Aktualisiert 02.11.2011 08:40

Granit Xhaka

«Benfica ist kein Team aus der Super League»

Der FC Basel möchte sich heute bei Benfica Lissabon für die 0:2-Niederlage zuhause revanchieren. Granit Xhaka erzählt im Interview, wie der FCB und er die Bilanz gegen südländische Teams aufpolieren wollen.

von
Eva Tedesco, Lissabon
Kann Granit Xhaka mit dem FCB gegen Benfica Lissabon überzeugen? (Bild: Keystone/AP)

Kann Granit Xhaka mit dem FCB gegen Benfica Lissabon überzeugen? (Bild: Keystone/AP)

Am 4. Spieltag in der Champions-League-Gruppenphase muss der FC Basel heute in Lissabon zum Rückspiel gegen Benfica Lissabon antreten und die 0:2-Heimpleite ausmerzen. Kein leichtes Unterfangen für Rotblau. Granit Xhaka gibt sich rund 24 Stunden vor Kickoff im «Stadion des Lichts» zuversichtlich.

Granit Xhaka, nach dem starken Start in die Gruppenphase mit einem Sieg gegen Galati und dem sensationellen Remis gegen Manchester United kam der 0:2-Dämpfer vor zwei Wochen zu Hause gegen Benfica. Kann der FCB in Lissabon das «Wunder von Manchester» wiederholen?

Die Erwartungshaltung vor dem Heimspiel gegen Benfica war hoch, aber wir sind immer noch der «kleine» FCB und Benfica kein Team aus der Super League. Wahrscheinlich verlieren wir neun von zehn Spielen gegen Manchester, aber wenn es nun gegen Benfica ein zweites Mal klappt – umso schöner. Benfica, das wissen wir, ist ein Traditionsverein, der unzählige Titel in Portugal gesammelt hat, da kann man nicht erwarten, dass der FCB kommt, Benfica 3:0 wegputzt und wieder nach Hause reist. Aber wir sind auch nicht gekommen, um zu verlieren. Wir wissen, was wir können.

Dann bleibt der Platz 2, der für die Achtelfinal-Qualifikation notwendig ist, weiter das Ziel?

Unser Ziel war immer der dritte Gruppenplatz, der uns das Überwintern in Europa möglich macht. Wenn es für den zweiten Rang noch reicht, haben wir eine sehr gute Leistung geschafft, aber im Vordergrund ist und bleibt die Meisterschaft – das ist wirklich wichtig.

Die Bilanz der Basler gegen portugiesische Teams (7 Spiele, nur ein Sieg, Anmerk. d. Red.) stimmt nicht optimistisch. Was muss man gegenüber dem Heimspiel besser machen?

Spiele gegen spanische und portugiesische Mannschaften sind immer schwierig. Man hat in Basel gesehen, dass Benfica eine spielstarke, in der Offensive clevere Mannschaft ist, die sehr schnelle Individualisten in ihren Reihen hat. Aber wir haben gezeigt, dass wir mithalten können. Das erste Tor war wirklich gut herausgespielt, dass muss man einfach so anerkennen. Das 0:2 fiel unglücklich nach einem Freistoss durch die Mauer und danach war das Spiel gelaufen, fertig. Wenn dieses zweite Tor nicht passiert wäre, wer weiss, vielleicht wäre dann das Spiel anders gelaufen.

Chancen konnte sich der FCB sowohl in Manchester als auch gegen Benfica genug herausspielen. Lag es an der schwachen Chancenauswertung, die man sich auf diesem Niveau einfach nicht erlauben kann?

Das ist so. Wenn wir zwei Chancen in Lissabon haben und zwei Tore machen, ist alles gut (lacht). In der ersten Halbzeit haben wir gemerkt, wie schnell und spielerisch stark Benfica ist. Darauf müssen wir reagieren und heute früh Druck aufsetzen. Wir müssen versuchen, von der ersten Minute an ein Pressing aufzuziehen.

Das letzte Mal, als Sie auf ein «lateinisches» Team getroffen sind, haben Sie den U21-EM-Final gegen Spanien verloren.

Das ist so. Meine Bilanz gegen südländische Teams ist nicht sehr gut. Vielleicht ändert sich das ja heute.

Goldene Buben Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri sind für die Wahl zum «Golden Boy» nominiert. 30 Journalisten der weltweit führenden Sport-Zeitungen ermitteln aus 40 Nominierten den aktuell besten U21-Spieler der Welt. Die Auszeichnung entspricht dem «Ballon d'Or», dem Fussballer des Jahres, der jährlich von der Fifa in Zürich ausgezeichnet wird. Die Wahl findet im Dezember statt und wird zum 9. Mal durchgeführt. «Es ist eine Ehre, für so eine Auszeichnung nominiert zu sein. Für mich bedeutet das aber noch mehr Leistung und Training, um den Anforderungen auch in Zukunft gerecht zu werden», so Xhaka.

Goldene Buben Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri sind für die Wahl zum «Golden Boy» nominiert. 30 Journalisten der weltweit führenden Sport-Zeitungen ermitteln aus 40 Nominierten den aktuell besten U21-Spieler der Welt. Die Auszeichnung entspricht dem «Ballon d'Or», dem Fussballer des Jahres, der jährlich von der Fifa in Zürich ausgezeichnet wird. Die Wahl findet im Dezember statt und wird zum 9. Mal durchgeführt. «Es ist eine Ehre, für so eine Auszeichnung nominiert zu sein. Für mich bedeutet das aber noch mehr Leistung und Training, um den Anforderungen auch in Zukunft gerecht zu werden», so Xhaka.

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