Bern: «Bern neu gründen»
Aktualisiert

Bern«Bern neu gründen»

Ein Verein will, dass Stadt und Agglomeration Bern künftig enger zusammenarbeiten. Nur so könnten alle dort mitentscheiden, wo sie von einem Entscheid auch persönlich betroffen seien.

Statt «eindimensionaler Fusionsdiskussionen» will der Verein «Bern neu gründen» aber einen breiten Dialog anregen, bei dem verschiedene Zusammenarbeitsformen möglich sein sollen.

Der Dialog basiere auf der Grundidee, dem städtischen Zentrum Bern eine neue Identität zu geben, schreibt der Verein in einer Mitteilung vom Montag. Es gehe darum «Bern neu zu gründen».

Politische Grenzen bilden Realität nicht ab

Bern und seine umliegenden Gemeinden müssten näher zusammenrücken. Nur so könnten alle dort mitentscheiden, wo sie von einem Entscheid auch persönlich betroffen seien.

Die Kernagglomeration mit einer Viertelmillion Menschen präsentiere sich heute als einheitlicher städtischer Raum. Die politischen Grenzen widerspiegelten aber den gemeinsamen Wohn-, Arbeits- und Freitzeitraum nicht mehr.

Bern habe sich auch in der Vergangenheit immer wieder neu erfunden. So etwa 1919 mit der Eingemeindung von Bümpliz. Gemeinden seien immer wieder geteilt oder zusammengeführt worden.

Hauptstadregion

Jede dieser «Neugründungen» habe Bern weitergebracht, sagte Politologe und Historiker Claude Longchamp laut Mitteilung vor den Medien in Bern.

Bern müsse als Hauptstadtregion gleichwertig zu den Metropolitanräumen auftreten können und durch ein starkes, geeintes Zentrum Anziehungspunkt für dynamische Entwicklungen werden.

Der neu gegründete Verein will im Internet und auf der Strasse präsent sein und Veranstaltungen organisieren. Daneben will er auch auf politischer Ebene Überzeugungsarbeit leisten.

(sda)

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