National League A: Bern wieder Leader
Aktualisiert

National League ABern wieder Leader

Durch ein äusserst kurioses Tor während den letzten Sekunden gewinnt Davos nach einer furiosen Partie gegen ein ebenbürtiges Kloten mit 3:2. Bern besteigt nach seinem Sieg gegen Langnau wieder den Leaderthron.

National League A, 21. Runde:

ZSC - Biel 4:3 n.P. (1:2/1:1/1:0)

Bern – Langnau 5:3 (3:0/1:0/1:3)

Davos – Kloten 3:2 (1:0/1:2/1:0)

Servette - Fribourg 5:1 (3:0/1:1/1:0)

Zug – Lakers 2:5 (0:1/0:3/2:1)

Ambri - Lugano 6:7 n.P. (2:1/3:2/1:3)

Berner Derby früh entschieden

Nach bloss zwölf Minuten war das Berner Derby entschieden.

Der SC Bern führte 3:0 und bezwang die SCL Tigers am Ende 5:3. Langnau erzielte die letzten zwei Tore erst in den letzten drei Minuten. Bern reagierte auf das 0:3 vom Freitag in Lugano vehement und dominierte die Startphase. Die Tigers hielten dem Druck nicht lange stand. Langnaus Goalie Mathias Schoder liess zwischen der 4. und der 12. Minute drei Schüsse (von fünf) passieren.

Nach dem furiosen Start begnügte sich Bern darauf, den Vorsprung zu verwalten. Dabei verhielten sich die Berner jedoch eher ungeschickt: Das erste Gegentor kassierten sie in doppelter Überzahl, das 2:5 war ein Eigentor von Alex Chatelain, und beim 3:5 leistete sich Goalie Marco Bührer weit neben dem Tor einen Fehlpass. Zu diesen Pannen passte ausserdem die Bankstrafe gegen Coach John van Boxmeer (31.).

ZSC Lions siegen erst nach Penaltyschiessen

Die ZSC Lions sind im Heimspiel gegen Aufsteiger Biel mit einem blauen Auge davongekommen. Die Zürcher siegten erst nach Penaltyschiessen 4:3.

Dreimal gingen die Gäste aus dem Seeland während der regulären Spielzeit in Führung, dreimal konnte der Schweizer Meister ausgleichen. Im Penaltyschiessen verwerteten Jean-Guy Trudel und Adrian Wichser ihre Versuche. Die Bieler scheiterten viermal an Lukas Flüeler, der einmal mehr Ari Sulander im Tor der Zürcher vertrat.

Rüegers grosser Fehler

Ein Goaliefehler entschied den hochklassigen Spitzenkampf zwischen Davos und Kloten.

Ronnie Rüeger bugsierte 12 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit einen Schuss von HCD-Stürmer Peter Guggisberg unglücklich ins eigene Tor zum 3:2. Topskorer Andres Ambühl hatte die Bündner mit seinem fünften Tor in dieser Woche in Führung geschossen (12.), Radek Hamr gelang der verdiente Ausgleich (26.) Und auch den zweiten HCD-Vorsprung, durch Marc Wieser (29.), konterten die Gästen 19 Sekunden vor Ende des zweiten Abschnitts dank Topskorer Kimmo Rintanen.

Im immer noch sehr intensiven und temporeichen Schlussdrittel hatten die vorher fünfmal in Serie siegreichen Zürcher ein leichtes Plus. Leonardo Genoni hielt die "Blau-Gelben" aber mit einigen Paraden und etwas Glück (Pfostenschuss von Welti) im Spiel.

Servettes Effizienz

Kurzen Prozess machte der HC Genève-Servette beim 5:1 gegen Fribourg.

Obwohl die Partie von A bis Z ausgeglichen verlief, führten die Genfer schon nach 18 Minuten 3:0. Servette agierte effizient. Fribourgs Goalie Sébastien Caron, der am Freitagabend beim 4:1 gegen Zug 47 Schüsse pariert hatte, konnte in der diese Saison erstmals ausverkauften Les-Vernets-Halle drei der ersten sechs Schüsse nicht abwehren.

