NLA, letzte Runde: Bern gewinnt die Qualifikation der NLA

Aktualisiert

NLA, letzte RundeBern gewinnt die Qualifikation der NLA

Nach der 50. und letzten Qualifikationsrunde stehen die Playoffs-Paarungen fest: Bern trifft auf Lugano, Servette auf Fribourg, Zug auf den ZSC und Davos auf Kloten.

von
tog

Reto Berra entzauberte den SC Bern. Die Berner dominierten in Biel (41:18 Schüsse), kassierten mit 0:2 aber die zweite Niederlage in dieser Saison im Seeland.

Philipp Wetzel erzielte in der 48. Minute das goldene Tor zum 1:0. 36 Sekunden vor Schluss stellte Gianni Ehrensperger mit dem zweiten Treffer (ins leere Goal) den Sieg sicher.

Zum Helden avancierte indes Reto Berra mit 41 Paraden. Selbst während zwei Minuten doppelter Überzahl in der Schlussphase liess er sich den dritten Shutout nicht mehr ruinieren.

Formschwache ZSC Lions

Die ZSC Lions werden als formschwächster Viertelfinalist die am Dienstag beginnenenden NLA-Playoffs aufnehmen. Das 2:4 im Zürcher Derby bei den Kloten Flyers war die sechste Niederlage des Victoria-Cupsiegers in den letzten sieben NLA-Spielen.

Roman Wick, einer der überragenden Spieler des Schweizer Olympia- Teams von Vancouver, brachte die Flyers im Mitteldrittel in Unterzahl mit 2:0 vorentscheidend in Führung. Marcel Jenni und Mark Bell erhöhten bald darauf gegen läuferisch unterlegene Stadtzürcher auf 4:0.

Erst im Schlussdrittel zeigten die Gäste nochmals eine Reaktion und konnten durch Adrian Wichser und Blaine Down noch verkürzen. Die Flyers spielen in den Playoff-Viertelfinals gegen Meister Davos (Spiel 1 in Davos), die ZSC Lions bekommen es mit dem Qualifikations-Dritten EV Zug zu tun (Spiel 1 in Zug).

Rapperswil-Jona - Davos: HCD mit überzeugendem Finish

Meister Davos wandelte in Rapperswil-Jona im Schlussdrittel einen 1:2-Rückstand noch in einen 5:2-Sieg um. Der Schwede Daniel Widing erzielte im Schlussdrittel einen Hattrick und seine Saisontore Nummer 17 bis 19.

Für die beiden anderen HCD-Tore sorgte der Tscheche Petr Taticek. Obschon sich Davos schon zur Spielmitte bewusst war, dass Rang 3 auf Grund des klaren Vorsprungs von Zug in Ambri-Piotta nicht mehr zu holen war, setzten die Bündner im Schlussdrittel noch zu einer deutlichen Steigerung an und realisierten den achten Sieg in Folge.

Die Lakers zeigten sich zumindest gegenüber dem 4:7 vom Donnerstag gegen die Kloten Flyers verbessert. Mit verstärkter Disziplin wurde die Anzahl Strafen im Vergleich zum Donnerstag deutlich reduziert.

EVZ vom Schlusslicht nicht gefordert

Der Tabellenletzte Ambri-Piotta wurde vom EV Zug im Gotthard-Derby deklassiert. Mit je einem Doppelschlag im ersten beziehungsweise zweiten Drittel distanzierten die Innerschweizer die Tessiner problemlos und siegten in der Valascia mit 5:1.

Saison-Aufsteiger Damien Brunner stellte die Weichen schon im Startdrittel mit zwei Toren zum vierten EVZ-Sieg in Serie. Als der Ambri-Kanadier Kirby Law im Mitteldrittel den Puck an der blauen Linie verlor und die Gäste im Konter durch Dale McTavish auf 3:1 davonzogen, war die Entscheidung gefallen. Der routinierte EVZ- Kanadier McTavish sorgte im Schlussdrittel mit seinem zweiten Treffer für das Endresultat.

