Kinostarts November 2021 – Benedict Cumberbatch rechnet mit toxischer Männlichkeit ab
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Kinostarts November 2021Benedict Cumberbatch rechnet mit toxischer Männlichkeit ab

Der Schauspieler holte sich bei seiner Rolle in «The Power of the Dog» eine Nikotinvergiftung, Emma Mackey spielt die grosse Liebe von Gustave Eiffel – und weitere Filme, die neu im Kino laufen.

von
Alisa Fäh

Der Trailer zu «The Power of the Dog».

Ascot Elite

Darum gehts

  • Hier gibts die spannendsten Kinostarts der Woche auf einen Blick.

  • Benedict Cumberbatch spielt einen Macho-Cowboy.

  • Die Geschichte um den Eiffelturm wird neu erzählt.

  • Ein Drama zeigt, wie es ist, für seine Sexualität hinter Gitter zu kommen.

  • In einem Schweizer Dokfilm porträtieren sechs Regisseurinnen sechs Frauen.

«The Power of the Dog»

Es dürfte Benedict Cumberbatchs unsympathischste Rolle sein: Als Cowboy Phil ist er schroff, arrogant und unterdrückt seine Emotionen. Gemeinsam mit seinem Bruder George (Jesse Plemons) kümmert er sich 1925 um die Familien-Ranch. Dabei wird George immer wieder von ihm tyrannisiert.
Dass George die verwitwete Rose (Kirsten Dunst) heiratet und sie mit ihrem Sohn Peter (Kodi Smit-McPhee) auf die Ranch zieht, missfällt Phil – er will ihnen das Leben schwer machen.

Arten von Männlichkeit

Regisseurin Jane Campion stellt den klassischen Western auf den Kopf. Statt Macht und Eifersucht zu idealisieren, beleuchtet das Drama schädliche Männlichkeitsbilder.

«Phils Art von Männlichkeit wird in der Cowboywelt romantisiert», sagt sie zum «Hollywood Reporter». Bei «Yahoo» erklärt Campion: «Dieser Film ist ein Gefäss, um Männlichkeit in dieser Welt neu zu denken.»

Cumberbatch als Kettenraucher

«Das Tragische ist, wie er sich in die toxische Männlichkeit verstrickt, die aus Angst, Bestrafung und Hass auf die Welt entsteht», sagt Cumberbatch zu «Variety» über Phil.
Der 45-Jährige hat für die Rolle gelernt, wie man einen Bullen kastriert, wie man Banjo spielt und eine Zigi einhändig dreht. «Filterlos und selbstgedreht, immer und immer wieder. Ich habe mir drei Mal eine Nikotinvergiftung zugezogen. Wenn du viel rauchen musst, ist das wirklich schrecklich», sagt er zu «Esquire».

«The Power of the Dog» startet diese Woche im Kino und wird am 1. Dezember auf Netflix veröffentlicht.

«Eiffel in Love»

Welche Inspiration steckt hinter dem Eiffelturm? Die Geschichte in «Eiffel in Love» rollt eine teilweise wahre Liebesgeschichte auf, spinnt sie weiter und unternimmt eine Zeitreise nach Paris, Ende des 19. Jahrhunderts.
Als der Ingenieur Gustave Eiffel (Romain Duris) 1889 aus New York – wo er an der Freiheitsstatue mitgearbeitet hat – zurück nach Paris kommt, fasst er einen Riesenauftrag: Er soll ein Bauwerk für die Pariser Weltausstellung entwerfen.

Alte Liebe

Zunächst fehlen ihm die Ideen, bis er auf Adrienne Bourgès (Emma Mackey) trifft. Es ist das erste Wiedersehen, nachdem die beiden vor zwanzig Jahren eine Jugendliebe teilten und sich danach aus den Augen verloren. Adrienne ist mittlerweile zwar verheiratet, trotzdem merken die beiden, dass ihre Liebe wieder aufflammt.
Hinter dem Film steckt der französische Regisseur Martin Bourboulon, der gemeinsam mit Caroline Bongrand auch am Drehbuch mitgeschrieben hat.

Der Trailer zu «Eiffel in Love».

Pathé Films

«Grosse Freiheit»

Gefühle lassen sich nicht einsperren. Erst recht nicht die Liebe – das weiss Hans (Franz Rogowski), der wegen seines Schwulseins ins Gefängnis kam.
Wir schreiben das Jahr 1968 in Deutschland, Sex mit Männern ist noch lange strafbar und Hans landet immer wieder hinter Gittern. Im Gefängnis trifft er auf Viktor (Georg Friedrich), mit dem er sich die Zelle teilen muss – und der wenig von queeren Menschen hält.

LGBTIQ: Hast du Fragen oder Probleme?

Hier findest du Hilfe:

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Du-bist-du.ch, Beratung und Information

Lilli.ch, Information und Verzeichnis von Beratungsstellen

Milchjugend, Übersicht von Jugendgruppen

Elternberatung, Tel. 058 261 61 61

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Der Trailer zu «Grosse Freiheit».

Filmcoopi

«Les Nouvelles Èves»

Sechs Filmemacherinnen porträtieren gemeinsam sechs Frauen in der Schweiz: Im Juni 2020 haben die Dreharbeiten begonnen, ein Jahr nach dem nationalen Frauenstreik.
Der Dokfilm erforscht, was die Protagonistinnen umtreibt: Mit welchen Hürden werden sie konfrontiert, was prägt ihren Alltag? Die Frauen fordern Rollenzuschreibungen heraus, sprengen Klischees und haben eine Kraft, die ansteckt.

Der Trailer zu «Les Nouvelles Èves».

First Hand

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