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Party: ZH, Freitag 24.8.Bequem

Der Zürcher Club Q öffnet am 24. August seine neuen Pforten. Zum Konzept gehört nun auch ein erweitertes VIP-Treatment. Was das heisst? Wir haben beim frisch
eingestellten Geschäftsführer Claude Bravi nachgehakt.

Claude, was dürfen die Clubgänger im neuen Q erwarten?

Claude: Wir wollen, dass sich die Leute in unserem Club finden und nicht anonym herumschwirren. Wir haben das Lokal in vier Zellen aufgeteilt, jede Bar hat ihren eigenen Namen – das macht es übersichtlicher. Du kannst deine Clubfamilie also jederzeit finden.

Eine dieser Familien sind die VIPs – es scheint, als hättet ihr auf diese besonders viel Wert gelegt …

Claude: Das stimmt so nicht. Es geht um das ganze Konzept. Aber der VIP-Bereich war immer schon ein wichtiger Teil des Q, der lief gut. Aber wir wollen es noch besser machen.

Was heisst das?

Claude: Unsere VIPs bekommen einen eigenen Eingang, eine eigene Toilette und einen eigenen Empfang. So wie es in Clubs in New York oder London die Regel ist. Guck dir mal das Fabric in London an – das ist ein ziemlich undergroundiger Club, der aber auch Leute anzieht, die speziell behandelt werden wollen.

Zürich ist nicht London – wer sind denn die VIPs, die zu euch kommen? Die üblichen Verdächtigen?

Claude: Warum nicht? Melanie Winiger war schon bei uns, Baschi kommt ab und zu. Auch die Medienleute spielen eine wichtige Rolle – und natürlich unsere Members.

Was unterscheidet euch da noch von Clubs wie dem Indochine oder dem St. Germain?

Claude: Diese Clubs sind viel kleiner als wir und voll auf dieses Publikum ausgerichtet. Wir wollen mit dem neuen Micro – also unserem VIP-Bereich – aber auch die Alternativszene ansprechen. Künstler, Szeneleute, die sich dort treffen und vernetzen; Leute über dreissig, die ein cooles Umfeld suchen, aber keine Lust mehr haben, im Gedränge zu stehen.

Und die ein gutes Portemonnaie haben …

Claude: Also bitte, natürlich. Wir können doch nicht so ein Konzept aufbauen und kein Geld verdienen wollen. Klar möchten wir Leute im Club haben, die konsumieren.

Nicht gerade selten werden in diesen Kreisen auch Drogen wie Kokain konsumiert. Wie wollt ihr damit umgehen?

Claude: Wir sind Mitglied im Verein Safer Clubbing, der zur Qualitätssicherung in den Clubs beiträgt, und setzen die dort geforderten Richtlinien gezielt um.

Also, was macht ihr konkret, wenn ihr jemanden auf dem Klo mit Koks erwischt?

Claude: Eine unserer Hausregeln ist, dass wir es nicht tolerieren, wenn unsere Gäste zu zweit auf die Toilette gehen. Das haben wir auch ausgeschrieben. Also gehen die Leute allein aufs Klo, und dabei können wir sie ja schlecht kontrollieren.

Zu guter Letzt: Was wird das neue Q den Normalos bieten?

Claude: Erst mal wollen wir, dass unsere Security-Leute freundlicher werden, auch wenn Problemfälle auftauchen. Wir können die Leute durch das Zwei-Tür-System schneller reinlassen. Und der VIP-Bereich ist ja auch nicht hermetisch abgeriegelt, da ist keine Mauer! Wir wollen, dass sich die Leute untereinander kennenlernen. DJ Gogo, René Götz und Rover Schudel, unsere bekannten Q-Oberhäupter, Laurence Desarzens, die neu das Konzertmanagement macht, und auch ich werden einen Haufen interessanter Leute in den Club bringen. Es wird für alle eine neue Dynamik entstehen.

Club Q:

Claude Bravi, der auch als A&R-Manager für den Musikvertrieb Schweiz arbeitet, wird als Geschäftsführer des Club Q den Owner Circle von DJ Gogo, René Götz und Rover Schudel unterstützen.

Mit dem Umbau setzt das Q auch auf eine musikalische Neuausrichtung: Laurence Desarzens, die bisher für das Booking im Moods zuständig war, übernimmt das Konzertmanagement und plant unter der Woche Live-Konzerte im Bereich Hip-Hop und Elektro-Rock. Der Freitagabend läuft neu unter dem Motto: «Underground Chic!», womit die lokale Szene angesprochen werden soll. Zu erwarten sind DJs und Labels wie Kalabrese, Luciano, Cadenza und Conâisseur. Der Samstagabend ist dann der internationalen House-Szene und globalen Star-DJs gewidmet.

New Opening Friday im Q, 24. August, 22 Uhr, Club Q, Zürich.

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