Aktualisiert 20.04.2005 12:21

Benedikt XVI. beruft sich auf das Konzil

Papst Benedikt XVI. hat in einer programmatischen Predigt angekündigt, die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils voranzutreiben und für die Einheit aller Christen arbeiten zu wollen.

In seiner ersten Messe als Papst sagte der frühere Kardinal Joseph Ratzinger am Mittwoch in der Sixtinischen Kapelle, für seine «Hauptaufgabe», der Vereinigung aller Christen, reiche der Wunsch dazu alleine nicht aus. «Konkrete Taten, die die Seelen erreichen und die Gemüter bewegen werden gebraucht», sagte er.

In seiner Predigt erwähnte der neue Papst mehrmals seinen Vorgänger, zu dessen engsten Vertrauten er gehörte. Er werde eng der Spur des am 2. April verstorbenen Johannes Pauls II. folgen. Er wolle einen «offenen und ernsthaften Dialog» mit anderen Religionen beginnen und alles in seiner Macht stehende versuchen, um die Sache der Ökumene zu verbessern.

Bei der Absicht, das mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil von 1962 bis 1965 abgeschlossene Reformwerk fortzusetzen, berief sich Benedikt ausdrücklich auf den letzten Willen Johannes Pauls. «Auch ich bekräftige die entschiedene Bereitschaft, das Zweite Vatikanische Konzil weiter auszuführen, in der Tradition meiner Vorgänger und der getreuen Kontinuität der 2000-jährigen Tradition der Kirche», sagte er.

Zu Beginn der Messe hatte sich Benedikt demütig als unzulänglich bezeichnet, die Verantwortung zu tragen. Er sei Gott aber zugleich dankbar, zu diesem Amt gewählt worden zu sein. In der Sixtinische Kapelle wurde er am Dienstag zum 265. Papst gewählt. (dapd)

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