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Bern: Kanton zahlt 174 Franken an jede Stadttheaterkarte

In der Fragestunde des Grossen Rates vom Dienstag haben Subventionsbeiträge des Kantons an Kulturinstitutionen zu reden gegeben.

Zudem wurden bezüglich der BKW und eines Bieler Lehrers Vertrauensfragen gestellt.

Peter Eberhart (SVP/Erlenbach) erkundigte sich nach den Subventionsbeiträgen kultureller Institutionen. Erziehungsdirektor Mario Annoni strich, bevor er die Geldbeträge nannte, hervor, dass die Aufgaben kultureller Institutionen weit über den reinen Publikumsverkehr hinausgingen.

Beispielsweise seien Restaurationen und das Pflegen von Sammlungen wichtige Kernaufgaben von Kulturinstitutionen. In der Kunsthalle Bern werde jedes Billett - von rund 10 000 Eintritten pro Jahr - mit 110.50 Franken subventioniert, wurde Annoni konkret.

Beim Schweizerisch Alpinen Museum entstehen pro Eintritt Subventionskosten von 33.50 Franken (bei 25 000 Besuchern pro Jahr). Das Kunstmuseum Bern (57 000 Besucher) benötigt einen Zuschuss von 90 Franken pro verkauftes Ticket; das Stadttheater Bern bekommt für jede verkaufte Theaterkarte 174 Franken (bei 108 000 jährlichen Besuchern).

Die Anstellung eines Lehrers mit pädophiler Vergangenheit in Biel veranlasste Anna Maria Hofer (GFL/Biel) zur Frage, wie die Regierung das Vertrauen der Öffentlichkeit wieder herstellen wolle. Annoni gab bekannt, dass die Anstellungsbehörde, die Schulkommission, nach Meinung der Regierung stets höchste Transparenz walten liess und klare Rahmenbedingungen formulierte.

Zudem sei die Anstellung des Lehrers im Wissen und Einverständnis aller betroffenen Eltern erfolgt.

Lilo Lauterburg-Gygax (GFL/Bern) wollte von der Regierung wissen, wie sie auf das Vorgehen der BKW reagiere, welche die Medien über ihre Pläne eines möglichen neuen AKW-Baus ohne Vorinformation an die Regierung orientierte.

Für die Regierung sei das Vorgehen der BKW «nicht korrekt» gewesen, antwortere Regierungspräsidentin Barbara Egger (SP). Sie habe mündlich und schriftlich darauf reagiert.

(sda)

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