Fluchtgelder: Berlusconi lässt Milde walten

Aktualisiert

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Nach den Einzelpersonen und Einzelfirmen sollen auch Grossunternehmen ihre illegal in Steueroasen deponierte Gelder nach Italien zurückbringen, ohne dafür bestraft zu werden. Die italienische Regierung beschloss eine entsprechende Fluchtgeldamnestie.

Nicht deklarierte Auslandvermögen sollen bei Bezahlung eines Abgabesatzes von fünf Prozent legalisiert werden können. Die Amnestie gilt vom 15. Oktober 2009 bis 15. April 2010. Die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi hofft, dass damit mehrere Milliarden Euro wieder in die Volkswirtschaft des Landes fliessen.

90 Milliarden flossen zurück

Der Strafnachlass für die Rückführung von Fluchtkapital im Besitz von Privatpersonen und Einzelunternehmen war bereits 2001 und 2003 vom damaligen und jetzigen Premier Berlusconi verabschiedet worden. Dies hatte die Rückführung von rund 90 Milliarden Euro ermöglicht.

Damals wurden vor allem Schwarzgelder zurückgewonnen, die in den vergangenen Jahrzehnten von Steuerflüchtigen über die Grenzen des Landes geschafft worden waren. Vor allem die Schweizer Banken erlitten wegen der italienischen Steueramnestie einen starken Kapitalabfluss.

(sda)

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