Bodensee: Bergung des Flugzeugs muss abgebrochen werden

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BodenseeBergung des Flugzeugs muss abgebrochen werden

Letzte Woche ist ein Pilot (70) mit seinem Kleinflugzeug beim Landeanflug auf den Flugplatz Altenrhein in den Bodensee gestürzt. Die Bergung konnte nicht wie geplant durchgeführt werden.

von
Michel Eggimann

Unter anderem wegen der einbrechenden Dunkelheit musste die Bergung abgebrochen werden.

BRK News

Darum gehts

  • Vor Staad stürzte letzte Woche ein Kleinflugzeug in den Bodensee.

  • Der Pilot konnte unterkühlt gerettet werden.

  • Am Donnerstag gab es ein Bergungsversuch.

Am Flugplatz Altenrhein wurde letzte Woche am Donnerstag kurz vor dem Mittag ein Flugzeug vermisst. Es verschwand vom Radar, als es sich im Landeanflug über dem Bodensee befand. Es kam zu einem Grosseinsatz der Rettungsorganisationen. Die Retter konnten im Verlaufe des Mittags den Piloten bergen. Es hiess, der 70-Jährige sei ansprechbar, aber unterkühlt gewesen. Das Flugzeug stürzte vor Staad SG ab.

Nun gab die Kantonspolizei St. Gallen weitere Details bekannt. Der Mann sei auf der Wasseroberfläche aufgefunden worden. «Er hielt sich an einem abgebrochenem Rad vom Hauptfahrwerk des Flugzeugs fest», steht in einer Mitteilung. Die Wassertemperatur habe 5,2 Grad Celsius betragen. Der 70-Jährige habe eine Nacht im Spital verbracht. Gestartet sei er um 10.45 Uhr in Locarno mit dem Ziel-Flughafen St. Gallen – Altenrhein. Während des Anflugs von Romanshorn habe der Tower des Flughafens den Funk- und Radarkontakt zum Flugzeug verloren. Im Einsatz standen danach über 100 Rettungskräfte.

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Seit Donnerstagmorgen läuft die Bergung des abgestürzten Kleinflugzeugs im Bodensee.

Seit Donnerstagmorgen läuft die Bergung des abgestürzten Kleinflugzeugs im Bodensee.

News-Scout/Simone Benenati
Die Dauer der Bergung kann nicht genau vorausgesagt werden.

Die Dauer der Bergung kann nicht genau vorausgesagt werden.

News-Scout
Im Einsatz sind gesamthaft rund 60 Personen.

Im Einsatz sind gesamthaft rund 60 Personen.

News-Scout/Simone Benenati

60 Personen beteiligt an Bergung

«Das Kleinflugzeug konnte am Dienstag in einer Tiefe von rund 84 Meter mit Hilfe des Sonars geortet werden. Das Heck ist relativ stark beschädigt», so die Kantonspolizei St. Gallen. Die Bergung hat am Donnerstagmorgen begonnen. Das Flugzeug wird mit einem Kran auf eine Autofähre gehoben. Anschliessend erfolge der Transport zum Hafen Rorschach und der Verlad auf einen Tieflader. Schlussendlich soll das Flugzeug zur genauen Beurteilung durch die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST zum Flughafen Payerne abtransportiert werden. Involviert seien in die Bergung rund 60 Personen.

Am Donnerstagabend musste die Flugzeugbergung abgebrochen werden. Dies aus Sicherheitsgründen für die involvierten Einsatzkräfte, wie die Kantonspolizei St. Gallen schreibt. Die Taucher konnten zwar auf die erforderliche Tiefe von 84 Meter vordringen, die erforderlichen Gurten konnten jedoch nicht befestigt und die Bergung nicht abgeschlossen werden. Am Nachmittag hatte sich das Kabel des Krans mit der gesetzten Orientierungsboje für die Taucher verheddert. Wegen der einsetzenden Dunkelheit, musste die Bergung abgebrochen werden. Ein neuer Termin für die Bergung steht noch nicht fest.

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