Aktualisiert 03.02.2005 10:41

Bern bleibt die viertgrösste Stadt der Schweiz

Die Stadt Bern hat im Jahr 2004 weitere Einwohner verloren, Lausanne im Gegenzug ist bevölkerungsmässig gewachsen.

Trotzdem bleibt Bern hinter Zürich, Genf und Basel die viertgrösste Stadt der Schweiz.

Der Stadtberner Statistikdienste reagierten am Donnerstag mit einem Communiqué auf Medienberichte, wonach Lausanne die Stadt Bern in der Liste der bevölkerungsreichsten Städte überholt habe und neu an Stelle der Bundesstadt den vierten Platz einnehme.

Dem ist laut Angaben der Stadt Bern nicht so: Die Bundesstadt weist laut eigenen Angaben per Ende 2004 eine offizielle Einwohnerzahl von 127 352 Personen aus. Lausanne meldete per Ende Jahr 127 187 Einwohner, also nur knapp weniger als Bern.

Die beiden Zahlen sind laut Angaben der Stadt Bern aber nicht vergleichbar, da Lausanne Personenkategorien mitzähle, die in Bern nicht inbegriffen seien (mit Heimatschein abgemeldete Personen, Asylbewerber, Diplomaten, Personen mit Aufenthaltsbewilligung des EDA).

Die Stadtberner Bevölkerung zähle nach der Lausanner Definition habe per Ende 2004 rund 130 000 Personen, also rund 3000 Personen mehr als Lausanne.

Die vom Bundesamt für Statistik (BFS) verwendete Defintition der ständigen Wohnbevölkerung wies per Ende 2003 die folgenden Zahlen aus: Bern 122 299, Lausanne 116 811. Hier beträgt die Differenz somit rund 5500 Personen. Für das Jahr 2004 sind die BFS-Zahlen voraussichtlich erst im Juni verfügar.

Trotzdem: Lausanne hat im letzen halben Jahrhundert gegenüber der Bundesstadt kräftig aufgeholt: 1950 hatte Bern laut Angaben des BFS 146 500 Einwohnerinnen und Einwohner, knapp 40 000 mehr als Lausanne mit 106 800. Über die Gründe dieser Entwicklung waren beim BFS keine Angaben erhältlich.

(sda)

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