Keine Gebührensenkung: Bericht soll Licht in Roaming-Dickicht bringen
Aktualisiert

Keine GebührensenkungBericht soll Licht in Roaming-Dickicht bringen

Anfang Woche mussten die europäischen Mobilfunkanbieter ihre Roaming-Gebühren auf Druck der EU senken. In der Schweiz hat der Ständerat erst gerade zwei Motionen zur Gebührensenkung sistiert.

Eine Touristin telefoniert am Londoner Trafalgar Square mit ihrem Mobiltelefon - es ist zu hoffen, dass sie nicht Schweizerin ist.

Eine Touristin telefoniert am Londoner Trafalgar Square mit ihrem Mobiltelefon - es ist zu hoffen, dass sie nicht Schweizerin ist.

Seit Jahren sind die hohen Roaming-Gebühren im Ausland auch auf der politischen Bühne ein Thema. Die Schweiz hinkt der EU aber mehrere Schritte hinterher. Während die EU-Mitgliedstaaten längst gesetzlich verankerte Preisobergrenzen kennen, ist die Diskussion in der Schweiz auf Eis gelegt.

Im Bundeshaus ist das Thema Roaming zwar ein Dauerbrenner. Zwei Motionen zur Gebührensenkung wurden vom Nationalrat bereits mit grossem Mehr angenommen. Der Ständerat hat sie aber sistiert.

Daraufhin hat die zuständige Fachkommission beim Bundesrat beantragt, einen Bericht über die Entwicklung der Roaming-Gebühren zu verfassen. Dieser ist nun in Bearbeitung, bis Ende 2014 soll er vorliegen - erst dann will die Kommission entscheiden.

Preissenkungen für EU-Bürger

Mehrmals für Preissenkungen ausgesprochen hat sich die EU. Per 1. Juli wurden neue Preisobergrenzen für Gespräche, Textnachrichten und für das Surfen im Ausland im Gesetz verankert.

Ab Juli 2014 sinken die maximal erlaubten Werte erneut. Die EU-Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, dass das Telefonieren per Handy im EU-Ausland schon bald nicht mehr teurer sein soll als daheim. Einen entsprechenden Vorschlag zur Abschaffung der Roaming-Gebühren will die Behörde im September präsentieren. (sda)

Deine Meinung