05.03.2020 10:26

Engelberg

Bergbahn lässt wegen Corona nur die Hälfte rein

Die Brunni-Bahnen reagieren, damit sich das Coronavirus weniger stark ausbreiten kann. Auch in einer Apotheke gibt es Massnahmen zum Schutz der Angestellten.

von
dag
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Die Brunni-Bahnen in Engelberg OW ergreifen Massnahmen gegen das Coronavirus: Die Luftseilbahn Engelberg-Ristis fährt nun doppelt so oft, wie bisher.

Die Brunni-Bahnen in Engelberg OW ergreifen Massnahmen gegen das Coronavirus: Die Luftseilbahn Engelberg-Ristis fährt nun doppelt so oft, wie bisher.

Brunni-Bahnen
Gleichzeitig wird die maximale Anzahl an Passagieren pro Kabine reduziert.

Gleichzeitig wird die maximale Anzahl an Passagieren pro Kabine reduziert.

Brunni-Bahnen
Zuvor lag sie bei 65 Personen, nun dürfen nur noch 30 Personen in eine Kabine einsteigen.

Zuvor lag sie bei 65 Personen, nun dürfen nur noch 30 Personen in eine Kabine einsteigen.

Brunni-Bahnen

Nun wird auf freiwilliger Basis auf die Ausbreitung des Coronavirus reagiert: So etwa bei den Brunni-Bahnen in Engelberg. Sie reduzieren die Passagierzahl in der Seilbahnkabine und desinfizieren die Handläufe und Toiletten mehrmals am Tag.

Die Luftseilbahn Engelberg-Ristis fährt dafür ab sofort doppelt so oft und gleichzeitig wird die maximale Passagierzahl pro Kabine von 65 auf 30 Personen reduziert, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde. Ausserdem stehen in allen Gäste-Toiletten Desinfektionsmittel-Spender zur Verfügung.

Das Skigebiet Brunni bleibt bis zum geplanten Saisonende am 13. April in Betrieb. Die Brunni-Bahnen weisen darauf hin, «dass frische Luft und Sonnenlicht die Ansteckungsgefahr durch Viren reduziere».

Apotheker lässt nur noch drei Personen ins Geschäft

Auch der Inhaber der Anklin Apotheke in Cham reagiert. Er hat an der Eingangstüre eine schriftliche Information angebracht, um darauf hinzuweisen, dass maximal drei Kunden gemeinsam das Geschäft betreten dürfen. Martin Affentranger, der gleichzeitig auch Präsident des Vereins Zuger Apotheken ist, begründet dies mit der Sorge um seine Mitarbeiter.

Wenn sich Patienten länger als 15 Minuten in seiner Apotheke aufhalten würden, so müsste er seine Angestellten in Quarantäne schicken, wenn sie sich näher als zwei Meter bei einer infizierten Person befunden hätten. Wie der «Bote der Urschweiz» weiter schreibt, begründet Affentranger diesen Schritt damit, dass er sich an die Falldefinition des Bundesamts für Gesundheit halten würde.

Darüber hinaus sorgt sich Affentranger auch um die Versorgung von Menschen, die in Quarantäne sind. Das Netzwerk Kiss habe bereits zugesagt, Personen zu suchen, die freiwillig Hauslieferdienste anbieten würden. Auch das Netzwerk Zuger helfen Zugern haben auf Facebook dazu aufgerufen Nachbarschaftshilfe zu leisten und für Personen, die in Quarantäne sind oder für ältere Menschen das Einkaufen zu erledigen. (dag/sda)

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