Randa VS - Bergkreuz in Walliser Alpen darf nachts nicht leuchten 
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Randa VSBergkreuz in Walliser Alpen darf nachts nicht leuchten

Der Kanton Wallis hat ein Gesuch zur Beleuchtung des Bergkreuzes oberhalb Randa VS abgelehnt. Geht es nach der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, sollen im Kanton künftig keine Kreuzbeleuchtungen mehr bewilligt werden.

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Ein Bergkreuz in den Walliser Alpen darf nachts nicht leuchten. (Symbolbild)

Ein Bergkreuz in den Walliser Alpen darf nachts nicht leuchten. (Symbolbild)

imago images/Michael Kristen
Die Baukommission folgte einem Rekurs der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. (Symbolbild)

Die Baukommission folgte einem Rekurs der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. (Symbolbild)

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Diese fürchtet negative Auswirkungen der Beleuchtung für die Tier- und Pflanzenwelt. (Symbolbild)

Diese fürchtet negative Auswirkungen der Beleuchtung für die Tier- und Pflanzenwelt. (Symbolbild)

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Darum gehts

  • Die kantonale Baukommission hat ein Gesuch abgelehnt, wonach das Bergkreuz oberhalb von Randa VS nachts beleuchtet werden darf.

  • Dies aufgrund der Lichtverschmutzung, die Flora und Fauna beeinträchtigen würde.

  • Geht es nach der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, sollen auf Kantonsgebiet künftig gar keine Kreuzbeleuchtungen mehr bewilligt werden.

Das Bergkreuz hoch über Randa VS ist in die Jahre gekommen und bedarf einer Renovation. Der Kirchenrat stellte im März 2020 einen entsprechenden Antrag bei der kantonalen Baukommission. Ausserdem wünschte man sich eine nächtliche Beleuchtung des Kreuzes. Das Antwortschreiben, das notabene erst im Frühling 2021 eintraf, sorgte bei Kirchenrat und Gemeinde für lange Gesichter: Die Renovation des Kreuzes wurde bewilligt, nicht aber die Beleuchtung, wie der «Walliser Bote» berichtet. «Wir waren völlig überrascht vom negativen Entscheid aus Sitten», sagt Frederic Imboden, Vizepräsident von Randa. Zumal im ganzen Kanton nachts unzählige Bergkreuze beleuchtet sind.

Mit ihrem Entscheid folgt die Baukommission einem Rekurs der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Infolge der Lichtverschmutzung durch die Beleuchtung würden diverse Tier- und Pflanzenarten in ihren Lebensgewohnheiten gestört, so die Begründung der Stiftung. Auch für die Baukommission ist «nicht ersichtlich, aus welchen Gründen das Interesse der Gesuchsteller an einer ­öffentlichen Beleuchtung des Holzkreuzes den öffentlichen Interessen am Schutz der Fauna vorgehen sollten», wie sie schreibt. Während der Dämmerung und in der Nacht seien die meisten Menschen zuhause, die Tiere dagegen sehr aktiv.

Landschaftsschutz: Gesuche sollen künftig abgelehnt werden

Raimund Rodewald, Geschäftsführer der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, betont, dass man lediglich bei «gewichtigen Fällen» Einsprache erhebe. Nach erfolgreichen Rekursen erwarte man aber, «dass die Baukommission ihre gängige Praxis ändert und künftig ­Gesuche zur Beleuchtung von Kreuzen im Wallis mit ähnlichen Rahmenbedingungen wie in Randa ablehnt». Wenn demnach künftige Gesuche für Beleuchtungen bewilligt würden, so Rodewald, «würde rechtsstaatlich etwas falsch laufen».

In Randa hat man die Hoffnung indes noch nicht aufgegeben. «Mit ein bisschen gesundem Menschenverstand müsste die Beleuchtung doch realisierbar sein», sagt ­Kirchenratspräsident Simon Imboden. Dies auch deshalb, weil das Kreuz nur an kirchlichen Feiertagen und bei Todesfällen leuchten solle.

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(sul)

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