Weber vs. SCL Tigers

Der Qualifikations-Vierte Davos steigt als formstärkstes Team in die NLA-Playoffs und bekommt es in den Viertelfinals mit den Kloten Flyers zu tun. Der nach zwei Spielen noch sieglose Rapperswil- Trainer Christian Weber trifft nun mit den Lakers im Playout- «Halbfinal» auf die SCL Tigers. Der Dübendorfer Weber hatte noch bis vor wenigen Wochen im Emmental gewirkt. Weber wird nun in dieser Serie nach Abmachung mit seinem alten Arbeitgeber während den Spielen nicht an der Lakers-Bande stehen. Webers Anweisungen über moderne Kommunikationsmittel dürften jedoch von Assistent Roger Bader ausgeführt werden. Zudem wird Weber in den Pausen zum Team sprechen dürfen.

Die SCL Tigers tankten vor den Abstiegs-Playoffs (gegen Rapperswil-Jona) noch Selbstvertrauen. Die Emmentaler besiegten Lugano 4:0.

Die Entscheidung fiel erst im Schlussabschnitt. Simon Moser erhöhte in der 42. Minute auf 2:0, nachdem Lugano während zwei Minuten Überzahl nichts zu Stande brachte. Sechs Minuten später gelang Roman Schild in doppelter Überzahl das 3:0. Erst in der 55. Minute traf mit Brendan Brooks auch noch ein Söldner für Langnau. Das Führungstor hatte Matthias Bieber markiert (24.).

Mowers wollte nicht gewinnen

Vom Berner Ausrutscher in Biel vermochte Servette nicht mehr zu profitieren. Die Genfer hätten mit einem Sieg in 60 Minuten die Qualifikation gewonnen. Sie suchten aber zu spät vehement den Erfolg und gewannen so erst in der Overtime.

Tony Salmelainen stellte nach 62 Sekunden der Verlängerung den sechsten Sieg im sechsten Spiel gegen Gottéron sicher. Fribourg wollte die Partie offenbar gar nicht gewinnen. In der Schlussphase -- Servette spielte ohne Goalie mit einem zusätzlichen Stürmer -- konnte Mark Mowers solo aufs leere Tor zulaufen, verzichtete aber auf den Torschuss und liess sich den Puck abluchsen.

Servette suchte den Sieg erst entschlossen, als aus Biel (2:0 gegen Bern) und Langnau (4:0 gegen Lugano) eindeutige Tendenzen gemeldet wurden. Im Finish nahm GSHC-Coach Chris McSorley beim Stand von 1:1 noch Tobias Stephan vom Eis und suchte die Entscheidung. Bei einem Sieg nach 60 Minuten hätte Servette die Qualifikation gewonnen und dennoch in den Viertelfinals gegen Gottéron antreten dürfen.

Telegramme:

Rapperswil-Jona Lakers - Davos 2:5 (1:1, 1:0, 0:4)

Diners-Club-Arena. - 5145 Zuschauer. - SR Massy/Mandioni, Arm/Küng

Tore: 9. Taticek (Dino Wieser, Back) 0:1. 18. Murley 1:1. 21. (20:21) Pöck (Roest/Ausschluss Joggi) 2:1. 42. Widing (Setzinger) 2:2. 46. Taticek (Bürgler) 2:3. 51. Widing (Marha) 2:4. 55. Widing (Bürgler, Setzinger/Ausschluss Murley, Sven Berger) 2:5

Strafen: 5mal 2 plus 10 Minuten (Sven Berger) gegen Rapperswil-Jona Lakers, 3mal 2 plus 10 Minuten (Donati) gegen Davos

PostFinance-Topskorer: Roest; Reto von Arx.

Rapperswil-Jona Lakers: Manzato; Bucher, Geyer; Pöck, Sven Berger; Andreas Furrer, Parati; Huguenin; Reuille, Siren, Murley; Nordgren, Roest, Paterlini; Voegele, Tschuor, Walser; Friedli, Bütler, Rizzello.

Davos: Genoni; Tallarini, Forster; Ramholt, Grossmann; Jan von Arx, Back; Untersander, Wellinger; Bürgler, Reto von Arx, Donati; Widing, Marha, Setzinger; Marc Wieser, Taticek, Dino Wieser; Sciaroni, Joggi, Gartmann.