Fribourg verkürzte im zweiten Abschnitt auf 1:3; Servette konterte aber wenig später durch Serge Aubin mit dem vierten Treffer. Verteidiger Goran Bezina erzielte zwei Tore (1:0 und 5:1), das zweite mit einem Sololauf direkt ab der Strafbank.

Dunkle Nacht in der Herti

Der EVZ muss sich auf eine unangenehme Natipause einstellen: Das 2:5 gegen Rapperswil-Jona war die dritte Niederlage in Serie.

Kumuliert steht aus den letzten drei Partien ein Torverhältnis von 4:14 zu Buche. Die Zuger enttäuschten gegen das Schlusslicht auf allen Ebenen. Viele Angriffsbemühungen wurden durch ungenügende Auslösungen früh gestoppt, hinzu kamen Abwehrfehler und Strafen. Beim 0:1 durch Sanny Lindström sass Patrick Fischer auf der Strafbank (18.), die beiden nächsten Treffer durch Lindström und Christian Berglund (30./31.) fielen während einer Fünfminuten-Strafe gegen Brad Isbister.

Die zwei Treffer im Schlussabschnitt waren nicht mehr als ein Strohfeuer.

Luganos grosse Moral

Ambri hat den Kantonsrivalen Lugano nach dem 6:0 in der Resega auch im zweiten Saison-Derby sehr geärgert. In der Valascia siegten die «Bianconeri» erst nach Penalties mit 7:6.

Die zuletzt fünfmal sieglosen Leventiner führten nach drei Minuten 2:0, später auch 3:2 und 5:3, Lugano bewies aber viel Moral. Im Schlussdrittel machten der frühere Ambri-Spieler Hnat Domenichelli (2) und Thierry Paterlini aus dem 3:5 ein 6:5, ehe Paolo Duca mit seinem dritten Treffer erneut ausglich.

Erstaunlich, dass Lorenzo Croce das Goalieduell gegen David Aebischer gewann. Der Ur-Leventiner, der wegen des Kreuzbandrisses von Thomas Bäumle zum Handkuss kam, wirkte stets ruhig. Der ehemalige NHL-Keeper liess zu viele Rebounds zu, steigerte sich aber immerhin in der Schlussphase.

Telegramme:

Davos – Kloten 3:2 (1:0/1:2/1:0)

Vaillant-Arena. - 5031 Zuschauer. - SR Reiber, Fluri/Dumoulin

Tore: 12. Ambühl (Taticek, Reto von Arx/Ausschluss Welti) 1:0. 26. Hamr (Ausschluss Stoop) 1:1. 29. Marc Wieser (Stoop) 2:1. 40. (39:41) Rintanen (Santala) 2:2. 60. (59:48) Guggisberg 3:2

Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Davos, 7mal 2 Minuten gegen Kloten

PostFinance-Topskorer: Ambühl; Rintanen.

Davos: Genoni; Gianola, Grossmann; Gerber, Blatter; Stoop, Furrer; Jan von Arx; Riesen, Reto von Arx, Sykora; Bürgler, Marha, Daigle; Marc Wieser, Taticek, Dino Wieser; Guggisberg, Rizzi, Ambühl; Helfenstein.

Kloten: Rüeger; Welti, Hamr; Winkler, Schulthess; Du Bois, Sidler; Bonnet, Yves Müller; Wick, Santala, Rintanen; Lindemann, Brown, Stancescu; Jenni, Liniger, Walser; Kellenberger, Schlagenhauf, Jacquemet.

Bemerkungen: Davos ohne Pascal Müller, Leblanc und Della Rossa (alle überzählig), Kloten ohne Rothen und Von Gunten (beide verletzt). 40. Pfostenschuss Rintanen. 56. Pfostenschuss Welti. 59:48 Timeout Kloten und dann bis Schluss ohne Goalie.

ZSC Lions - Biel 4:3 (1:2, 1:1, 1:0, 0:0) n.P.

