Randalierer: Berliner 1. Mai: Haft wegen Mordversuch
Aktualisiert

RandaliererBerliner 1. Mai: Haft wegen Mordversuch

Hart greift die Berliner Justiz gegen gewaltbereite Randalierer des 1. Mai durch: Gegen vier mutmassliche Täter wurde ein Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Insgesamt wurden 50 Haftbefehle ausgesprochen. Zwei Jugendliche wurden direkt ins Heim gebracht.

Im Nachgang der Krawalle vom 1. Mai in der deutschen Hauptstadt Berlin greift die Justiz zu ungewohnt harten Methoden: Erstmals wurden gegen vier mutmassliche Täter Haftbefehle wegen versuchten Mordes erlassen und vollstreckt. Ihnen wird vorgeworfen, Polizisten mit Molotowcocktails beworfen zu haben, wie die «Berliner Morgenpost» schreibt.

Zwei Randalierer trafen am Abend des 1. Mai mit ihrem Brandsatz statt den Polizisten eine nahe stehende Passantin, die dabei verletzt wurde. Im zweiten Fall schleuderten Randalierer einen Brandsatz vor die Füsse der Polizisten und richtete keinen Schaden an. In beiden Fällen wurden die mutmasslichen Täter festgenommen.

Ermittlungen sollen nun klären, wer die Feuerbomben gehalten und angezündet und wer sie geschleudert hat. Der Akt gilt als gemeinschaftliche Tat. Insgesamt beschlossen die Richter 50 Haftbefehle infolge der Mai-Ausschreitungen, darunter zwei gegen Jugendliche, die in Heime gebracht wurden.

Am Berliner 1. Mai 2009 war es zu zum Teil heftigen Ausschreitungen gekommen. Die Gewaltbereitschaft der Randalierer war deutlich höher als im Vorjahr. Insgesamt wurden 273 Beamte leicht verletzt, weitaus mehr als in den vergangenen Jahren.

(ann)

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