Grindelwald BE: Berg soll nicht nach Ueli Steck benannt werden

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Grindelwald BEBerg soll nicht nach Ueli Steck benannt werden

Aus Rücksicht auf die Angehörigen soll kein Berg nach dem verunglückten Extrem-Bergsteiger Ueli Steck benannt werden. Die Gemeinde Grindelwald sucht nach Alternativen.

von
jen

Ueli Steck wurde in Nepal eingeäschert. (Video: Tamedia/AFP)

Nach dem in Nepal verunglückten Extrem-Sportler Ueli Steck soll womöglich doch keine Bergspitze benannt werden. Das schreibt der «Blick». Die Angehörigen würden kein Interesse daran bekunden.

Der Gemeinderat von Grindelwald BE hatte im Mai die Idee, einen Gipfel umzubenennen. Das Vorhaben wurde einstimmig angenommen, unter der Voraussetzung aber, dass die Angehörigen einverstanden sind.

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Buddhistisches Kloster Tengboche: In diesem Tempel soll Ueli Steck seine letzte Ruhe finden. (Bild: nepal-dia.de)

Buddhistisches Kloster Tengboche: In diesem Tempel soll Ueli Steck seine letzte Ruhe finden. (Bild: nepal-dia.de)

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Leben am Limit: Ueli Steck portraitiert am 11. September 2015 am Fuss einer Kletterwand in Wilderswil.

Leben am Limit: Ueli Steck portraitiert am 11. September 2015 am Fuss einer Kletterwand in Wilderswil.

Keystone/Christian Beutler
Die Leiche Ueli Stecks bei der Überführung in ein Spital nach Kathmandu. (30. April 2017).

Die Leiche Ueli Stecks bei der Überführung in ein Spital nach Kathmandu. (30. April 2017).

kein Anbieter/EPA/Narendra Shrestha

Warten auf Rückmeldung

Der Gemeindepräsident Christian Anderegg (SVP) sagt nun zum «Blick»: «Wir warten immer noch auf eine definitive Rückmeldung der Angehörigen.» Es sehe aber so aus, als ob die Familie eine Bergspitze für Ueli Steck gar nicht wünschen würde.

Der Pressesprecher der Angehörigen, Andreas Bantel, sagt zur Zeitung: «Die Familie hat sich an Diskussionen dieser Art nie aktiv beteiligt. Es liegt letztlich in der Zuständigkeit der entsprechenden Behörden, über solche Fragen zu entscheiden.»

Gedenkstein oder Bänkli

Die Grindelwalder hatten bereits eine Bergspitze im Visier: Das «Hireli» (Hörnli) an der Eiger-Ostflanke. Steck stellte dort einige Rekorde auf und klettere Dutzend Male vorbei.

Nun sucht die Gemeinde auch nach Alternativen. Anderegg könnte sich etwa einen Gedenkstein oder ein Bänkli vorstellen. «Aber nur, wenn die Angehörigen das wollen», sagt er.

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