Nullsternhotel: Bergün krebst zurück
Aktualisiert

NullsternhotelBergün krebst zurück

Die Gebrüder Riklin haben dem Betreiber des geplanten Nullsternhotels in Bergün ein Ultimatum gestellt. Mit Erfolg: Die Bündner krebsen nun zurück.

von
Simon Städeli
Der Geschäftsführer von Bergün Tourismus, Stefan Steiner, muss einen neuen Namen für das Hotel in Bergün suchen. Die Gebrüder Frank und Patrik Riklin(von links) haben ihm ein Ultimatum gestellt.

Der Geschäftsführer von Bergün Tourismus, Stefan Steiner, muss einen neuen Namen für das Hotel in Bergün suchen. Die Gebrüder Frank und Patrik Riklin(von links) haben ihm ein Ultimatum gestellt.

«Wir sind froh, dass wir keine rechtlichen Schritte ergreifen müssen», sagt Frank Riklin. Gestern hat sich das Gebrüderpaar mit dem Geschäftsführer von Bergün Tourismus, Stefan Steiner, getroffen. Dieser wollte am 10. Dezember ein Nullsternhotel mit dem Slogan «0% Luxus, 100% Spass» in Bergün eröffnen.

Den Namen Nullsternhotel liessen die Erfinder Patrik und Frank Riklin aber schützen. Zu einer Zusammenarbeit mit Bergün Tourismus wären die Riklins bereit gewesen. «Das neue Hotel kann aber den Anspruch eines Nullsternhotels nicht erfüllen. Denn trotz günstigen Preisen bieten wir dem Gast Luxus, den er nicht erwartet», erklärte Frank Riklin. Das Bergüner Hotel verfolgt hingegen ein anderes Ziel. «Wir wollen Schlittlern eine günstige Unterkunft bieten», so Steiner. Darum könnten sie nur auf Schlafsäcke und Massenschlag setzen.

Weil gestern keine gemeinsame Lösung gefunden wurde, stellten die Brüder Bergün Tourismus ein Ultimatum. «Innerhalb von 48 Stunden muss der Name Nullsternhotel aus allen Kanälen verschwinden, sonst werden wir Anzeige erstatten», so Patrik Riklin. Geschäftsführer Steiner hat diesen Entscheid zur Kenntnis genommen und einen Rückzug angekündigt: «Wir werden einen neuen Namen suchen», so Steiner.

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