Medienkonferenz: Benaglio: «Zubi hat mir ein SMS geschickt»
Aktualisiert

MedienkonferenzBenaglio: «Zubi hat mir ein SMS geschickt»

Die Nati-Spieler sind nach dem Spanien-Triumph nicht abgehoben. Sie haben die Nacht gut verbracht und Goalie Diego Benaglio hat von Vorgänger Pascal Zuberbühler eine Gratulation erhalten.

von
Herbie Egli

Diego Benaglio über Zubis Glückwunsch. (Video: SF)

Nach einem solchen Triumph wie gegen Spanien lässt es sich natürlich besser vor die internationale Presse treten, als wenn man eine Niederlage kassiert hätte. Das sah man Diego Benaglio deutlich an, auch wenn er wegen der drei Punkte aus dem Startspiel nicht abhebt und schon nach vorne auf das Chile-Spiel schaut. «Es ist wichtig, dass wir gut regenieren. Wir müssen unsere Fitness wieder zurückkriegen, um auf den Punkt bereit zu sein. Wir dürfen nicht allzu euphorisch sein. Die drei Punkte gegen Spanien helfen nur, wenn wir weiter vorlegen. Wir müssen gegen Chile wieder genau gleich auftreten wie gegen Spanien.»

Benaglios sehr gute Leistung gegen die Stürmer aus dem Europameister-Team entging auch seinem Nati-Vorgänger Pascal Zuberbühler nicht. Er hatte vor vier Jahren an der WM in Deutschland noch im Tor gestanden und keinen Treffer kassiert. Zuberbühler gratulierte seinem Nachfolger dann auch prompt zur Leistung. «Zubi hat mir ein SMS geschickt, was mich sehr gefreut hat. Aber über solche Serien mache ich mir keine Gedanken.»

Fernandes schiesst die Schweiz ins Glück

LIVE-TICKER

- Die Pressekonferenz mit Blaise Nkufo und vorher Diego Benaglio ist beendet. Danke fürs Reinklicken.

- Nkufo: Ja, natürlich. Die Kameras sind nun noch mehr auf uns gerichtet. Wir haben aber noch nichts gewonnen.

- Frage: Mit dem Sieg gegen Spanien haben Sie gute Werbung für die Schweiz gemacht.

- Nkufo: Es war alles gut organisiert und ich habe so geschlafen wie immer nach einem Spiel. Nach einem Sieg gegen Spanien lebt man aber immer besser.

- Frage: Wie haben Sie die Nacht erlebt?

- Benaglio verlässt nun die Bühne und macht Blaise Nkufo Platz. Er wird aber nur französische Fragen beantworten.

- Benaglio: Zubi hat mir ein SMS geschickt, was mich sehr gefreut hat. Aber über solche Serien mache ich mir keine Gedanken.

- Frage: Die Schweiz hat seit der WM 2006 kein Tor kassiert. Hat Ihnen Ex-Nati-Goalie Pascal Zuberbühler gratuliert?

- Benaglio: Es ist wichtig, dass wir gut regenieren. Wir müssen die Fitness wiederherstellen, um auf den Punkt bereit zu sein. Wir dürfen nicht allzu euphorisch sein. Die drei Punkte gegen Spanien helfen nur, wenn wir weiter vorlegen. Wir müssen gegen Chile wieder genau gleich auftreten wie gegen Spanien.

- Frage: Was ist nun für das Chile-Spiel wichtig?

- Benaglio: Wir haben gehört, dass in der Heimat gross gefeiert wurde. Es liegt an uns, mit guten Resultaten dazu beizutragen.

- Frage: Wird mit dem Sieg eine richtige Euphoriewelle losgetreten?

- Benaglio: Natürlich hat das geholfen. Auch die EM 2008 brachte was. Das waren Vorteile für die jetzige Endrunde.

- Frage: 2006 waren sie als 3. Goalie dabei. Hat das geholfen?

- Benaglio: Als der Schuss in der 95. Minute darüber ging dachte ich, jetzt reichts.

- Frage: Gibt es einen besonderen Moment aus dem Spiel, als Sie dachten, jetzt schaffen wir es?

- Benaglio: Nein, gab es nicht. Wir haben etwas grossartiges erreicht, aber die WM dauert noch an.

- Frage: Gabs Champagner oder Tänze im Flugzeug?

- Benaglio: Habe mich versucht, auf das Spiel zu konzentrieren und das rundherum auszublenden. Eigentlich so wie immer.

- Frage: Wie bleibt man 90 Minuten so ruhig wie gestern?

- Benaglio: Nichts spezielles. Wir sind zurück geflogen und haben hier noch etwas gegessen. Die meisten haben gut geschlafen.

- Frage: Was haben Sie in der Nacht erlebt?

- Auf dem internationalen Podium nimmt Diego Benaglio Platz. Gelson Fernandes, Gökhan Inler und Blaise Nkufo sitzen an Neben-Schauplätzen.

- Die Akteure betreten den Medien-Saal.

- Der Schweizer Sieg gegen Spanien hat das Medien-Interesse steigen lassen. Im Nati-Camp in Vanderbijlpark sind nebst den Schweizer Journalisten auch viele ausländische Berufskollegen auszumachen.

Vor der Pressekonferenz

Heroisch, geschichtsträchtig - man findet nach dem 1:0-Sieg der Schweizer gegen den Europameister Spanien gar nicht genug Superlative. Die Beteiligten selbst müssen jedoch auf dem Boden bleiben, weil das Turnier weiter geht. Am nächsten Montag muss gegen Chile im zweiten Gruppenspiel ebenfalls nochmals ein Erfolg her. Sonst nützt der Spanien-Sieg am Schluss vielleicht doch nichts.

Wie die Spieler mit all dem umgehen und wie sie die Nacht nach dem historischen Triumph erlebt haben, werden einige Akteure an der Medienkonferenz ab 13.30 Uhr im Nati-Camp in Vanderbijlpark erzählen. 20 Minuten Online berichtet live.

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