Aktualisiert

Unwetter auf SizilienBerlusconi rechnet mit bis zu 50 Toten

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi befürchtet nach den Erdrutschen auf Sizilien bis zu 50 Todesopfer.

Die Einsatzkräfte arbeiteten auf der Suche nach weiteren Überlebenden am Samstag mit schwerem Gerät, Schaufeln und auch mit blossen Händen. Der heftige Regen in der Region hielt weiter an und behinderte die Rettungsarbeiten. Bislang wurden laut Zivilschutz 21 Leichen geborgen, rund 40 Menschen galten noch als vermisst.

Regierungschef Berlusconi wollte am Sonntag ins Katastrophengebiet reisen, um sich ein Bild der Lage zu machen, wie der Chef des Zivilschutzes, Guido Bertolaso, erklärte. Die Rettungskräfte bemühten sich unterdessen darum, die Strassen zu den am schlimmsten betroffenen Orten wieder freizuräumen. Die Einwohner von zwei eingeschlossenen Ortschaften bei Messina wurden über Hubschrauber versorgt. In Gampilieri etwa gab es weder fliessend Wasser noch Strom. Die Regierung hat den Notstand über das Katastrophengebiet verhängt.

Bei dem Abgang der Schlammlawinen in der Nacht zum Freitag wurden 80 Menschen teils schwer verletzt. Rettungskräfte brachten rund 400 Menschen in Sicherheit. Ausgelöst wurden die Erdrutsche von heftigen Regenfällen. Behördenvertreter räumen jedoch ein, dass die Rodung von Wäldern und die in Süditalien verbreitete illegale Bautätigkeit den Boden zuvor entscheidend geschwächt haben könnte. (dapd)

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