comedian Harmonists» und «Sass». Auf der Bühne erntete er unter anderem als Franz Biberkopf in «Berlin Alexanderplatz» Lob. Als Sänger und Rezitator machte sich Becker, dessen Markenzeichen seine Bass-Stimme ist, ebenfalls einen Namen.

Der Schauspieler Otto Sander ist sein Ziehvater, Meret Becker seine Schwester. In Berlin versuchte sich der gebürtige Bremer auch als Gastronom, in der Kneipe «Trompete» am Lützowplatz. Zu seinen jüngsten Projekten gehört die Show «Die Bibel - Eine gesprochene Symphonie», die am 12. Oktober im Berliner Tempodrom uraufgeführt werden soll.

Becker spielte oft rebellische Typen oder Aussenseiter. Früher kokettierte er mit seinem Image als Draufgänger. Mittlerweile ist Becker selbst Familienvater und gibt sich ruhiger. 2005 sagte Becker in einem Interview: «Das, was wirklich kickt, ist das, was man macht. Was man nicht macht, passiert nicht. Da hilft kein Kiffen, kein Trinken, nichts.» (sda)

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