Berauschendes «Strandgut» in Griechenland
Aktualisiert

Berauschendes «Strandgut» in Griechenland

In Westgriechenland und auf der Mittelmeerinsel Kreta wird seit Anfang Juni fast jeden Tag in Plastiktüten verpacktes Haschisch an Land gespült. Nahe der Stadt Chania auf Kreta wurden insgesamt 50 Kilogramm Haschisch am Strand entdeckt.

Am Sonntag waren weitere 15 Packungen mit jeweils 35 Kilo Haschisch bei Chania gefunden worden, wie die griechische Polizei am Montag mitteilte.

Zahlreiche Beutel sind nach Medienberichten auch an die Küsten im Südwesten der Halbinsel Peloponnes sowie zahlreiche Strände der Insel Zakynthos geschwemmt worden. Seit dem 1. Juni seien dort mindestens 400 Kilogramm Haschisch an Land gespült worden.

Die Polizei vermutet, dass Schmuggler kurz vor einer Kontrolle das Rauschgift über Bord geworfen haben. Von den Tätern fehlt jede Spur. Das Ionische Meer ist eine der Routen, auf denen Haschisch aus Albanien nach Griechenland transportiert wird.

Seit Mai vergangenen Jahres wurden nach offiziellen Angaben entlang der albanisch-griechischen Grenze und im Ionischen Meer rund 2,6 Tonnen Haschisch sichergestellt. Der Schwarzmarkt-Wert wird insgesamt auf mindestens 1,4 Millionen Euro (2,3 Millionen Franken) geschätzt.

(sda)

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