National League A: Bern besiegt Servette
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National League ABern besiegt Servette

11 Tore fielen im Duell zwischen dem ZSC und Ambri. Dafür kamen die Zuschauer bei Genf - Bern und Fribourg - Biel nicht wirklich auf ihre Kosten.

von
tog

Auch das dritte Derby zwischen Fribourg und Biel endete mit einem Auswärtssieg: Biel setzte sich in der St-Léonard-Halle mit 2:1 durch.

Gottéron zog vor allem in der Offensive einen rabenschwarzen Abend ein. Julien Sprunger scheiterte schon in den ersten zwei Minuten zweimal alleine vor dem Torhüter. Aber nicht nur Sprunger sündigte vor Goalie Reto Berra. Die Freiburger starteten viel zu legère in die Partie, gerieten dadurch in den ersten 16 Minuten 0:2 in Rückstand und vermochten in der Folge trotz grosser Bemühungen das Ruder nicht mehr herumzureissen. Benny Plüss gelang in der 19. Minute der Anschlusstreffer, ein weiteres Tor gelang Gottéron nicht mehr.

Viel effizienter spielte Biel: Die Seeländer gingen nach neun Minuten durch Kevin Lötscher mit der ersten Möglichkeit in Führung und nützten sechseinhalb Minuten später durch einen Weitschuss von Noah Schneeberger ihre einzige Powerplaychance zum 2:0. Fribourg konnte Mitte Schlussabschnitt fünf Minuten lang in Überzahl spielen, brachte aber kein Tor zu Stande. Und schliesslich endete die Partie so, wie sie begonnen hatte: mit zwei vergebenen Chancen von Sprunger, als Fribourg ohne Goalie noch den Ausgleich suchte.

Nolans und Pittis' Küren

Die ZSC Lions feierten mit dem 8:3-Kantersieg gegen Ambri- Piotta den zweiten Dreipunkte-Gewinn gegen die Tessiner innerhalb von gut 50 Stunden und gleichzeitig den fünften Heimerfolg in Serie.

PostFinance-Topskorer Domenico Pittis bereitete beim bislang höchsten ZSC-Saisonsieg die ersten vier Treffer der Lions vor. Pittis' Sturmpartner NHL-Veteran Owen Nolan erzielte die erste NLA- Doublette und damit seine Saisontore Nummer 3 und 4. Die Schweizer Internationalen Mathias Seger und Patrik Bärtschi waren mit je einem Treffer und zwei Assists für die Gastgeber erfolgreich.

Mit zwei Powerplay-Toren aus vier Gelegenheiten polierten die ZSC Lions auch noch ihre bislang mittelmässige Bilanz in Überzahl gegen das harmlose NLA-Schlusslicht auf. Ambri-Piotta kassierte die mit Abstand höchste Niederlage unter dem neuen amerikanischen Trainer Kevin Constantine.

Symptomatisch für die abfallenden Leventiner war, dass nach dem 0:3-Rückstand ausgerechnet die vierte Linie der Biancoblu in ihrer nächsten Shift noch die besten Torchancen erarbeitete und die Gastgeber teilweise gar in die Abwehrzone zurückdrängen konnte. Der nach einer langen Verletzungspause zurückgekehrte Ivan Incir gelang später ein sein erstes NLA-Tor überhaupt, als er kurzzeitig für die Gäste auf 2:4 verkürzen konnte (38.). Incir hatte sein erstes NLA- Spiel vor einem Jahr gegen den gleichen Gegner bestritten (5:2- Heimsieg von Ambri-Piotta).

Nolan hatte die ZSC Lions in der 12. Minute in Führung gebracht. Der Kanadier hatte erst am Sonntag nach dem 1:0-Sieg der ZSC Lions in Ambri-Piotta seine Vertragsverlängerung über zwei Monate bis Ende Januar bekanntgegeben.

Ambris Startgoalie Thomas Bäumle wurde von seinen Vorderleuten zu Beginn im Stich gelassen. Er hielt sich aber bei den ersten beiden Gegentreffern vor seinem eigenen Tor selbst zu sehr zurück. Beim ersten Gegentreffer hätte er mit ausgestreckter Stockschaufel die Vorlage von Pittis zu Nolan mit Sicherheit abfangen können. Und beim zweiten Gegentreffer gegen den zum (Backhand-)Abschluss kommenden Mark Bastl blieb Bäumle vergleichbar passiv. Für Ambri-Trainer Constantine Grund genug, um bereits in der 16. Minute seinen Ersatzkeeper Lorenzo Croce an Stelle von Bäumle aufs Eis zu schicken.

Shutout für Marco Bührer

Die Revanche für den im Frühling verlorenen Playofffinal will Servette einfach nicht gelingen. Die Genfer verloren mit 0:2 auch das vierte Duell gegen Bern in dieser Saison.

Die Vorentscheidung fiel in den Minuten vor und nach der zweiten Pause. Zuerst brach der kanadische Verteidiger Joel Kwiatkowski mit dem dritten Saisontor den Bann (36.). Dann wischte Christian Dubé einen Abpraller zum 2:0 ins Tor (44.). Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der SC Bern den Vorsprung längst verdient: Die Berner agierten viel direkter und druckvoller. Servette bemühte sich zwar, kam aber trotz 32 Torschüssen (gegenüber 35 von Bern) kaum zu guten Möglichkeiten und machte so Marco Bührer den zweiten Shutout in dieser Saison nicht besonders schwierig.

