Aktualisiert 06.12.2014 22:15

NLA

Bern holt ersten Sieg gegen Zug

In einer unspektakulären Partie zwischen dem EV Zug und dem SC Bern gewinnen die Hauptstädter dank effizentem Powerplay-Spiel knapp aber verdient 2:1.

von
ofi
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6.12.14 Umkämpfte Partie in der Bossard-Arena zwischen Zug und dem SCB.

6.12.14 Umkämpfte Partie in der Bossard-Arena zwischen Zug und dem SCB.

Keystone/Sigi Tischler
Bertschy und Plüss treffen für den SCB. Beide Tore fallen im Überzahlspiel der Berner.

Bertschy und Plüss treffen für den SCB. Beide Tore fallen im Überzahlspiel der Berner.

Keystone/Sigi Tischler
Auch Torhüter Stephan kann die Heimniederlage seines Teams nicht verhindern.

Auch Torhüter Stephan kann die Heimniederlage seines Teams nicht verhindern.

Keystone/Sigi Tischler

Der SC Bern bezwingt im vierten Anlauf den EV Zug (2:1) und hat nun gegen alle elf Teams mindestens einmal gewonnen. Beide Tore erzielt der SCB im Powerplay.

Bern ist bisher das statistisch bester Powerplay-Team der Liga. Und auch gegen Zug lieferten die Berner den Beweis ihrer Stärke im Überzahlspiel: In der 9. Minute erzielte Christoph Bertschy sein bereits zehntes Saisontor, kurz nach Spielmitte sorgte PostFinance-Topskorer Martin Plüss für das Schlussresultat.

Einen starken Auftritt legte auch Nolan Schaefer hin. Der Torhüter, der Stammkeeper Marco Bührer etwas Druck aufsetzen soll, gewann auch sein zweites Spiel, in dem er von Beginn weg spielte. Bern läuft es seit Wochen wie am Schnürchen. Seit Mitte Oktober hat es in 18 Partien nur dreimal (davon zweimal gegen Zug) verloren.

Berner hätten Spiel früher entscheiden können

Beim ersten Saisonsieg gegen die Zuger hätten die Berner die Entscheidung viel früher herbeiführen können. Im Mitteldrittel konnten sie während 116 Sekunden mit zwei Spielern mehr agieren, blieben in dieser Phase aber erfolglos. Gibt es am effizienten SCB-Auftritt etwas zu bemängeln, dann ist es dieser Fakt.

Zug auf der anderen Seite vermag derzeit vor allem in der Offensive nicht zu überzeugen. Der EVZ erzielte in den letzten drei Partien nur gerade drei Tore und verlor erstmals in dieser Saison drei Spiele in Folge.

Gottéron mit Effizienz

Erst zum zweiten Mal in dieser Saison ist Fribourg auf einem Playoff-Platz klassiert. Die von Verletzungssorgen geplagten Freiburger gewinnen den Strichkampf gegen Biel mit 2:1 nach Verlängerung.

Der aufgerückte Verteidiger Schilt, der im 29. Spiel seinen ersten Saisontreffer erzielte, profitierte 27 Sekunden vor Ablauf der Overtime vom mustergültigen Zuspiel von Greg Mauldin. Nachdem der Emmentaler seinem Team den Zusatzpunkt gesichert hatte, jubelte Fribourg ausgelassen. Kein Wunder: Fünf der letzten sechs Partien hatte Gottéron davor verloren und weiterhin fehlen Trainer Gerd Zenhäusern sieben Stürmer.

Wegen der Stürmernot setzt Fribourg derzeit auf Spieler aus der NLB. In Biel halfen Philipp Wüst und Diego Schwarzenbach vom EHC Olten den Freiburgern erstmals aus. Das Duo vermochte zwar nicht gross Akzente zu setzen, überzeugte aber mit viel Einsatz. Die Absenzen vermochte Fribourg nicht zu kaschieren, dank der Effizienz reichte es dennoch zum knappen Erfolg.

Überraschender Sieger

Denn Eigentlich hatte es bis zum Ende nicht nach einem Sieg für Gottéron ausgesehen. Biel besass über die ganze Spielzeit die besseren Chancen und ging in der 32. Minute durch PostFinance-Topskorer Oliver Kamber verdient in Führung, wobei die Scheibe vom ex-Bieler Anthony Huguenin noch entscheidend abgelenkt wurde. Gottéron reagierte umgehend und glich nur knapp drei Minuten später durch Killian Mottet aus.

