Zeit wird knapp: Benaglio wird nicht fit gespritzt

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Zeit wird knappBenaglio wird nicht fit gespritzt

Diego Benaglio war beim ersten Training in Montenegro der einzige Abwesende. Er mache Fortschritte, aber aus Teamarzt Cuno Wetzel spricht kein Optimismus.

Reto Fehr
Podgorica
von
Reto Fehr
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Cuno Wetzel über Diego Benaglio.

«Er hat heute seine Therapie weitergeführt. Am Nachmittag sass er auf dem Velo», erklärt Nati-Arzt Cuno Wetzel nach dem ersten Training in Podgorica zum Stand der Dinge betreffend Diego Benaglio. Es gehe ein bisschen besser, «aber der grosse Quantensprung ist noch nicht passiert».

Ob die Schweizer Nummer 1 am Freitag beim kapitalen Match im Tor steht, wird sich wohl schon am Donnerstag entscheiden. «Morgen müsste er trainieren, wenn er spielen will», so Wetzel. Die Einsatzchancen in Prozent wollte er nicht nennen. Man müsse schauen, wie sich alles entwickelt. Aber: «Wir müssen davon ausgehen, dass es sich nicht bis 100 Prozent verbessert», erklärt der Arzt. Der Wolfsburg-Keeper könnte trotzdem im Tor stehen: «Er muss medizinisch beschwerdefrei sein, dann muss der Trainer entscheiden.» Was auch immer «medizinisch beschwerdefrei» bedeuten mag. Ausschliessen konnte Wetzel eines: Fit gespritzt wird der Goalie nicht.

Sutter rechts Hinten, Stocker im Mittelfeld

Während der rund 90-minütigen Übungseinheit im Trainingszentrum des Verbandes in Podgorica fehlte sonst kein Spieler. Schwegler, Streller, Ziegler und Barnetta – welche das Abschlusstraining in Freienbach nicht mitmachten – standen alle auf dem Feld. Taktisch liess Hitzfeld Scott Sutter als rechten Verteidiger bei allen Übungen spielen. Im linken Mittelfeld schaute er sich Valentin Stocker an. Möglich also, dass der «Basler Block» mit Stocker, Shaqiri, Frei und Streller für Torgefahr sorgen soll.

Shaqiri vor Montenegro

Das Training liessen sich viele Montenegriner nicht entgehen. Sie füllten - neben tausenden von Mücken - die kleine Tribüne einigermassen und konnten es bei Fehlern nicht unterlassen, diese zu beklatschen. Das Terrain war allerdings auch schwer zu bespielen: «Es war extrem rutschig heute», urteilte Pirmin Schwegler nach der Übungseinheit.

Gelson und Sutter vor dem Montenegro-Spiel

Impressionen vom ersten Training in Montenegro

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