National League: Bern schon wieder am Tabellenende – ein Pechvogel und ein unerwarteter Leader

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National LeagueBern schon wieder am Tabellenende – ein Pechvogel und ein unerwarteter Leader

Die neue National-League-Saison hat begonnen – wir ziehen nach dem ersten Spielwochenende Bilanz. 

von
Adrian Hunziker
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Das kennt man noch von der vergangenen Saison: Hängende Gesichter beim SC Bern.

Das kennt man noch von der vergangenen Saison: Hängende Gesichter beim SC Bern.

Michela Locatelli/freshfocus
Die Berner gingen in Ambri gleich 1:5 unter. 

Die Berner gingen in Ambri gleich 1:5 unter. 

Michela Locatelli/freshfocus
Auch den ZSC Lions läuft es noch nicht so, wie es die Zürcher selber erwarteten. 

Auch den ZSC Lions läuft es noch nicht so, wie es die Zürcher selber erwarteten. 

Martin Meienberger/freshfocus

Darum gehts

Zwei Runden sind in der neuen Saison der National League gespielt und der einst mächtige SC Bern, der 16-fache Schweizer Meister, steht bereits wieder dort, wo er auf keinen Fall stehen will: am Tabellenende. Hinzu kommt ein Überraschungsleader und ein grosser Pechvogel. Diese Themen gaben am ersten Spielwochenende zu reden:

SCB und ZSC sind unzufrieden

Es war eine vergangene Saison zum Vergessen gewesen, der SC Bern hatte in den letzten Runden den Pre-Playoff-Platz in extremis noch an Ambri verloren. Nun sollte alles besser werden. Sollte … Denn der SCB findet sich nach zwei Spieltagen bereits erneut am Tabellenende wieder. Zwar war der Wiedereinstieg in die Liga mit einem starken Heimauftritt gegen Meister EVZ noch einigermassen gelungen, immerhin einen Punkt gab es für die Mutzen. Doch am Samstag folgte die Ernüchterung: In Ambri waren die Berner beim 1:5 chancenlos. Ist das bereits die nächste Berner Krise?

Auch einer der meistgenannten Titelfavoriten, die ZSC Lions, sind alles andere als souverän gestartet. Beim 1:4 in Rapperswil am Mittwoch hatte man noch davon sprechen können, dass sie nicht bereit waren. Nach dem 1:2 nach Verlängerung in Langnau, gegen eines der am schwächsten eingestuften Teams, brennt aber schon wieder der Baum. Und dann war da noch der Neuzugang, der nach gerade mal elf Minuten wieder vom Eis musste. 

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Als Geschenk eine Verletzung: Pechvogel Texier 

Als Transfercoup hat man den Wechsel von Alexandre Texier zu den Lions teilweise bezeichnet. Der 23-Jährige wechselte aus der NHL, von den Columbus Blue Jackets, zu den Zürchern. Texier machte den Schritt nach Europa aus familiären Gründen, hiess es vonseiten des ZSC. Man erhoffte sich vom jungen Franzosen viel.

Doch wie bereits erwähnt, währte sein Debüt, gerade mal einen Tag nach seinem 23. Geburtstag, nur elf Minuten. Das, weil er dann von Rappis Jeremy Wick in die Bande gecheckt wurde und mit einer Oberkörperverletzung ausfiel. Die Zürcher müssen nun mehrere Wochen auf den Neuzugang verzichten – bitter. 

Mit Video-Beweis Aggressiv-Leader aus dem Verkehr ziehen

Wick, der nach seinem Foul gegen Texier für ein Spiel gesperrt wurde, ist nicht der einzige Sündenbock nach den ersten Spieltagen. Auch Biels Alexander Jakowenko, Langnaus Claudio Cadonau und Ambris Brandon McMillan wurden nach Foulspielen für eine Partie aus dem Verkehr gezogen. Cadonau und McMillan für einen Check gegen den Kopf.

Waren diese Spieler alle übermotiviert? Gut möglich. Es hat aber auch damit zu tun, dass sich die Schiedsrichter nach Fouls die Szenen neu auf Video betrachten dürfen und das Strafverdikt so anpassen können. Es ist davon auszugehen, dass in dieser Saison mehr Spieler als noch in den vergangenen Jahren gesperrt werden.

Rappi, Biel und Ambri überraschen

Kommen wir zu den positiven Überraschungen in dieser noch jungen Saison: An der Tabellenspitze sind Teams zu finden, mit denen wohl nur die wenigsten gerechnet hätten: Rappi (sechs Punkte), Biel (sechs Punkte) und Ambri (fünf Punkte). Dazu muss man aber auch sagen, dass die Seeländer und die Leventiner oft gut in die Saison starten und danach aufpassen müssen, dass sie nicht nach unten durchgereicht werden. Ob das heuer auch wieder passieren wird, wird sich in den nächsten Wochen weisen.

Erstes National-League-Spiel seit vier Jahren für Kloten

Der EHC Kloten absolvierte am Sonntagabend mit dem Heimspiel gegen Rapperswil die erste Partie in der National League seit 2018 und dem Abstieg. Damals scheiterten die Klotener in der Liga-Quali ausgerechnet an den Lakers und verbrachten vier Spielzeiten in der Swiss League, bis der Wiederaufstieg in diesem Frühling Tatsache wurde. Bei der Revanche gegen Rappi verlor Kloten mit 1:4.

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