Kranke Bäume: Bern muss fast 100 Eschen fällen
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Kranke BäumeBern muss fast 100 Eschen fällen

Wegen einer bösen Pilzkrankheit sind viele Berner Bäume dem Tod geweiht. 90 Eschen sind betroffen.

von
cho
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In den Englischen Anlagen zwischen der Kirchenfeldbrücke und dem Bärenpark in Bern müssen im kommenden Winter rund 90 Eschen gefällt werden.

In den Englischen Anlagen zwischen der Kirchenfeldbrücke und dem Bärenpark in Bern müssen im kommenden Winter rund 90 Eschen gefällt werden.

Laut der Stadt Bern sind die Bäume von einer Pilzkrankheit befallen.

Laut der Stadt Bern sind die Bäume von einer Pilzkrankheit befallen.

Die betroffenen Bäume sollen im kommenden Winter entfernt werden.

Die betroffenen Bäume sollen im kommenden Winter entfernt werden.

In den Englischen Anlagen zwischen der Kirchenfeldbrücke und dem Bärenpark in Bern müssen im kommenden Winter rund 90 Eschen gefällt werden. «Es ist eine grössere Baumfällaktion in der jüngeren Geschichte der Stadt Bern», sagt Christoph Schärer, Leiter Stadtgrün Bern. Die Bäume seien von einer Pilzkrankheit, dem sogenannten Eschentriebsterben, befallen.

Die Krankheit führt dazu, dass die Äste absterben, Baumkronen abbrechen oder ganze Bäume umstürzen können. In dem beliebten Naherholungsgebiet der Stadt Bern werden deshalb die befallenen Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt. Laut Schärer lässt es sich nun nicht mehr vermeiden: «Es war ein schwieriger Entscheid.»

Keine Chance auf Genesung

Ist ein Baum von der Krankheit befallen, gibt es nach Angaben der Stadt Bern heute noch keine Möglichkeit, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen oder zu stoppen. Befallene Bäume könnten nur regelmässig kontrolliert und letztlich gefällt werden.

Ist ein Baum nur wenig befallen, soll er wenn möglich stehen bleiben. Die Bäume die dennoch gefällt werden müssen – laut Schärer mindestens 75 – sollen im kommenden Winter entfernt werden. Zur Schonung des Waldes am Aarehang werden Kletterspezialisten, Forstwarte, Flughelfer und Mitarbeitende von Stadtgrün Bern die Bäume vorbereiten und dann per Helikopter ausfliegen. Gemäss Schärer wird Bern trotz der grosse Anzahl gefällter Bäume nicht kahl und karg: «Die Nachbarbäume werden die Lücken schnell schliessen.»

Die Stadt Bern rechnet damit, dass in den kommenden Jahren zahlreiche weitere Eschen gefällt werden müssen. Eigentümern von Privatgärten empfiehlt sie, die Eschen auf ihren Grundstücken ebenfalls zu beobachten.

Ganze Schweiz betroffen

Der aus Ostasien stammende Erreger wurden in den 1990-er Jahren in Europa erstmals in Polen beobachtet. 2008 wurde die Eschenwelke, wie das Eschentriebsterben auch genannt wird, erstmals in der Schweiz nachgewiesen.

Die Krankheit hat sich schon beinahe im ganzen Land verbreitet, wie der Internetseite der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) zu entnehmen ist. 2013 schaffte der Erreger den Sprung über den Alpenhauptkamm. (cho/sda)

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