Bereits ein Toter durch Sturm Gamma in der Karibik
Aktualisiert

Bereits ein Toter durch Sturm Gamma in der Karibik

Der bereits 23. Tropensturm der Saison ist mit heftigen Niederschlägen über die Küste von Honduras hinweggepeitscht und rast auf Yucatan zu.

Bis Samstagmorgen hat er einem Menschen das Leben gekostet, vier Personen werden vermisst.

Tausende mussten am Freitagabend in Sicherheit gebracht werden. Strassen wurden überschwemmt und einzelne Gebiete von der Aussenwelt abgeschnitten.

Es wurde damit gerechnet, dass der Sturm in den kommenden Tagen den gleichen Weg wie bereits Hurrikan Wilma einschlagen und sich in der nächsten Woche dem US-Bundesstaat Florida nähern würde.

In den kommenden 24 Stunden werde «Gamma» voraussichtlich weiter an Kraft gewinnen, teilte die US-Hurrikanwarte in Miami mit. Vermutlich werde der Sturm aber keine Hurrikan-Stärke erreichen. «Gamma» ist bereits der 23. Tropensturm der diesjährigen Saison.

«Die Situation im Norden des Landes ist Besorgnis erregend», sagte ein Sprecher des honduranischen Katastrophenschutzes. Mehr als 5000 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. In La Lima ertrank ein Mann, vier weitere wurden vermisst.

«Gamma» bewegte sich mit Böen von 70 Kilometern pro Stunde in west-nordwestliche Richtung. Die US-Hurrikanwarte erklärte, der Sturm werde zunächst Kurs nehmen auf die Küste von Belize und die mexikanische Halbinsel Yucatan.

Danach werde er voraussichtlich den Westen Kubas und den Süden Floridas ansteuern. Zuletzt hatte Hurrikan Wilma in Florida für Zerstörung gesorgt.

Im Oktober war Hurrikan «Stan» über Zentralamerika hinweggezogen und hatte bis zu 2000 Menschen getötet. Noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen vor 150 Jahren gab es so viele Hurrikans und Tropenstürme in einer Saison wie in diesem Jahr. (sda)

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