Die beste Chance, die Partie in eine andere Bahn zu lenken, vergab das Team von Chris McSorley unmittelbar vor dem ersten Gegentor, als es während 94 Sekunden mit vier gegen drei Feldspielern Powerplay spielen konnte.

ZSC Lions - Ambri-Piotta 8:3 (2:0, 4:2, 2:1)

Hallenstadion. - 6647 Zuschauer. - SR Rochette, Fluri/Huguet

Tore: 12. Nolan (Pittis, Bastl) 1:0. 16. Bastl (Pittis, Seger/ Ausschluss Bianchi) 2:0. 23. Bastl (Pittis, Seger/Ausschluss Demuth) 3:0. 30. Nolan (Stoffel, Pittis) 4:0. 32. Duca (Martin Kariya, Gian- Andrea Randegger) 4:1. 38. (37:27) Incir (Bianchi, Trevor Meier) 4:2. 38. (37:47) Ambühl (Monnet, Patrik Bärtschi) 5:2. 40. (39:52) Patrik Bärtschi (Westcott, Monnet) 6:2. 45. Monnet (Ambühl, Patrik Bärtchi) 7:2. 54. Seger (Ryser) 8:2. 57. Kobach (Martin Kariya) 8:3

Strafen: 6mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta

PostFinance-Topskorer: Pittis; Lehoux.

ZSC Lions: Flüeler; Stoffel, Seger; Cory Murphy, Müller; Westcott, Geering; Nolan, Pittis, Bastl; Patrik Bärtschi, Ambühl, Monnet; Schommer, Ziegler, Bühler; Ryser, Schäppi, Paterlini.

Ambri-Piotta: Bäumle (16. Croce); Schulthess, Kobach; Casserini, Denissow; Gautschi, Stirnimann; Randegger; Pestoni, Martin Kariya, Duca; Lehoux, Landry, Hofmann; Walker, Bianchi, Demuth; Isabella, Zanetti, Meier; Incir.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Adrian Wichser, Down (beide verletzt) und Sulander (kehrt am Sonntag aus Finnland zurück), Ambri-Piotta ohne Westrum, Bundi, Kutlak, Murovic, Raffainer, Botta und Adrian Brunner (alle verletzt). - Pfostenschüsse: Patrik Bärtschi (11./ 60.).

Fribourg - Biel 1:2 (1:2, 0:0, 0:0)

BCF. - 6200 Zuschauer (Saisonminusrekord). - SR Kurmann, Bürgi/ Marti

Tore: 10. Lötscher (Miéville, Spylo) 0:1. 16. Schneeberger (Ehrensperger, Nüssli/Ausschluss Ngoy) 0:2. 19. Benny Plüss (Jeannin, Birbaum) 1:2

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Fribourg, 2mal 2 plus 5 Minuten (Seydoux) plus Spieldauer (Seydoux) gegen Biel

PostFinance-Topskorer: Jeannin; Spylo.

Fribourg: Huet; Heins, Birbaum; Löffel, Ngoy; Marc Abplanalp, Collenberg; Marc Leuenberger; Mowers, Aubin, Knöpfli; Sprunger, Jeannin, Benny Plüss; Leblanc, Hasani, Lachmatow; Lauper, Lüssy, Wirz.

Biel: Berra; Schneeberger, Steinegger; Bell, Wellinger; Gossweiler, Kparghai; Trunz; Fata, Gloor, Nüssli; Spylo, Miéville, Lötscher; Ehrensperger, Brown, Deny Bärtschi; Seydoux, Wetzel, Zigerli; Florin Gerber.

Bemerkungen: Fribourg ohne Bykow (krank), Lukas Gerber (gesperrt), Melin (noch nicht eingesetzt), Rytz und Botter, Biel ohne Bordeleau, Peter, Tschantré, Fröhlicher, Schlagenhauf und Haas (alle verletzt). - Timeout Fribourg (58.).

Genève-Servette - Bern 0:2 (0:0, 0:1, 0:1)

Les Vernets. - 7153 Zuschauer. - SR Massy/Reiber, Blatter/Küng

Tor: 36. Kwiatkowski (Dubé, Krueger) 0:1. 44. Dubé (Gamache) 0:2

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 6mal 2 Minuten gegen Bern

PostFinance-Topskorer: Park; Gardner.

Genève-Servette: Tobias Stephan; Vukovic, Goran Bezina; Pothier, Mercier; Gobbi, Höhener; Vermeille; Toms, Park, Fritsche; Déruns, Savary, Salmelainen; Walsky, Trachsler, Flurin Randegger; Pivron, Berthon, Florian Conz; Barbero.

Bern: Bührer; Jobin, Philippe Furrer; Krueger, Kwiatkowski; Stettler, Beat Gerber; Eicher; Vigier, Dubé, Gamache; Neuenschwander, Martin Plüss, Rüthemann; Gardner, McLean, Scherwey; Vermin, Froidevaux, Reichert; Roland Gerber.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Rubin, Cadieux, Breitbach und Rivera, Bern ohne Roche, Berger, Dominic Meier und Hänni (alle verletzt). - Lattenschuss Dubé (16.). - Timeout Genève-Servette (59.).

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