Grossstadt : Bern soll zweitgrösste Stadt der Schweiz werden
Aktualisiert

Grossstadt Bern soll zweitgrösste Stadt der Schweiz werden

Die Region Bern könnte ihr Potenzial besser nutzen, wenn die Stadt mit den umliegenden Gemeinden fusionieren würde. Ein Verein verlangt die Grossstadt.

Bern soll bis 2030 zur zweitgrössten Stadt der Schweiz werden, dies fordert ein Verein.

Bern soll bis 2030 zur zweitgrössten Stadt der Schweiz werden, dies fordert ein Verein.

Die Studie geht von einer Stadtregion aus, der zwölf Gemeinden angehören: Bern, Köniz, Ostermundigen, Muri, Ittigen, Zollikofen, Wohlen, Bolligen, Bremgarten, Kehrsatz, Kirchlindach und Frauenkappelen. Mit gut 240'000 Einwohnern und 190'000 Beschäftigten würde sie zur zweitgrössten Stadt der Schweiz.

Heute erfüllen die Gemeinden ihre Aufgaben teils allein, teils in Kooperationsmodellen wie der Regionalkonferenz und Gemeindeverbänden. «Diese losen Strukturen der Zusammenarbeit werden nicht genügen, um die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu bewältigen», heisst es in der Studie, die vom Verein «Bern neu gründen» in Auftrag gegeben wurde.

Gross-Bern soll bis 2030 entstehen

Der Standortwettbewerb werde zunehmen, bei vergleichsweise schwachem Wachstum. Den Gemeinden werde die Aufgabenerfüllung immer teuer zu stehen kommen, was zu höherer Steuerbelastung führe. Auch striktere Vorgaben der Raumplanung und der Zwang zur baulichen Verdichtung sprächen für einen Zusammenschluss der Gemeinden.

Der überparteiliche Verein «Bern neu gründen» setzt sich seit 2009 für eine engere Zusammenarbeit von Stadt und Agglomeration Bern ein. Die Studie hat er beim Berner Beratungs- und Forschungsunternehmen Ecoplan in Auftrag gegeben.

Aus Sicht des Vereins ist klar, dass Gemeindefusionen nicht kurzfristig umsetzbar sind. Deshalb hat er den Zeithorizont für die «Stadtregion Bern» auf das Jahr 2030 gelegt. Die Studie spricht denn auch vom Weg der kleinen Schritte, den es nun weiterzuverfolgen gelte. Der Verein will diesen Prozess begleiten.

(sda)

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