Hallenstadion. - 7685 Zuschauer. - SR Kämpfer, Wehrli/Wirth

Tore: 5. Himelfarb (Truttmann, Wetzel) 0:1. 8. Pittis (Forster, Trudel/Ausschluss Ling) 1:1. 19. Fata (Ling, Nüssli) 1:2. 30. Lukas Grauwiler (Suchy, Gardner) 2:2. 31. Ehrensperger (Peter/Ausschluss Reber!) 2:3. 48. Gardner (Sejna/Ausschluss Gossweiler) 3:3. - Penaltyschiessen: Ling -, Alston -; Fata -, Trudel 1:0; Himelfarb -, Sejna -; Truttmann -, Adrian Wichser 2:0

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 9mal 2 Minuten gegen Biel

PostFinance-Topskorer: Gardner; Nüssli.

Bern – Langnau 5:3 (3:0/1:0/1:3)

PostFinance-Arena. - 17 131 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker, Mauron/Schmid

Tore: 4. Gamache (Bordeleau) 1:0. 7. Josi (Gamache, Reichert) 2:0. 13. Abid (Rüthemann, Martin Plüss/Ausschluss Toms) 3:0. 39. Martin Plüss (Thomas Ziegler) 4:0. 51. Bieber (Ausschlüsse Curtis Murphy, Bayer!!) 4:1. 52. Abid (Martin Plüss, Rüthemann/Ausschlüsse Curtis Murphy, Bayer) 5:1. 57. Stettler (Fabian Sutter, Steiner/Ausschluss Thomas Ziegler) 5:2 (Eigentor Chatelain). 60. (59:27) Joggi (Bayer) 5:3 (ohne Torhüter)

Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Bern, 5mal 2 plus 10 Minuten (Camenzind) gegen Langnau.

PostFinance-Topskorer: Roche; Martin Kariya.

Bern: Bührer; Beat Gerber, Philippe Furrer; Roche, Thomas Ziegler; Rytz, Josi; Jobin, Marc Leuenberger; Abid, Martin Plüss, Rüthemann; Reichert, Bordeleau, Gamache; Trevor Meier, Chatelain, Daniel Meier; Pascal Berger, Froidevaux, Alain Berger.

Langnau: Schoder; Curtis Murphy, Fröhlicher; Stettler, Bayer; Christian Moser, Gmür; Adrian Gerber; Toms, Martin Kariya, Simon Moser; Setzinger, Zeiter, Joggi; Steiner, Fabian Sutter, Bieber; Sandro Moggi, Camenzind, Claudio Moggi.

Bemerkungen: Bern ohne Patrik Bärtschi und Dubé, Langnau ohne Blum, Tallarini, Marolf, Lüthi (alle verletzt) und Kobach (wird nach Leihtransfer gegen Bern nicht eingesetzt). - Pfostenschuss Curtis Murphy (9.).

Zug – Lakers 2:5 (0:1/0:3/2:1)

Herti. - 4224 Zuschauer. - SR Popovic, Arm/Küng

Tore: 18. Nordgren (Lindström/Ausschluss Patrick Fischer) 0:1. 30. Lindström (Roest/Ausschluss Isbister) 0:2. 31. Berglund (Patrick Fischer II, Nordgren/Ausschluss Isbister) 0:3. 37. Burkhalter (Reuille) 0:4. 43. Di Pietro (Brunner) 1:4. 47. DuPont (Brunner, Camichel/Ausschlüsse Bianchi; Siren) 2:4. 60. (59:00) Patrick Fischer II 2:5 (ins leere Tor) 2:4

Strafen: 3mal 2 plus 5 Minuten (Isbister) plus Spieldauer (Isbister) gegen Zug, 2mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona

PostFinance-Topskorer: Holden; Roest.

Zug: Weibel; DuPont, Kress; Diaz, Back; Dominic Meier, Maurer; Jannik Fischer; Camichel, Holden, Isbister; Di Pietro, Patrick Fischer, Brunner; Schnyder, Oppliger, Casutt; Bianchi, Bucher, Steinmann.

Rapperswil: Züger; Guyaz, Patrick Fischer II; Lindström, Voisard; Geyer, Berger; Reuille, Burkhalter, Siren; Nordgren, Roest, Berglund; Raffainer, Bütler, Rizzello; Tschuor, Hürlimann, Friedli.

