Berlusconi verlangt Neudruck der Wahlzettel
Aktualisiert

Berlusconi verlangt Neudruck der Wahlzettel

Knapp eine Woche vor den italienischen Parlamentswahlen hat Oppositionschef Silvio Berlusconi einen Neudruck der Wahlzettel verlangt.

In einem Brief an Staatspräsident Giorgio Napolitano erklärte der Kandidat der Rechten, das Innenministerium müsse die Anordnung der Parteisymbole auf den Wahlzetteln ändern, um sie verständlicher für die Wähler zu machen und keine ungültigen Stimmen zu riskieren.

Aus den bereits gedruckten Wahlzetteln würden die Koalitionsverbindungen nicht genau hervorgehen, was bei den Wählern für Verwirrung sorgen könnte, meinte Berlusconi.

Innenminister Giuliano Amato lehnte die Forderung strikt ab. Schliesslich seien die Wahlzettel entsprechend einem Gesetz der vormaligen Berlusconi-Regierung (2001-06) gedruckt worden.

Jetzt noch die Stimmzettel zu verändern, sei unmöglich. Die Wahlen könnten in diesem Fall ungültig sein, da bereits einige Auslandsitaliener per Briefwahl mit diesen Zetteln abgestimmt hätten, sagte der Minister.

An Berlusconis Seite stellte sich der Chef der föderalistischen Lega Nord, Umberto Bossi. Man müsse notfalls «das Gewehr auf die zentralistischen, römischen Schurken anlegen», wenn die Wahlzettel nicht geändert würden, sagte Bossi.

(sda)

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