Bemerkungen: Lakers ohne Riesen, Guyaz, Burkhalter, Blatter, Raffainer (alle verletzt) sowie Berglund (Augen-Infektion), Davos ohne Stoop (verletzt), Guggisberg und Rizzi (geschont), Salmonsson (überzählig). - 1. NLA-Spiel von Anthony Huguenin (Rapperswil- Jona/von La Chaux-de-Fonds). - 33. Voegele verletzt ausgeschieden. - 42. Pfostenschuss Walser. - 51. Timeout Rapperswil-Jona.

Biel - Bern 2:0 (0:0/0:0/2:0)

Eisstadion. - 5018 Zuschauer. - SR Eichmann/Kämpfer, Mauron/Schmid

Tore: 48. Seydoux (Lötscher) 1:0. 60. (59:24) Ehrensperger (Peter, Jackman) 2:0 (ins leere Tor)

Strafen: 12mal 2 plus 10 Minuten (Fata) gegen Biel, 9mal 2 plus 10 Minuten (McLean) gegen Bern

PostFinance-Topskorer: Bordeleau; Rüthemann.

Biel: Berra; Jackman, Trunz; Schneeberger, Steinegger; Seydoux, Kparghai; Meyer; Truttmann, Bordeleau, Tschannen; Ehrensperger, Peter, Deny Bärtschi; Lötscher, Fata, Nüssli; Haas, Wetzel, Zigerli; Fadri Lemm.

Bern: Bührer; Jobin, Hänni; Josi, Beat Gerber; Roche, Philippe Furrer; Dominic Meier, Rytz; Goren, Martin Plüss, Rüthemann; Vigier, McLean, Reichert; Neuenschwander, Froidevaux, Pascal Berger; Trevor Meier, Ziegler, Scherwey.

Bemerkungen: Biel ohne Gossweiler, Tschannen, Fröhlicher, Brown und Gloor, Bern ohne Dubé (alle verletzt). - Pfostenschuss Josi (2.).

Kloten Flyers - ZSC Lions 4:2 (1:0, 3:0, 0:2)

Kolping-Arena. - 7445 Zuschauer. - SR Popovic/Fluri, Rochette/Müller

Tore: 18. Hollenstein (Bodenmann) 1:0. 29. Wick (Jenni/Ausschluss Zeiter!) 2:0. 34. Jenni (Von Gunten, Wick/Ausschluss Gardner) 3:0. 39. Bell (Hollenstein) 4:0. 46. Adrian Wichser (Gardner, Suchy/Ausschluss Zeiter) 4:1. 49. Down (Patrik Bärtschi) 4:2

Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Kloten Flyers, 5mal 2 Minuten gegen ZSC Lions

PostFinance-Topskorer: Santala; Patrik Bärtschi.

Kloten Flyers: Rüeger; Von Gunten, Forrest; Winkler, Schulthess; Sidler, Du Bois; Kellenberger; Rintanen, Santala, Bell; Rothen, Zeiter, Stancescu; Wick, Liniger, Jenni; Hollenstein, Bodenmann, Lindemann.

ZSC Lions: Sulander; Reist, Suchy; Daniel Schnyder, Seger; Geering, Stoffel; Müller; Alston, Pittis, Bastl; Patrik Bärtschi, Down, Monnet; Gardner, Adrian Wichser, Krutow; Bühler, Grauwiler, Schommer; Micheli.

Bemerkungen: Kloten Flyers ohne Hamr, Welti und Steiner (alle verletzt), ZSC Lions ohne Schelling (verletzt) und Sejna (überzähliger Ausländer). - 49. Timeout Kloten Flyers. - ZSC Lions ab 58:15 ohne Torhüter. - 59:15 Timeout ZSC Lions.

Ambri-Piotta - Zug 1:5 (1:2, 0:2, 0:1)

Valascia. - 2069 Zuschauer. - SR Peer/Stricker, Koller/Zosso

Tore: 2. Damien Brunner (Fabian Schnyder) 0:1. 5. Damien Brunner (Holden, Diaz/Ausschluss Gautschi) 0:2. 9. Law (Duca, Kutlak) 1:2. 25. McTavish (Björn Christen) 1:3. 26. Björn Christen (Ruefenacht, McTavish/Ausschluss Rivers) 1:4. 56. McTavish (Holden, Dupont/Ausschluss Maneluk, Adrian Brunner; Damien Brunner) 1:5

Strafen: 9mal 2 plus 10 Minuten (Kutlak) gegen Ambri-Piotta, 8mal 2 Minuten gegen Zug

PostFinance-Topskorer: Duca; Holden.

