450 Millionen Euro: Berlusconi verkauft Schmuddel-Villa
Aktualisiert

450 Millionen EuroBerlusconi verkauft Schmuddel-Villa

Den königlichen Preis von 450 Millionen Euro verlangt der italienische Premier Berlusconi für seine Villa, die mit ausschweifenden Partys bekannt wurde.

Schauplatz ausschweifender Partys: Berlusconis Villa «La Certosa» im sardischen Porto Rotondo (Teilansicht auf einer Aufnahme vom 29. Juli 2004).

Schauplatz ausschweifender Partys: Berlusconis Villa «La Certosa» im sardischen Porto Rotondo (Teilansicht auf einer Aufnahme vom 29. Juli 2004).

Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi will seine Luxusvilla auf Sardinien verkaufen, die im vergangenen wegen pikanter Partys mit jungen Frauen und unerlaubter Fotos in den Brennpunkt eines internationalen Skandals um sein Privatleben gerückt war. 450 Millionen Euro (618 Millionen Franken) verlangt der Ministerpräsident für die Villa Certosa in der renommierten Badeortschaft Porto Rotondo an der sardischen Costa Smeralda, berichtete die angesehene Mailänder Wirtschaftszeitung «Sole 24 Ore» am Donnerstag.

Trotz der riesigen Summe, die Berlusconi verlangt, fehlt es laut dem Blatt nicht an Interessenten. Zwei russische Magnaten, zwei arabische Prinzen und ein Londoner Unternehmer haben Interesse für Berlusconis Sommerresidenz signalisiert.

Die Villa liegt in einem 80 Hektar grossen Park mit exotischen Pflanzen, um die sich Berlusconi selbst kümmert. Auf dem Gelände befinden sich zwei Seen, ein künstlicher Vulkan und ein Amphitheater für Aufführungen.

Die Villa Certosa ist seit 1988 Berlusconis Sommerresidenz. Der italienische Ministerpräsident liebte es, im August Regierungschefs und Präsidenten in der 2500 Quadratmeter grossen Villa mit atemberaubendem Ausblick auf das Meer einzuladen.

2005 hatte der damalige britische Premierminister Tony Blair Berlusconi in seiner Villa besucht. 2003 hatte der italienische Regierungschef den russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Sardinien eingeladen. Im August 2008 war auch der damalige tschechische Premierminister Mirek Topolanek eingeladen worden, der von einem Fotografen nackt in Berlusconis Villa abgelichtet wurde. (sda)

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