Aktualisiert 28.02.2014 12:51

Strasse verschüttet

Bergdorf von Aussenwelt abgeschnitten

Die Kälber von Bergbauer Joos dürfen noch ein paar Tage am Leben bleiben. Ein Erdrutsch auf der Kantonsstrasse nach Schuders GR blockiert den Weg zum Metzger.

von
woz

In der Gemeinde Schiers donnerten am Dienstag 150 Kubikmeter Erdmaterial ins Tal. Die Kantonsstrasse wurde verschüttet. Seither ist das zu Schiers gehörende Bergdorf Schuders von der Aussenwelt abgeschnitten.

Wer ins Dorf gelangen wolle, müsse zu Fuss über den Geröllhaufen klettern, berichtet SRF. Über das Wochenende soll das Material abgeführt werden. Mindestens bis Montag ist die Strasse geschlossen.

«Man hat uns allein gelassen»

Kritik macht sich breit im 41-Seelen-Dorf : «Man hat uns allein gelassen, nicht einmal nachgefragt, wie es uns geht hier oben, so abgeschnitten», sagt Walter Tschopp, Wirt des Berggasthofs Post, zu «Schweiz aktuell». Gemeindepräsident Christoph Jaag hat Verständnis für die Kritik. Aber: Man habe die Lage erst analysieren müssen.

Landwirt Reto Joos nimmts gelassen. Seine Kälber hätten heute Schlachttermin. Jetzt bekommen sie ein paar Tage Galgenfrist. «Damit müssen wir in einem Bergdorf halt leben, dafür haben wir ja unsere Essensvorräte», sagt er.

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