Im letzten Drittel (14:7 Torschüsse) dominierte Biel sogar, es vermochte aus der Überlegenheit aber keinen Profit zu ziehen. Die erste Heimniederlage im dritten Derby gegen Fribourg vor eigenem Publikum war die Folge davon.

Minisieg für Davos

Davos bekundet gegen die Rapperswil-Jona Lakers beim 13. Sieg im 14. Heimspiel einige Mühe. Immerhin wenden die Bündner ein 0:1 in ein 2:1.

Auf dem Papier war die Partie zwischen Leader Davos und dem Tabellenletzten Rapperswil-Jona Lakers eine klare Angelegenheit, umso mehr, als die Bündner zu Hause bislang überzeugten und vor dem gestrigen Spiel ein Torverhältnis von 67:28 auswiesen. Diesmal kam die Offensivabteilung des HCD jedoch nicht richtig in Fahrt, in der Startphase blieben die Gastgeber gar während einer 91-sekündigen doppelten Überzahl ohne Torerfolg.

In der 13. Minute geriet Davos nach einem Treffer von Verteidiger Leandro Profico gar in Rückstand. Dario Simion (27.) mit seinem zehnten Tor in dieser Saison und Gregory Sciaroni 59 Sekunden vor der zweiten Pause sorgten aber in einem schwachen Spiel doch noch für den fünften Sieg in Serie des Favoriten gegen die Lakers. Dieser ging auf Grund der grösseren individuellen Klasse in Ordnung. Bei den Gästen zeigte Goalie Tim Wolf eine starke Leistung.

Derbysieg für die ZSC Lions

Die ZSC Lions feiern den neunten Sieg in Serie im Zürcher Derby gegen die Kloten Flyers. Der Titelverteidiger siegt 2:0.

Beide Tore der Lions fielen kurz vor dem Ende des ersten Drittels: In der 19. Minute lenkte Reto Schäppi einen Schuss von Marc-André Bergeron unhaltbar zum 1:0 ab, acht Sekunden vor der ersten Pause erhöhte Robert Nilsson in Überzahl nach einem schönen Pass von Ryan Shannon auf 2:0. Danach hatten die Lions die Partie weitgehend im Angriff, war der vierte Sieg in Folge nicht wirklich in Gefahr.

Die Flyers blieben wie bereits beim 0:2 im ersten Saisonduell und zum vierten Mal in den letzten acht Partien gegen den ZSC ohne Torerfolg. Derweil realisierte Lukas Flüeler dank 23 abgewehrten Schüssen bereits seinen fünften Shutout in dieser Saison, womit er in dieser Statistik nun alleine führt.

Bei den Klotenern stellt sich nach der dritten Niederlage in Serie die Frage, wie lange die Geduld von Mehrheits-Aktionär und Präsident Philippe Gaydoul noch anhält. Vor allem die Schwäche in der Offensive (nur 63 Treffer) kriegt das Trainer-Duo Felix Hollenstein/Kimmo Rintanen nicht in den Griff, obwohl die Flyers im Angriff gut besetzt sind. Sie verliessen das Eis bereits zum fünften Mal in dieser Saison ohne Treffer.

Erster Heimsieg nach 60 Minuten für Ambri

Ausgerechnet im 201. Tessiner Derby gegen Lugano gelingt Ambri-Piotta der ersten Heimsieg nach 60 Minuten in dieser Saison. Die Leventiner gewinnen 3:1.

Damit setzten sich auch im vierten Saisonduell der beiden Rivalen die Gastgeber durch, wobei Ambri dank dem Amerikaner Keith Aucoin erstmals 1:0 in Führung ging - beim 5:4-Sieg nach Verlängerung im ersten Heimspiel hatte das Team von Serge Pelletier ein 1:4 aufgeholt. Aucoin konnte bei seinem ersten Treffer nach sechs Partien ohne Torerfolg direkt von der Strafbank kommend auf Elvis Merzlikins losziehen und liess diesem keine Chance.