Bemerkungen: Zug ohne Sutter, Christen, McTavish und Harrison (alle verletzt), Rapperswil ohne Svensson, Parati, Schefer (alle verletzt) und Klingler (überzählig). 47. Timeout Rapperswil. Zug zwischen 58:48 und 59:00 ohne Goalie. Kress nach erstem Drittel verletzt ausgeschieden.

Servette - Fribourg 5:1 (3:0/1:1/1:0)

Les Vernets. - 6773 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stalder, Kehrli/Stäheli

Tore: 4. Goran Bezina (Kolnik, Vigier) 1:0. 16. Vigier (Ritchie) 2:0. 19. Ritchie (Kolnik, Vigier) 3:0. 28. Benny Plüss (Sprunger, Caron/Ausschluss Trachsler) 3:1. 38. Aubin (Rubin, Déruns) 4:1. 45. Goran Bezina (Vigier) 5:1. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 4mal 2 plus 10 Minuten (Meunier) gegen Fribourg

PostFinance-Topskorer: Kolnik; Sprunger.

Genève-Servette: Mona; Vukovic, Goran Bezina; Gobbi, Schilt; Höhener, Breitbach; Jonathan Mercier; Vigier, Ritchie, Kolnik; Rubin, Aubin, Déruns; Cadieux, Trachsler, Savary; Rivera, Augsburger, Florian Conz; Fedulow.

Fribourg: Caron (50. Gigon); Heins, Birbaum; Snell, Ngoy; Marc Abplanalp, Collenberg; Ulmer, Meunier, Wirz; Neuenschwander, Jeannin, Knöpfli; Sprunger, Andrej Bykow, Benny Plüss; Geoffrey Vauclair, Montandon, Botter; Lauper.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Salmelainen und Olivier Keller, Fribourg ohne Chouinard, Mowers, Seydoux (alle verletzt) und Reist (persönliche Gründe). Fribourg spielte mit Trauerflor.

Ambri - Lugano 6:7 n.P. (2:1/3:2/1:3)

Valascia. - 7000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Kurmann, Bürgi/Marti

Tore: 3. (2:06) Duca (Camichel, Stephan) 1:0. 3. (2:50) Bianchi (Sciaroni, Gautschi) 2:0. 9. Julien Vauclair (Romy, Thoresen/Ausschluss Clarke) 2:1. 22. Nodari (Paterlini, Thoresen/Ausschluss Bundi) 2:2. 28. Stirnimann (Duca, Naumenko/Ausschluss Hänni) 3:2. 32. Murray (Nummelin) 3:3. 37. Naumenko (Clarke, Sonnenberg/Ausschluss Kostovic) 4:3. 39. Duca (Naumenko/Ausschlüsse Jörg, Nodari) 5:3. 46. Domenichelli (Thoresen, Nummelin/Ausschluss Schönenberger) 5:4. 53. (52:10) Paterlini (Tristan Vauclair, Näser) 5:5. 53. (52:48) Domenichelli (Thoresen, Robitaille) 5:6. 54. (53:56) Duca (Stirnimann, Naumenko) 6:6.

Penalties: Clarke 1:0, Robitaille -, Sonnenberg -, Näser 1:1, Duca -, Nummelin 1:2, Naumenko 2:2, Domenichelli 2:3, Stirnimann -.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ambri, 6mal 2 plus 10 Minuten (Sannitz) gegen Lugano

PostFinance-Topskorer: Duca; Thoresen.

Ambri: Croce; Naumenko, Gautschi; Bundi, Celio; Stephan, Marghitola; Mattioli; Clarke, Sonnenberg, Murovic; Walker, Schönenberger, Christen; Camichel, Stirnimann, Duca; Sciaroni, Bianchi, Micheli.

Lugano: Aebischer; Nummelin, Nodari; Helbling, Hänni; Julien Vauclair, Cantoni; Murray, Romy, Thoresen; Domenichelli, Robitaille, Jörg; Näser, Sannitz, Paterlini; Kostovic, Tristan Vauclair.

Bemerkungen: Ambri ohne Bäumle, Westrum, Demuth, Kutlak (alle verletzt) und Horak (krank), Lugano ohne Hirschi, Lemm, Conne (alle verletzt) und Pohl (überzähliger Ausländer). 60. Timeout Ambri.

(si)

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