Aktualisiert

Gegen DiebeBern kauft Parkuhren für eine Million

Bern rüstet auf: Weil kriminelle Banden sich 2009 immer wieder über Parkuhren hermachten, werden nun neue, aufbruchsichere Modelle angeschafft.

von
Nina Jecker
Die Stadt muss solche Parkuhren ersetzen, weil sie immer wieder aufgebrochen werden. (Bild: mar)

Die Stadt muss solche Parkuhren ersetzen, weil sie immer wieder aufgebrochen werden. (Bild: mar)

Über 40-mal wurden in Bern im Jahr 2009 Parkuhren aufgebrochen. Zum Vergleich: 2008 hatte es nur zwei solche Fälle ge­geben. «Es handelt sich um eine regelrechte Serie», so Stephan Meyer vom Tiefbauamt. Er geht davon aus, dass dahinter kriminelle Banden stecken. «Sie sind schnell und hinterlassen kaum Spuren.»

Das Vorgehen der Täter ist ­einfach: Mit einem Brecheisen hebeln sie über die Münzaus­gabe die Front auf und greifen sich das Geld. Wie viel Beute so zu machen ist, will Meyer nicht verraten.

Fest steht: In Bern gibt es nur noch Parkuhren, die für mehrere Parkplätze gelten und darum von vielen Lenkern mit Geld gefüttert werden. Der Schaden für die Stadt durch die Münz-Diebe überstieg letztes Jahr die Summe von 100 000 Franken. Neue, einbruchsichere Modelle sollen jetzt Aufbrüchen vorbeugen. Eine durchgehende Stahlfront verhindert dabei, dass die Diebe ans Geld gelangen.

Aber auch das Alter der städtischen Parkuhren bedingt Neuanschaffungen. Kaugummi-, Graffiti- und Red-Bull-Attacken hätten ihren Tribut gefordert, so Meyer. Bis Ende Jahr sollen für rund eine Mil­lion Franken 83 neue Parkuhren installiert werden.

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