Petterson vermiest «Shutout» von Tobler

Bis zur 36. Minute baute Ambri die Führung dank Christian Stucki (32.) und Alexandre Giroux (36.) auf 3:0 aus - Giroux erzielte seinen sechsten Treffer in den letzten fünf Partien. Danach stellte sich in erster Linie die Frage, ob der vom B-Ligisten Olten ausgeliehene Michael Tobler im zweiten Spiel für die Leventiner den fünften Shutout in der NLA feiern würde. Dass dem nicht so war, lag an Liga-Topskorer Fredrik Pettersson, der in der 55. Minute zum 26. Mal in dieser Saison traf, nachdem er in den ersten drei Saisonspielen gegen Ambri jeweils ein Doppelpack erzielte hatte.

Während Ambri nach zwei Niederlagen zum Siegen zurückkehrte, verlor Lugano zum zweiten Mal in der laufenden Spielzeit drei Begegnungen hintereinander. Ein besseres Resultat vergaben die Bianconeri vorab im ersten Drittel, als sie während 7:33 Minuten in Überzahl agieren durften, davon 27 Sekunden mit zwei Mann mehr. Zudem verschoss Pettersson in der 40. Minute einen Penalty. Wäre bereits dort das 1:3 gefallen, wäre Ambri wohl noch ins Zittern gekommen.

Zug - Bern 1:2 (1:1, 0:1, 0:0)

6811 Zuschauer. - SR Mollard/Vinnerborg, Rohrer/Wüst.

Tore: 5. Earl (Bürgler) 1:0. 9. Bertschy (Blum, Jobin/Ausschluss Lüthi) 1:1. 32. Plüss (Gardner, Gragnani/Ausschluss Schnyder) 1:2.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Zug, 2mal 2 plus 10 Minuten (Ritchie) gegen Bern.

PostFinance-Topskorer: Bouchard; Plüss.

Zug: Stephan; Schlumpf, Sondell; Ramholt, Grossmann; Lüthi, Alatalo; Erni, Blaser; Martschini, Holden, Suri; Bouchard, Earl, Bürgler; Zangger, Sutter, Herzog; Lammer, Diem, Schnyder.

Bern: Schaefer; Gerber, Blum; Jobin, Gragnani; Randegger, Kreis; Dufner; Alain Berger, Rüfenacht, Pascal Berger; Bertschy, Plüss, Moser; Holloway, Ritchie, Cloutier; Loichat, Gardner, Scherwey; Müller.

Bemerkungen: Zug ohne Christen (überzählig) und Morant, Bern ohne Krueger, Kobasew, Reichert und Furrer (alle verletzt). Timeouts Bern (38.) und Zug (58:07), Zug danach ohne Torhüter.

Biel - Fribourg-Gottéron 1:2 (0:0, 1:1, 0:0, 0:1) n.V.

4857 Zuschauer. - SR Koch/Kurmann, Ambrosetti/Mauron. Tore: 32. Kamber (Umicevic) 1:0. 35. Mottet (Mauldin) 1:1. 65. (64:33) Schilt (Mauldin) 1:2.

Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Spylo) gegen Biel, 5mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.

PostFinance-Topskorer: Kamber; Pouliot.

Biel: Rytz; Steiner, Jecker; Joggi, Gloor; Cadonau, Fey; Gossweiler, Wellinger; Arlbrandt, Olausson, Wetzel; Tschantré, Haas, Spylo; Ehrensperger, Kamber, Umicevic; Berthon, Peter, Rossi.

Fribourg-Gottéron: Nyffeler; Helbling, Huguenin; Ngoy, Kwiatkowski; Kamerzin, Schilt; Zangger, Abplanalp; Kuonen, Hasani, Wüst; Mauldin, Pouliot, Mottet; Sprunger, Tambellini, Fritsche; Montandon, Brügger, Schwarzenbach.

Bemerkungen: Biel ohne Rouiller (krank) und Untersander, Fribourg ohne Bykow, Dubé, Monnet, Ness, Plüss, Jeannin und Vauclair (alle verletzt). Timeout Fribourg-Gottéron (56.).

Davos - Rapperswil-Jona Lakers 2:1 (0:1, 2:0, 0:0)

5459 Zuschauer. - SR Küng/Stricker, Bürgi/Espinoza.

Tore: 13. Profico (Murray) 0:1. 27. Simion (Guerra, Corvi) 1:1. 40. Sciaroni (Axelsson, Ambühl) 2:1.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Davos, 6mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers.

