Callgirl-Affäre: Berlusconi: «Bin kein Heiliger»

Aktualisiert

Callgirl-AffäreBerlusconi: «Bin kein Heiliger»

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat angesichts der Spekulationen über seinen Umgang mit jungen Frauen scherzhaft erklärt, dass er kein Heiliger sei.

«Ich bin kein Heiliger, das dürften Sie bis jetzt herausgefunden haben», zitierten die Nachrichtenagenturen ANSA und Apcom am Mittwoch den 72-jährigen Regierungschef. Berlusconi ist seit Wochen wegen seiner Treffen mit Frauen, darunter auch ein Callgirl, in den Schlagzeilen.

Erste Reaktion auf Gesprächsmitschnitte

Es war Berlusconis erste öffentliche Äusserung zu einem Zeitungsbericht, in dem aus einem Gespräch zwischen Berlusconi und einer Prostituierten in seiner römischen Residenz zitiert wurde. Es soll sich um die Abschrift einer Tonbandaufnahme vom vergangenen November handeln. Berlusconis Anwalt bezweifelte deren Echtheit; er nannte sie eine «Frucht der Erfindung».

Der Skandal um den Ministerpräsidenten begann bereits Ende Januar, als seine Frau Veronica Lario öffentlich eine Entschuldigung von ihrem Mann verlangte und danach auch ihre Absicht ankündigte, sich scheiden zu lassen. Damals ging es vor allem um die Teilnahme Berlusconis an einer Geburtstagsparty für ein 18-jähriges Mädchen. (dapd)

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