Ambri-Piotta: Bäumle; Kutlak, Gautschi; Rivers, Stephan; Bundi, Stirnimann; Marghitola; Botta, Murovic, Demuth; Law, Demuth, Duca; Maneluk, Neff, Pestoni; Mattia Bianchi, Schönenberger, Elias Bianchi; Hofmann.

Zug: Markkanen; Dupont, Oppliger; Diaz, Patrick Fischer; Kress, Jannik Fischer; Björn Christen, Ruefenacht, McTavish; Damien Brunner, Holden, Fabian Schnyder; Lüthi, Steinmann, Di Pietro; Loichat, Duri Camichel, Corsin Camichel.

Bemerkungen: Ambri ohne Casserini, Horak, Juri, Kobach, Mattioli, Walker, Westrum und Schneider (alle verletzt), Zug ohne Boumedienne (überzähliger Ausländer) sowie Schefer und Snell (beide verletzt). - NLA-Debüt von Ambri-Stürmer Grégory Hofmann (18). - Verletzt ausgeschieden: 23. Blaser, 42. Murovic.

Langnau - Lugano 4:0 (0:0, 1:0, 3:0).

Ilfis. - 4595 Zuschauer. - SR Reiber/Prugger, Wehrli/Wirth

Tore: 24. Bieber (Aurelio Lemm, Murphy) 1:0. 42. Simon Moser (Reber, Benjamin Conz) 2:0. 49. Schild (Naumenko/Ausschlüsse Sannitz, Oliver Kamber) 3:0. 55. Brooks (Daigle, Murphy/Ausschluss Helbling) 4:0

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Langnau, 6mal 2 plus 10 Minuten (Aebischer) gegen Lugano

PostFinance-Topskorer: Fabian Sutter; Näser.

Langnau: Benjamin Conz; Naumenko, Reber; Gmür, Murphy; Simon Lüthi, Blum; Christian Moser; Sandro Moggi, Camenzind, Claudio Moggi; Haas, Fabian Sutter, Simon Moser; Aurelio Lemm, Bieber, Daigle; Brooks, Adrian Gerber, Schild.

Lugano: Aebischer; Nummelin, Chiesa; Helbling, Oliver Kamber; Nodari, Hirschi; Profico; Romano Lemm, Robitaille, Domenichelli; Thomas, Sannitz, Hamilton; Näser, Conne, Murray; Jörg, Schlagenhauf, Tristan Vauclair.

Bemerkungen: Langnau ohne Flückiger (verletzt) und Cunti (krank), Lugano ohne Romy, Deveraux (beide verletzt) und Julien Vauclair (krank).

Fribourg - Genève-Servette 1:2 (1:0, 0:0, 0:1, 0:1) n.V.

St-Léonard. - 7000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Kurmann/Stalder, Abegglen/Kaderli.

Tore: 9. Aubin (Heins, Benny Plüss) 1:0. 48. Rubin (Toms, Florian Conz) 1:1. 62. (61:02) Salmelainen (Breitbach) 1:2

Strafen: 9mal 2 plus 5 Minuten (Benny Plüss) plus Spieldauer (Benny Plüss) gegen Fribourg, 7mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Toms, Florian Conz) gegen Genève-Servette

PostFinance-Topskorer: Aubin; Salmelainen.

Fribourg: Caron; Marc Abplanalp, Collenberg; Heins, Birbaum; Ngoy, Marc Leuenberger; Lukas Gerber; Mowers, Aubin, Lachmatow; Casutt, Jeannin, Knoepfli; Sprunger, Bykow, Benny Plüss; Lauper, Botter, Hasani; Wirz.

Genève-Servette: Tobias Stephan; Gobbi, Jonathan Mercier; Vukovic, Malik; Höhener, Breitbach; Toms, Rubin, Florian Conz; Déruns, Savary, Salmelainen; Rivera, Trachsler, Suri; Pivron, Hürlimann, Maurer; Nicolet.

Bemerkungen: Fribourg ohne Leblanc, Genève-Servette ohne Goran Bezina, Cadieux (alle verletzt) und Kolnik (gesperrt). - Timeout Genève-Servette (59:55).

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