Aktualisiert 02.01.2010 21:51

National League ABern siegt - Davos verliert beim Schlusslicht

Der SC Bern hat seine Leaderposition in der 36. Runde der National League A mit dem 7:3-Derbysieg gegen Biel von den ZSC Lions zurückerobert.

Bern - Biel: Bern setzte Heimserie gegen Biel fort

Trotz dreimaliger Führung muss Biel weiter auf den ersten Sieg in Bern seit dem 17. Februar 1990 warten. Der Leader kehrte mit dem 7:3 nach zwei Niederlagen auf die Siegesstrasse zurück.

Die 16 510 Zuschauer wurden insbesondere in den ersten 10 Minuten des zweiten Drittels exzellent unterhalten; in dieser Zeitspanne fielen nicht weniger als sechs Tore. Die Berner drehten dank drei Treffern innerhalb von 237 Sekunden bis zur 30. Minute ein 2:3 in ein 5:3. Es reüssierten Marc Reichert, Beat Gerber und Jean-Pierre Vigier. Während Reichert zum vierten Mal in dieser Saison und zum dritten Mal gegen Biel traf, schoss Gerber sein erstes Saisontor. In der 42. Minute knickte Caryl Neuenschwander mit dem 6:3 die letzten Hoffnungen der Gäste. Quasi mit der Schlusssirene doppelte der Stürmer nach; zuvor hatte Neuenschwander 14 Partien hintereinander nicht getroffen.

Die mutigen Seeländer hatten verdient dreimal vorgelegt. Für das 3:2 (23.) zeichnete Noah Schneeberger verantwortlich; der 21- jährige Verteidiger feierte mit dem 1. Treffer in der NLA nicht nur eine Premiere - er bezwang SCB-Goalie Marco Bührer mit einem «Buebetrickli» -, sondern liess sich auch noch zwei Assists gutschreiben. Dass die Bieler die zehnte Niederlage in den letzten elf Auswärtsspielen erlitten, lag an der Defensivleistung. Mit zum Teil haarsträubenden Fehlern luden sie die Berner förmlich zum Toreschiessen ein.

Ambri - Davos: Ambri mit starkem Powerplay

Ambri-Piotta kam mit drei Überzahltoren aus sechs Powerplay- Gelegenheiten zu einem 5:4-Sieg über den Meister und Spengler-Cup- Finalisten Davos. Der Ambri-Kanadier Kirby Law ragte als Doppeltorschütze und mit insgesamt vier Skorerpunkten heraus.

Das Siegtor erzielte Adrian Brunner fünf Minuten vor Spielende. Claudio Neff bereitete drei Ambri-Treffer vor. Und auch Paolo Duca, am Spengler Cup noch Verstärkungsspieler in den Reihen des HCD, trumpfte in einem dramatischen Offensiv-Spektakel auf. Der Captain und Topskorer der Leventiner verbuchte in seinem 500. NLA-Spiel ein Tor und ein Assist.

Duca hatte mit dem zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich nach einem 0:2-Rückstand den Umschwung zu Gunsten von Ambri-Piotta eingeleitet. Jener Treffer kann noch als Powerplay gewertet werden, da in der gleichen Sekunde eine HCD-Strafe ablief.

Alain Demuth erzielte mit einem regulären Schlittschuhtor ohne Kickbewegung in der 46. Minute das 4:3, ehe Davos sieben Minuten später durch Sandro Rizzi zum zweiten Mal ausglich. Die Gäste drückten im Finish dann mit aller Macht noch auf das 5:5. Doch Ambri rettete den Dreipunkte-Sieg dank Goalie Thomas Bäumle und riesigem Kampfgeist über die Distanz.

Das Schlusslicht aus dem Tessin beendete mit diesem Erfolg eine Negativserie von zuvor sieben Niederlagen in Serie. Zudem war es der erste Sieg von Ambri seit 14 Monaten über die Bündner.

Zug - Genève-Servette: Servette drehte die Partie verdient

Trotz eines 0:2-Rückstandes kam Genève-Servette bei Zug zu einem 3:2-Sieg nach Penaltyschiessen. Für die Innerschweizer war es die erste Niederlage nach sechs Siegen in Serie.

Nach den ersten zwölf Penaltys hatte es 1:1 gestanden. Dann traf Jeff Toms für die Genfer, während Micki Dupont verschoss. Der Sieg von Servette ging in Ordnung. Die Gäste übernahmen nach dem ersten Drittel das Spieldiktat und glichen durch Goran Bezina (35.) und Christopher Rivera (49.) verdient aus. Wie überlegen die Genfer nach der ersten Pause waren, verdeutlicht das Schlussverhältnis von 42:19. Die Zuger hatten es dem starken finnischen Goalie Jussi Markkanen, der phasenweise hexte, zu verdanken, dass sie wenigstens noch einen Punkt holten.

