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EM-QualifikationsspielBenaglio rückt heute ein – aber spielt er auch?

Wie schlimm ist die Verletzung von Diego Benaglio (27)? Die Fussball-Schweiz bangt vier Tage vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Montenegro um ihren Goalie.

von
Sandro Compagno/Andy Huber

Passiert ist es am Samstag in der Bundes­liga-Partie gegen Mönchengladbach (1:1) nach einer Stunde Spielzeit: Bei einem Abschlag spürt Benaglio einen Schmerz in der rechten Leiste. Erst lässt er sich pflegen, doch einige Minuten später ist der Arbeitstag des Torhüters des VfL Wolfsburg zu Ende – sein Lands- und Ersatzmann Marwin Hitz ersetzt ihn für die restlichen 22 Minuten. «Es hat in der Leiste gezwickt», erzählte Benaglio gestern gegenüber 20 Mi­nuten. Eine genauere Diagnose konnte er nicht machen: «Ich hatte noch nie eine Verletzung an der Leiste. Darum habe ich auch keine Ahnung, was los ist.» Benaglio hofft, dass es sich lediglich um eine Muskel­verhärtung handelt.

Gestern ist er in die Schweiz gereist, wo er sich heute Morgen in Bern bei Nati-Doc Dr. Cuno Wetzel untersuchen lässt. Geplant ist, dass Benaglio anschliessend mit der Mannschaft im Panorama Resort & Spa in Feusisberg einrückt: «Ich werde alles daran setzen, um am Freitag einsatzfähig zu sein.»

Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld hat für die wegweisenden Spiele am Freitag in Montenegro und am kommenden Dienstag gegen Wales drei Goalies aufgeboten: Neben Benaglio auch Marco Wölfli (YB) und Germano Vailati (St. Gallen). Der Coach will erst die Diagnose von Dr. Cuno Wetzel abwarten, ehe er sich zu einer allfälligen Nachnomination äussert. Sollte Benaglio ausfallen, wird Marco Wölfli (28) zu seinem siebten Länderspiel kommen. Seinen letzten Nati-Ernstkampf bestritt der YB-Goalie am 14. Oktober 2009 in der WM-Qualifikation gegen Israel (0:0). Er bewies, dass auf ihn Verlass ist.

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