England-Hype um EM-Final - Bereits acht Millionen Engländer haben wegen EM-Final frei genommen
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England-Hype um EM-FinalBereits acht Millionen Engländer haben wegen EM-Final frei genommen

Wenn die Three Lions am Sonntag Geschichte schreiben, steht England Kopf. Für diesen Fall haben schon Millionen Arbeitnehmer freigenommen und Schulen verschieben ihren Start.

von
Sophie Klein
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Dieses Team könnte am Sonntag im Wembley-Stadion Geschichte schreiben.

Dieses Team könnte am Sonntag im Wembley-Stadion Geschichte schreiben.

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Erstmals überhaupt stehen die Engländer im Final einer Europameisterschaft.

Erstmals überhaupt stehen die Engländer im Final einer Europameisterschaft.

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Der letzte Titel liegt für die englische Nationalmannschaft bereits 55 Jahre zurück.

Der letzte Titel liegt für die englische Nationalmannschaft bereits 55 Jahre zurück.

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Darum gehts

  • Am 11. Juli findet der EM-Final zwischen England und Italien im Londoner Wembley-Stadion statt.

  • Die Three Lions stehen erstmals in einem EM-Final.

  • Es ist ein historisches Ereignis mit besonderem Wert für Gross und Klein.

Ekstase pur in England nach dem umstrittenen 2:1-Sieg gegen Dänemark und dem damit verbundenen Einzug in den EM-Final. Zum ersten Mal seit 55 Jahren hat die englische Nationalmannschaft wieder die Chance auf einen internationalen Titel. Nach dem WM-Erfolg von 1966 könnte dies der erste EM-Titel der Geschichte werden.

Regierung denkt nach Sieg über den 12. Juli als Feiertag nach

Sollten die «Three Lions» gewinnen, soll der Tag nach dem Spiel für immer in Erinnerung bleiben. Englische Fans brachten eine Petition in Umlauf, die bereits über 240’000 Unterschriften sammeln konnte. Sie plädieren in dem Schreiben dafür, den 12. Juli nach einem allfälligen EM-Sieg als Feiertag aufzunehmen. Dieser Wunsch drang bereits bis zu Premierminister Boris Johnson vor. Ein Sprecher Johnsons teilte mit, dass er zwar «dem Ergebnis des Spiels am Sonntag nicht vorgreifen möchte, aber natürlich wollen wir, dass England den Final gewinnt. Dann werden wir unsere Pläne zu gegebener Zeit darlegen.»

Unabhängig von der Feiertagsthematik hat die Regierung bereits an alle Arbeitgeber, die es sich leisten können, appelliert, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Montag freizustellen, wann sie anfangen möchten zu arbeiten, oder ihnen sogar frei zu geben. Dieser Aufforderung folgen bereits Millionen von Menschen, wie die «Sun» berichtet. Acht Millionen Arbeitnehmer hätten sich den Montag schon gesichert und freigenommen.

Tolle Geste der Rossmere Primary School

Die Aufregung um den EM-Final und den 12. Juli hat derweil auch die Schulen erreicht. Die Rossmere Primary School wurde etwa durch einen Facebook-Post an die Eltern europaweit berühmt. Sie verlegt den Schulstart am Montag nach dem Final um zwei Stunden nach hinten, für die Kinder, die sich den Final anschauen möchten. Die Kinder müssen erst um spätestens 10.30 Uhr im Kindergarten sein – «wir möchten erholte Kinder in der Schule, die bereit sind zum Lernen und nicht solche, die den ganzen Tag abwesend und launisch sind.»

Die Schulleitung bittet die Eltern sogar, ihren Kindern im Rahmen des EM-Finals entsprechende Werte zu vermitteln. Hierzu zählt zum Beispiel die Wichtigkeit der Nationalhymne, der Nationalstolz und die Beständigkeit des Sports im Land aber auch die Verarbeitung einer möglichen Enttäuschung.

Entschluss trifft auf Kritiker

Die viral gefeierte Verlegung des Schulstarts nach dem EM-Final trifft jedoch nicht überall auf Zuspruch. So mäkelten einige, dass die Kinder doch dadurch animiert würden, nicht zur Schule zu gehen. Die Rossmere Primary School entgegnete den Kritikern Folgendes:

«Wir hatten nicht erwartet, dass dieser Beitrag so viel Interesse bekommt. Aber hier ein paar Notizen als Antwort auf die negativen Kommentare: Wir ermutigen Kinder nicht, von der Schule fernzubleiben - ganz im Gegenteil. Die Kinder kommen etwas später zur Schule, sind dann aber bereit und fit, den Unterrichtsstoff aufzunehmen. Zudem wurde die Ausbildung und Lebenserfahrungen aller Kinder in den letzten 16 Monaten geschädigt. Die Aufgabe der Schulen besteht darin, Kindern die bestmöglichen Erfahrungen zu geben, die ihnen in ihrer Ausbildung helfen. Und dies ist eine Veranstaltung von Nationalstolz und für uns so ein wichtiger Lehrpunkt, dass wir wollen, dass die Kinder dabei sind.»

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