Zunächst hatte alles auf einen Sieg des Heimteams hingedeutet.In der 6. Minute nutzte Josh Holden in doppelter Überzahl den Freiraum für einen präzisen Schuss. Der Kanadier traf bereits zum 22. Mal in dieser Saison, womit er in der Torschützenliste nun die alleinige Nummer 1 ist. Nur 65 Sekunden später - der Genfer Martin Höhener sass immer noch auf der Strafbank - gelang Fabian Schnyder das 2:0. Die Zuger unterstrichen, warum sie derzeit über das beste Powerplay der Liga verfügen.

Kloten Flyers - SCL Tigers: Glanzloser Pflichtsieg der Flyers

Defensiv kompakte Kloten Flyers kamen gegen die SCL Tigers zu einem standesgemässen 4:1-Heimsieg. Die Schweizer Nationalverteidiger Patrick von Gunten und Félicien Du Bois erzielten zwei der vier Treffer der Zürcher Unterländer.

Kloten realisierte aus sechs Überzahlsituationen wenigstens einen Torerfolg durch Du Bois zum 4:1. Frédéric Rothen war mit dem vorangegangenen 3:1 das NLA-Tor Nummer 100 für Kloten gelungen. Die Gäste aus dem Emmental erwiesen sich vor allem in der Offensive als zu harmlos. Mehr als der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich durch Alexandre Daigle (35.) brachten sie nicht zu Stande.

Dabei vermochten die Emmentaler auch aus einer doppelten Überzahlsituation von 33 Sekunden Dauer im Startdrittel sowie aus vier weiteren Powerplays kein Kapital zu schlagen.

National League A, 36. Runde

Bern - Biel 7:3 (1:1, 4:2, 2:0)

PostFinance-Arena. - 16 510 Zuschauer. - SR Prugger, Kehrli/Wehrli.

Tore: 3. Gloor (Zigerli, Schneeberger) 0:1. 19. Pascal Berger (Froidevaux, Dominic Meier) 1:1. 21. (20:14) Nüssli (Schneeberger, Fata) 1:2. 21. (20:43) Furrer (Pascal Berger, Froidevaux) 2:2. 23. Schneeberger (Wetzel, Gloor) 2:3. 26. Reichert (Dominic Meier, Roland Gerber) 3:3. 27. Beat Gerber (Vigier, McLean) 4:3. 30. Vigier (Gamache, McLean) 5:3. 42. Neuenschwander (Rüthemann, Plüss) 6:3. 60. (59:59) Neuenschwander (Stettler) 7:3.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Bern, 4mal 2 Minuten gegen Biel.

PostFinance-Topskorer: Plüss; Bordeleau.

Bern: Bührer; Stettler, Philippe Furrer; Jobin, Hänni; Dominic Meier, Beat Gerber; Rytz; Vigier, McLean, Gamache; Rüthemann, Martin Plüss, Neuenschwander; Pascal Berger, Froidevaux, Bartecko; Roland Gerber, Trevor Meier, Reichert.

Biel: Berra/Caminada (ab 41.); Jackman, Seydoux; Schneeberger, Steinegger; Kparghai, Brown; Trunz; Truttmann, Bordeleau, Tschantré; Lötscher, Fata, Nüssli; Ehrensperger, Peter, Deny Bärtschi; Zigerli, Gloor, Wetzel; Tschannen.

Bemerkungen: Bern ohne Dubé, Thomas Ziegler (beide verletzt), Roche (krank), Josi und Tristan Scherwey (beide U20-Nati). Biel ohne Gossweiler und Fröhlicher (beide verletzt). -Pfosten- /Lattenschüsse: 13. Jobin, 31. Furrer.

Zug - Genève-Servette 2:3 (2:0, 0:1, 0:1, 0:0) n.P.

Herti. - 3988 Zuschauer. - SR Stricker, Fluri/Küng.

Tore: 6. (5:15) Holden (Dupont, Diaz/Ausschlüsse Kolnik, Höhener) 1:0. 7. (6:20) Schnyder (Holden, Brunner/Ausschluss Höhener) 2:0. 35. Bezina (Salmelainen, Déruns) 2:1. 49. Rivera (Hürlimann, Conz) 2:2.

Penaltyschiessen: Christen -, Toms -; Rüfenacht -, Salmelainen-; Brunner 1:0, Kolnik 1:1; Oppliger -, Rubin -; Duri Camichel -, Déruns -; Kolnik -, Brunner -; Toms 1:2, Dupont -.

Strafen: 12mal 2 plus 10 Minuten (Snell) gegen Zug, 10mal 2 plus 10 Minuten (Déruns) gegen Genève-Servette.

PostFinance-Topskorer: Holden; Salmelainen.

Zug: Markkanen; Diaz, Patrick Fischer; Blaser, Dupont; Snell, Schefer; Damien Brunner, Holden, Fabian Schnyder; Björn Christen, Oppliger, Corsin Camichel; Rüfenacht, Duri Camichel, Di Pietro; Kress, Steinmann, Fabian Lüthi.

Genève-Servette: Tobias Stephan; Mercier, Goran Bezina; Vukovic, Malik; Höhener, Breitbach; Déruns, Savary, Salmelainen; Toms, Rubin, Kolnik; Cadieux, Trachsler, Suri; Rivera, Florian Conz, Hürlimann.