PostFinance-Topskorer: Paulsson; Danielsson.

Davos: Genoni; Guerra, Reto von Arx; Schneeberger, Koistinen; Heldner, Camperchioli; Jan von Arx, Paschoud; Ryser, Ambühl, Axelsson; Marc Wieser, Lindgren, Paulsson; Sciaroni, Samuel Walser, Hofmann; Simion, Corvi, Jörg.

Rapperswil-Jona Lakers: Wolf; Grigioni, Derrick Walser; Weisskopf, Profico; Hächler, Sataric; Lüthi, Sven Berger; Neukom, Persson, Nils Berger; Danielsson, Johansson, Sieber; Pedretti, Obrist, Thibaudeau; Murray, Hürlimann, Rizzello.

Bemerkungen: Davos ohne Dino Wieser, Du Bois, Forster, Kindschi und Schommer. Rapperswil-Jona Lakers ohne Geyer, Frei, Flavio Schmutz, Nodari, Friedli (alle verletzt) und Fransson (überzähliger Ausländer). - 18. Lattenschuss Pedretti. - Timeout Lakers (26.). - Rapperswil-Jona ab 59:27 ohne Goalie.

ZSC Lions - Kloten Flyers 2:0 (2:0, 0:0, 0:0)

9687 Zuschauer.- SR Massy/Wehrli; Borga/Kaderli.

Tore: 19. Schäppi (Bergeron, Fritsche) 1:0. 20. (19:52) Nilsson (Shannon, Bergeron/Ausschluss Kellenberger) 2:0. Strafen: je 5mal 2 Minuten.

PostFinance-Topskorer: Wick; Bieber.

ZSC Lions: Flüeler; Blindenbacher, Siegenthaler; Stoffel, Bergeron; Seger, Tabacek; Schnyder; Baltisberger, Trachsler, Neuenschwander; Keller, Malgin, Nilsson; Fritsche, Senteler, Schäppi; Künzle, Shannon, Wick.

Kloten Flyers: Müller; Back, Vandermeer; DuPont, Harlacher; Frick, von Gunten; Schelling, Randegger; Mueller, Kellenberger, Bieber; Hollenstein, Lemm, Bodenmann; Guggisberg, Casutt; Praplan, Liniger, Stancescu.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Cunti, Bärtschi, Bastl, Smith und Geering. Kloten Flyers ohne Jenni, Bühler, Stoop und Santala (alle verletzt). - Timeout Kloten (58:54), danach ohne Goalie.

Ambri-Piotta - Lugano 3:1 (1:0, 2:0, 0:1)

6353 Zuschauer. - SR Prugger/Wiegand; Fluri/Progin.

Tore: 15. Aucoin (Hall) 1:0. 32. Stucki (Grieder, Lhotak) 2:0. 36. Giroux (Hall/Ausschluss Kienzle) 3:0. 55. Pettersson (McLean/Ausschlüsse Gautschi, Schlagenhauf, Trunz; Walker, Sartori) 3:1 (ohne Goalie).

Strafen: 10mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 7mal 2 Minuten gegen Lugano.

PostFinance-Topskorer: Hall; Pettersson.

Ambri-Piotta: Tobler; Zgraggen, Bouillon; Gautschi, Kobach; Trunz, Sidler; Grieder, Chavaillaz; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Dostoinow; Stucki, Lüthi, Lhotak.

Lugano: Merzlikins; Ulmer, Kienzle; Andersson, Kparghai; Chiesa, Riccardo Sartori; Walker, McLean, Murray; Pettersson, Filppula, Bertaggia; Dal Pian, Walsky, Reuille; Romanenghi, Sannitz, Fazzini.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne O'Byrne, Grassi, Bianchi, Zurkirchen und Flückiger. Lugano ohne Vauclair, Hirschi, Maurer, Klasen, Kostner, Steinmann und Balmelli (alle verletzt). - 27. Lattenschuss Pestoni. - 32. Timeout Lugano. - 40. Pettersson verschiesst Penalty. - Lugano von 54:35 bis 54:54 und ab 57:03 ohne Goalie.

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