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Berlusconi schockiert Sardinier mit Vulkanausbruch

Silvio Berlusconi, italienischer Oppositionschef und Multimillionär mit Hang zu Spezialeffekten, hat seinen Nachbarn auf Sardinien mit einem simulierten Vulkanausbruch Angst eingejagt.

Der ehemalige Regierungschef habe sich für eine Luxus-Party in seinem Anwesen Villa Certosa etwas Besonderes einfallen lassen: Zu später Stunde habe er auf einem vor der Villa liegenden Hügel mit Hilfe von Lichtspielen, optischen Fasern und viel Rauch einen feuerspuckenden Vulkan samt Krater und dickem Lava-Fluss simulieren lassen, berichtete die Zeitung «Corriere della Sera» am Donnerstag.

Kurz darauf habe er seine Gäste auch noch mit dem lautem Grollen und Donnern eines vorgetäuschten Erdbebens überrascht. Die nicht über Berlusconis Idee informierten Nachbarn hätten besorgt Polizei und Zivilschutz verständigt: «Bei Berlusconi brennt es!», sagten sie entsetzt.

Andere waren völlig verstört über den von weither sichtbaren Lava-Strom: Auf Sardinien gibt es nur einen Vulkan - und der ist seit langem erloschen.

Die herangerückten Sicherheitskräfte wurden von Berlusconis Bodyguards unterdessen wieder nach Hause geschickt: Es sei alles in Ordnung, sagten sie.

Der Ort Punta Lada, wo sich Berlusconis Villa befindet, heisse jetzt nur noch Punta Lava, schrieb das Blatt.

(sda)

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