Bemerkungen: Zug ohne McTavish (verletzt), Zurkirchen, Loichat, Jannick Fischer (alle U20-Nati). Genève-Servette ohne Gobbi (verletzt) und Antonietti (U20-Nati). - Timeouts: Genève-Servette (23.); Zug (62.).

Ambri-Piotta - Davos 5:4 (0:2, 3:1, 2:1)

Valascia. - 3763 Zuschauer. - SR Massy, Tscherrig/Zosso.

Tore: 8. Dino Wieser (Ramholt) 0:1. 17. Marha (Grossmann/Ausschluss Sciaroni!) 0:2. 23. Law (Neff) 1:2. 27. Duca (Law) 2:2. 34. Law (Duca, Neff/Ausschluss Marc Wieser) 3:2. 36. Dino Wieser (Grossman) 3:3. 46. Demuth 4:3. 53. Rizzi (Marc Wieser) 4:4. 55. Adrian Brunner (Law, Neff/Ausschluss Taticek) 5:4.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 7mal 2 Minuten gegen Davos.

PostFinance-Topskorer: Duca; Guggisberg.

Ambri-Piotta: Bäumle; Kutlak, Kobach; Bundi, Stirnimann; Rivers, Mattioli; Walker, Murovic, Demuth; Law, Adrian Brunner, Neff; Duca, Westrum, Pestoni; Botta, Bianchi, Juri.

Davos: Genoni; Guerra, Forster; Ramholt, Grossmann; Jan von Arx, Back; Wellinger; Guggisberg, Reto von Arx, Joggi; Setzinger, Marha, Widing; Bürgler, Taticek, Sciaroni; Marc Wieser, Rizzi, Dino Wieser.

Bemerkungen: Ambri ohne Casserini, Gautschi, Schneider (alle verletzt), Schönenbeger (Familie) sowie Clarke (überzähliger Ausländer), Davos ohne Stoop und Untersander (U20-WM), Salmonsson (überzähliger Ausländer). - 7. Pfostenschuss Sciaroni. - 500. NLA- Spiel von Duca. - 31. Timeout Davos, ab 58:52 ohne Torhüter.

Kloten Flyers - SCL Tigers 4:1 (1:0, 2:1, 1:0)

Kolping-Arena. - 5710 Zuschauer. - SR Eichmann, Bürgi/Eichmann.

Tore: 4. Von Gunten (Santala) 1:0. 35. (34:32) Daigle (Camenzind) 1:1. 35. (34:49) Santala (Forrest, Lindemann) 2:1. 38. Rothen (Du Bois) 3:1. 44. Du Bois (Santala/Ausschluss Murphy) 4:1.

Strafen: je 6mal 2 Minuten.

PostFinance-Topskorer: Rintanen; Brooks.

Kloten Flyers: Rüeger; Von Gunten, Forrest; Du Bois, Sidler; Winkler, Schulthess; Bonnet, Hollenstein; Lindemann, Santala, Rintanen; Bell, Zeiter, Stancescu; Wick, Liniger, Jenni; Rothen, Kellenberger, Jacquemet.

SCL Tigers: Schoder; Naumenko, Christian Moser; Lüthi, Reber; Murph, Blum; Gmür; Sandro Moggi, Bieber, Claudio Moggi; Helfenstein, Sutter, Simon Moser; Brooks, Camenzind, Daigle; Schild, Adrian Gerber, Haas.

Bemerkungen: Kloten ohne Hamr, Welti und Steiner (alle verletzt) sowie Bodenmann (überzählig) SCL Tigers ohne Cunti und Flückiger (beide krank).

National League A

Vor den Spielen

In den Abendspielen der National Leauge A kommt es zum Berner Derby. Während Biel unbedingt Punkte für die Playoffs braucht, möchte Bern die Tabellenführung zurückerobern.

Nach den Nachmittagsspielen greifen am Abend auch die restlichen acht Teams der National League A im Jahr 2010 ins Geschehen ein. Im Berner Derby braucht dabei Biel gegen den grossen Rivalen aus der Hauptstadt unbedingt drei Zähler. Der Rückstand der Seeländer auf den achten Platz ist allerdings schon ziemlich gross. Biel machte zuletzt gegen die Mutzen immer wieder ein sehr gutes Bild. Ob das dieses Mal auch so ist? Der SCB dagegen würde mit einem Sieg seine Leaderposition zurückerobern. Um Punkte fürs Playoff kämpfen die SCL Tigers im Duell mit Kloten.

Gespannt darf man auch auf den Auftritt von Davos nach dem Spengler Cup sein. Die Bündner treffen auf Schlusslicht Ambri. Mit Zug gegen Servette wird die Runde komplettiert.

National League A, 36. Runde

Fribourg – Lakers 3:4 n.V.

ZSC – Lugano 5:2

Kloten – Langnau 19.45 Uhr

Bern – Biel 19.45 Uhr

Ambri – Davos 19.45 Uhr

Zug – Servette 19.45 Uhr

National League A

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