Bergbahnen: Gewinn landet in den Reserven
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Bergbahnen: Gewinn landet in den Reserven

Top-Wetter, Schnee und Geldsegen der Touristen – doch das verdiente Geld landet bei den Bergbahnen meist nur bei den Reserven.

Im November 2007 zählte das Bundesamt für Statistik in der Schweiz 1,82 Millionen Logiernächte. Im Vergleich zu 2006 ist das ein Plus von 10 Prozent. Doch damit nicht genug: 2007 verzeichnete allein der Wintersportort Engelberg-Titlis 795 000 Übernachtungen. «Zudem sind seit Beginn des Jahres 31 800 neue Buchungen eingegangen», freut sich Fredy Miller, Tourismusdirektor von Engelberg-Titlis. Thomas Bieger, Tourismusexperte der HSG St.Gallen, führt die rekordverdächtigen Zahlen auf drei Faktoren zurück: «Der Schnee ist zurückgekehrt, die Konjunktur hält an und dank dem günstigen Franken verbringen die Europäer ihre Skiferien gerne in der Schweiz.»

Doch wohin fliesst der «neue Reichtum» der Bergbahnen? «Nicht in die Modernisierung der Anlagen», sagt Bieger. Die Umrüstung von Ski- auf Sesselbahnen sei vorwiegend vollzogen. Investiert werde vorab in Beschneiungsanlagen – zudem würden die Buchhaltungsreserven aufgefüllt.

Vasilije Mustur

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