Schweinegrippe: Bereits sieben Menschen in Zürich erkrankt
Aktualisiert

SchweinegrippeBereits sieben Menschen in Zürich erkrankt

Im Kanton Zürich ist bei einem weiteren Kind die Schweinegrippe aufgetreten. Dabei handelt es sich um das Kind einer Mutter, die ebenfalls an der Schweinegrippe erkrankt war. Das Kind besuchte die Krippe in Zürich-Wipkingen, die vorsorglich schloss.

Der Befund des Zürcher Labors zum erkrankten Kind habe die Erkrankung mit der Schweinegrippe bestätigt, sagte Urs Rüegg, Sprecher der Zürcher Gesundheitsdirektion, zu einem Bericht von «Radio 24». Noch stehe die Bestätigung des nationalen Referenzzentrums in Genf aus.

Die Mutter des Kindes war in den USA gewesen. Das Kind sei bereits wieder auf dem Weg der Besserung, sagte Rüegg weiter. Generell seien die Fälle der Schweinegrippe mild abgelaufen. Niemand habe ins Spital gehen müssen. Am Freitag waren bereits zwei Fälle von Schweinegrippe bei Kleinkindern im Kanton Zürich bekannt geworden.

Damit steigt die Zahl der Schweinegrippe-Fälle im Kanton Zürich auf 7. Der neue Fall eingerechnet steckten sich vier Personen im Kanton Zürich und nicht im Ausland an. Auch im Kanton Waadt hatte sich eine Person innerhalb der Schweiz angesteckt. In allen anderen Fällen holten sich die Erkrankten die Krankheit im Ausland.

Neu 25 Fälle schweizweit

Mit dem neuen Fall im Kanton Zürich erhöht sich die Zahl der Schweinegrippe-Fälle in der Schweiz auf 25. Mehrere Verdachtsfälle stehen im Genfer Referenzlabor noch in Abklärung. Am Freitag klärte das Labor nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) noch bei 27 Fällen einen Verdacht.

(sda)

Symptome der Schweinegrippe

Die Symptome der Schweinegrippe ähneln der einer ganz normalen Grippe: Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Husten. Einige Patienten berichteten auch über Schnupfen, Halsschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Ohne Laboruntersuchung gibt es keine Gewissheit.

Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch ist sehr kurz, manchmal erkranken Infizierte schon binnen Stunden, die meisten spätestens innerhalb von drei Tagen. In dieser Zeit sind die Patienten schon ansteckend, da die Virenausscheidung über die Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raums beginnt. Diese Ausscheidung dauert in der Regel bis zu sieben Tage, bei geschwächten Menschen auch länger. (ap)

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