Berlinale ohne Clooney, dafür mit Lopez
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Berlinale ohne Clooney, dafür mit Lopez

George Clooney kommt nun doch nicht, dafür sollen Jennifer Lopez, Cate Blanchett, Clint Eastwood und Sharon Stone an der 57. Berlinale für Glanz und Glamour sorgen.

Das Filmspektakel in Berlin, das vom 8. bis 18. Februar dauert, verspricht auch in diesem Jahr ein Festival der Stars zu werden. Erwartet werden auch Robert de Niro, Arthur Penn, Julie Delpy, Willem Dafoe, Ben Kingsley, Antonio Banderas und Judi Dench, wie Festival-Direktor Dieter Kosslick am Dienstag mitteilte. Insgesamt präsentieren die Internationalen Filmfestspiele fast 400 Filme.

Im Wettbewerbsprogramm sind 26 Filme zu sehen, vier davon ausser Konkurrenz. Produziert wurden sie in 29 Ländern. Im Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären sind auch das deutsche Ehedrama «Yella» von Christian Petzold und die deutsch-österreichische Co-Produktion «Die Fälscher» von Stefan Ruzowitzky. Darüber hinaus startet der deutsch-amerikanische Film «When a man falls in the forest» von Ryan Eslinger.

Eastwood wird seinen Film «Letters from Iwo Jima» über die legendäre Schlacht um eine japanische Pazifik-Insel im Februar 1945 präsentieren - allerdings ausser Konkurrenz. Der Film, der zweite Teil seines Doppelprojekts über den Krieg, zeigt die Geschehnisse aus japanischer Sicht. Der erste Teil «Flags of Our Fathers» widmete sich der amerikanischen Perspektive.

Eröffnet werden die Filmfestspiele mit der französischen Produktion «La vie en Rose» über das Leben von Edith Piaf. In der Hauptrolle ist Marion Cotillard zu sehen, mit dabei ist auch Gérard Depardieu. Überhaupt ist der französische Film stark vertreten: So starten auch «Die Herzogin von Langeais» von Jacques Rivette, «Die Zeugen» von André Téchiné sowie «Angel» von Francois Ozon, der als Abschlussfilm gezeigt wird.

Zu den weiteren Favoriten zählen die amerikanischen Produktionen «Bordertown» mit Jennifer Lopez und Antonio Banderas sowie «The Good Shepherd» von Robert de Niro und Steven Soderberghs «The Good German» mit Clooney. Insgesamt gibt es 19 Weltpremieren, sechs internationale Premieren und eine europäische Premiere.

Über die Vergabe der Bären am 17. Februar entscheidet eine siebenköpfige Jury. Dieses Jahr hat der amerikanische Regisseur und Drehbuchautor Paul Schrader den Vorsitz. Weitere Mitglieder sind unter anderem Mario Adorf und Dafoe.

Rossellini als Kinoerzählerin

Ein weiterer Höhepunkt verspricht die Vergabe des Goldenen Ehrenbären an den mittlerweile 84-jährigen Hollywood-Regisseur Arthur Penn zu werden. Dem renommierten Filmemacher, der unter anderem das Drama «Bonnie und Clyde» schuf, ist auch die Hommage-Reihe gewidmet.

Als weiterer Preisträger steht bereits der Schauspieler Maximilan Brückner fest. Der 28-jährige wird als deutscher Shooting Star ausgezeichnet und gehört damit zu den insgesamt 25 jungen Talenten aus Europa, die erstmals der internationalen Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zum zehnten Jubiläum von Shooting Stars sollen alle 27 Kulturminister der EU dabei sein.

Auch neben dem Wettbewerbsprogramm bietet die Berlinale einiges: So soll die Schauspielerin Isabella Rossellini als Kinoerzählerin auftreten. Bei der Europapremiere von Guy Maddins experimentellem Stummfilm «Brand upon the brain!» soll sie in der Deutschen Oper als Erzählerin agieren.

Weiterer Höhepunkt ist eine Weltpremiere von Rainer Werner Fassbinders Meisterwerk «Berlin Alexanderplatz»: In seinem 25. Todesjahr wird die 15-stündige restaurierte Fassung gezeigt. Die Retrospektive widmet sich mit 50 Filmen dem Thema «City Girls. Frauenbilder im Stummfilm».

/ (dapd)

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